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Augsburger Panther

25.01.2019

Vertrag verlängert: Topscorer Drew LeBlanc bleibt beim AEV

Drew LeBlanc hat bei den Panthern einen neuen Vertrag unterzeichnet und bleibt ein weiteres Jahr in Augsburg.
Bild: Jan Huebner

Die Panther verkünden vor dem Ingolstadt-Derby, dass der Topscorer weiter in Augsburg auf Torejagd geht. Eine zusätzliche Stärke des Amerikaners: Mathematik.

Ausnahmsweise jubelten und applaudierten im Curt-Frenzel-Stadion die Zuschauer bereits vor dem Match gegen Ingolstadt lautstark. Grund: Drew LeBlanc, die Führungsfigur, der Topscorer, der Vielspieler, der Scheibenstreichler, wird auch in der kommenden Saison für die Augsburger Panther auflaufen. Das verkündete der Klub aus der Deutschen Eishockey-Liga kurz vor Spielbeginn. „Meine Familie und ich fühlen uns wirklich wohl hier in Augsburg und können uns im Moment nicht vorstellen, an einem anderen Ort zu sein“, sagt der Mittelstürmer der Paradereihe des AEV.

Einer der technisch besten DEL-Spieler bleibt den Augsburgern mindestens eine weitere Saison erhalten. „Drew ist der Denker und Lenker in unserem Spiel und erhält extrem viel Eiszeit. Er ist unser Marathonmann und Vorbild in allen Belangen“, sagt Trainer Mike Stewart. Nach dem Ende des offiziellen Trainings zählt der Angreifer Tag für Tag zu den fleißigsten AEV-Angestellten. Er übt Schüsse, das Anspiel am Bully oder legt noch einige Extra-Einlagen mit und ohne Puck ein.

Das sagt AEV-Topspieler Drew LeBlanc zu seiner Vertragsverlängerung
Video: Andreas Kornes

Drew LeBlanc wechselte 2015 zu den Augsburger Panthern

Im Sommer 2015 war der US-Amerikaner aus Minnesota nach Augsburg gekommen und spielt aktuell seine vierte Saison für den AEV. Obwohl er mit dem renommierten Hobey Baker Award als bester College-Spieler seines Jahrgangs ausgezeichnet und ihm eine große Karriere in der NHL zugetraut worden war, kam der Center eine Klasse tiefer in der American Hockey League (AHL) nicht zurecht und wechselte früh nach Europa. In Augsburg zeigte er von Anfang an seine Qualitäten an der Scheibe. LeBlanc ist ein klassischer Spielmacher. Der 29-Jährige wird ständig als Anspielstation gesucht, kann die Scheibe über das ganze Spielfeld ins gegnerische Drittel tragen und zieht das Powerplay auf.

In dieser Saison trug er oft den roten Helm des Topscorers. „Drew ist einer unserer Schlüsselspieler, auf ihn kann ich mich immer verlassen“, sagt sein Coach. Tatsächlich hat der Amerikaner die längsten Eiszeiten im Team. Sobald eine Partie eng wird, steht der Mann mit der Rückennummer 19 fast ununterbrochen auf dem Eis. Im Dezember 2017 brachte LeBlancs Frau Chelsea die gemeinsame Tochter Sofina Rae in Augsburg zur Welt.

Der Sohn eines Mathematik-Lehrers aus Hermantown in Minnesota hat selbst Mathematik studiert und könnte, wenn er die letzte Prüfung in Pädagogik ablegt, Mathematik unterrichten. „Ich weiß nicht, ob ich das wirklich will. Die Kinder werden ja immer wilder. Das erzählt zumindest mein Vater“, sagt LeBlanc. Eine Option für die Zeit nach seiner Eishockey-Karriere ist es allemal. „Aber im Moment genieße ich es, für die Panther zu stürmen.“

Eine Szene, die man oft genug in dieser Saison gesehen hat: Der Schiedsrichter entscheidet auf Tor und Drew LeBlanc setzt zum Jubeln an. Der Amerikaner stürmt auch im nächsten Jahr für die Augsburger Panther.
Bild: Siegfried Kerpf

AEV: LeBlanc hat einen überragenden Scoring-Schnitt

Seit vier Spielzeiten ist LeBlanc in Augsburg unter Vertrag. In 183 DEL-Partien verbuchte er 47 Tore und gab 114 Vorlagen. Ein Schnitt von 0.88 Punkten pro Einsatz ist ein überragender Wert. Gestern traten die Panther in LeBlancs 184. DEL-Spiel vor einem mit 6139 Zuschauern ausverkauften Haus gegen Ingolstadt an. Am Sonntag folgt das Auswärtsspiel in Düsseldorf. Über das Saisonziel sagt der Spielmacher: „Wir haben nicht nur Platz sechs im Blick, wir wollen so hoch wie möglich abschließen.“

Vom Verbleib einer der entscheidenden Figuren im Panther-Spiel erhofft sich Lothar Sigl eine Signalwirkung auch auf die anderen Profis. „Wir spielen eine richtig gute Saison und wollen die Säulen des Teams halten. Mit Drew LeBlanc ist uns das gelungen. Das ist auch ein Zeichen an den Rest der Mannschaft“, sagt der Hauptgesellschafter. Die Zeiten, in denen sich die DEL-Größen problemlos die Rosinen aus dem Augsburger Kuchen picken, scheinen vorbei zu sein. „Wir sind nicht so chancenlos, wenn es um unsere Topspieler geht“, verkündet auch Trainer Mike Stewart selbstbewusst.

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