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Augsburger Panther

04.02.2021

Wie der achtjährige Emil dem AEV-Team Schokoriegel spendierte

Der achtjährige Emil Löfflad und sein Vater Harry sind große Panther-Fans. Nach dem Sieg gegen Nürnberg schickten beide dem AEV ein Paket.
Bild: Panther

Der AEV liegt 0:3 zurück, da geht Emil mit seinem Vater eine Wette ein: Am Ende gewinnt Augsburg - und der Bub schickt dem Team Schokoriegel. Sein Taschengeld ist nun auf zwei Monate aufgebraucht.

Für den acht Jahre alten Emil sind Eishockey und die Augsburger Panther sein Leben. Sein Vater Harry Löfflad erzählt: "Als er dreieinhalb Jahre alt war, haben wir mit ihm in der Laufschule des AEV angefangen, seitdem dreht sich bei ihm alles um den Sport." Mittlerweile spielt der kleine Gersthofer für die U9 des Vereins – und fiebert bei jedem Spiel seiner Idole mit. Das war auch Ende Januar beim Auswärtsspiel in Nürnberg so – mit dem Unterschied, dass er an diesem Abend eine Wette mit seinem Vater eingehen würde, an deren Ende er der kompletten DEL-Mannschaft der Augsburger Panther Schokoriegel spendieren sollte.

Aber der Reihe nach: Zusammen mit seinem Vater sah sich Emil das erste Drittel des Spiels gegen die Ice Tigers an. Als er danach ins Bett musste, war die Laune des Grundschülers nicht gerade die beste: 0:3 lagen die Panther zurück. Harry Löfflad erinnert sich: "Er war richtig sauer und hat gemeint: Wenn sie das noch gewinnen, schenke ich jedem Spieler einen Schokoriegel! Und dann habe ich gesagt: Abgemacht."

Sein Leben dreht sich um die Augsburger Panther: Emil Löfflad
Bild: Marcus Merk

Emils Lieblingsspieler T. J. Trevelyan leitete die AEV-Aufholjagd ein

Es kam, wie es kommen musste: Während Emil ins Bett ging, holten die Panther in einem packenden Spiel den Rückstand noch auf. Sein Lieblingsspieler T. J. Trevelyan, mit dessen Rückennummer 24 Emil selbst spielt, leitete mit seinem Tor die Aufholjagd ein, in der Verlängerung gelang Adam Payerl tatsächlich der 6:5-Siegtreffer für den AEV. Und der kleine Emil? "Er hat es gar nicht fassen können, als ich ihm am nächsten Tag davon erzählt habe", sagt sein Vater. Und auch der Achtjährige ist immer noch erstaunt, wenn man ihn auf das Spiel anspricht: "Dass man 0:3 hinten ist und trotzdem noch gewinnt – das ist schon echt komisch."

Zugleich galt für Emil aber auch: Wettschulden sind Ehrenschulden – und die Panther haben ein Anrecht auf ihre Schokoriegel. Sein Vater Harry Löfflad lacht, als er davon erzählt: "Da hat er erstmal ganz schön geschluckt, als ich ihm gesagt habe, was ihn die Riegel kosten." Obwohl er von seinem Papa noch eine kleine Unterstützung erhielt, war das Taschengeld für zwei Monate damit verbraucht – und Emil tröstet sich mit der Aussicht auf bessere Tage über den finanziellen Kahlschlag hinweg: "Ich habe ja bald Geburtstag, vielleicht bekomme ich da wieder was."

Die Augsburger Panther wollen sich bei Emil revanchieren

Zusammen mit einem Brief trudelten die Schokoriegel wenig später in der Geschäftsstelle der Panther ein. Pressesprecher Stefan Esch erinnert sich: "Über dieses Paket haben wir uns riesig gefreut – zugleich mussten wir alle Kollegen disziplinieren, die Finger von den Schokoriegeln zu lassen." Bei der Mannschaft kam das Dankesschreiben ihres Fans riesig an, der Brief von Emil hängt seitdem in der Kabine und hat beim ersten Heimspiel gegen Straubing auch schon Glück gebracht, am Ende stand bekanntlich ein 3:2-Sieg. Emils Favorit T. J. Trevelyan nahm Brief und Riegel an und freute sich riesig darüber. Ein Foto der Panther davon sammelte auf Facebook alleine bis Donnerstag über 800 Likes. Emil erinnert sich daran: "Auf einmal hat mir mein Papa gesagt: Schau mal, am Computer: Die Panther haben deine Schokoriegel bekommen. Echt toll."

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Bild: Www.imago-images.de

Trevelyan verspricht, dass er sich bei seinem Fan revanchieren wird: "Das ist wirklich eine coole Aktion – mal sehen, was ich für eine Überraschung für Emil habe." In den nächsten Tagen dürfte ein Paket bei Familie Löfflad eintrudeln – was genau drin ist, will der Stürmer nicht verraten. Ein persönliches Treffen mit Emil ist wegen Corona derzeit nicht möglich, die AEV-Spieler sollen jeden Kontakt vermeiden. Pressesprecher Esch verspricht aber, dass das in einer Form nachgeholt werden wird: "Wir werden das Geschenk von Emil sicher nicht vergessen."

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