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Augsburger Panther

21.10.2019

Wo es bei den Panthern hakt: Drei Gründe für das Tief

Die Augsburger Panther (im Bild Thomas Holzmann) hinken den Erwartungen hinterher.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Der AEV ist holprig in die Saison gestartet, am Wochenende gab es keine Punkte. Die Statistik gibt Hinweise auf die Gründe für das sportliche Abschneiden.

13 Spieltage sind in der Deutschen Eishockey-Liga absolviert. Die Zwischenbilanz der Augsburger Panther fällt eher mittelmäßig aus. Mit 14 Punkten rangiert die Mannschaft auf Platz zehn der DEL – punktgleich mit den beiden Verfolgern Wolfsburg und Iserlohn. Auffallend ist bisher vor allem das Missverhältnis von Heim- zu Auswärtsspielen. Nur ein Sieg gelang bisher vor eigenem Publikum, derer vier in der Fremde. Dazu passt die 0:4-Niederlage vom Sonntagabend im Curt-Frenzel-Stadion gegen Bremerhaven. Die Gründe für den Durchhänger:

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1. Die Unterzahlschwäche

In der vergangenen Saison hatten die Panther zu diesem Zeitpunkt bereits 25 Punkte auf dem Konto und waren Tabellenvierter. Interessant ist der Vergleich der Torverhältnisse. Vergangenes Jahr: 36:30. Dieses Jahr: 36:43. Das lässt den Rückschluss zu, dass die Defensive momentan eine Baustelle ist. Vor allem in Unterzahl zeigen die Panther unterdurchschnittliche Leistungen und haben schon 17 Gegentore mit einem oder zwei Mann weniger auf dem Eis kassiert.

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Die Unterzahlquote von 70,18 Prozent ist der zweitschlechteste Wert der Liga, nur Schwenningen ist noch mieser (68,75 Prozent). Die Panther sollten also tunlichst vermeiden, in Unterzahl zu geraten – dummerweise ist genau das Gegenteil der Fall, in der Fair-Play-Tabelle belegen sie den vorletzten Platz.

Immerhin das Powerplay ist konkurrenzfähig. Platz sieben belegen die Panther in dieser Statistik mit 13 Überzahltoren (Quote 19,70 Prozent).

2. Der Abgang von Matt White

Die Zahlen der Saison verraten aber noch mehr. Zum Beispiel, dass der Neuzugang Mitch Callahan bisher hinter den (wahrscheinlich überhöhten) Erwartungen geblieben ist. Der 28-jährige US-Amerikaner bringt es nach den 13 Spielen auf zwei Vorlagen und null Tore. Klar war, dass es schwer werden würde, den nach Russland gewechselten Topscorer Matt White auch nur annähernd zu ersetzen. Zudem ist der robuste Callahan ein komplett anderer Spielertyp als der filigrane Edeltechniker White.

Bislanh blieb Panther-Stürmer Mitch Callahan (rechts) weit hinter den Erwartungen zurück.
Bild: Siegfried Kerpf

Letztgenannter spielt jetzt für Neftekhimik Nizhnekamsk in der russischen KHL und scheint sich auch dort durchsetzen zu können. In bislang 21 Spielen hat er es auf fünf Tore und sieben Vorlagen gebracht und ist damit Topscorer seiner Mannschaft. Callahan dagegen scheint auch bei Panther-Trainer Tray Tuomie nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen. Zuletzt kam er nur noch sporadisch zum Einsatz. Gegen Bremerhaven bekam er im letzten Drittel zwei Wechsel, gegen Liberec am vergangenen Mittwoch saß er das letzte Drittel komplett auf der Bank. Durchschnittlich 13:18 Minuten Eiszeit bedeuten im internen Ranking Platz 15. Nur sechs Panther haben noch weniger Einsatzzeit bekommen, darunter alle Jung-Profis.

3. Fehlende Leistungsträger

Beigetragen zu dem holprigen Saisonstart haben zuletzt aber auch das Verletzungspech und die Aussetzer zweier Leistungsträger. Spielmacher Drew Le Blanc ist nicht zu ersetzen. Seit dem Liberec-Spiel am vergangenen Mittwoch fehlt er verletzt. Ebenfalls nicht zu ersetzen sind die beiden Verteidiger Brady Lamb und Scott Valentine, die sich durch Frustfouls am Freitag in Mannheim selbst aus dem Spiel nahmen und anschließend auch noch gesperrt wurden. Angesichts des strapaziösen Programms von elf Partien in 25 Tagen (inklusive Champions Hockey League) ist das eine entscheidende Schwächung (Lesen Sie dazu den Kommentar: Augsburger Panther: Die Doppelbelastung rächt sich ).

Tuomie gab seiner Mannschaft Montag und Dienstag frei, um sich zu erholen. "Die beiden Tage sind dringend nötig", sagte Thomas Holzmann nach dem Bremerhaven-Spiel. "Wir hatten zuletzt viele Spiele und sind viel im Bus gesessen. Da hast du kaum Zeit, mal wirklich zu regenerieren oder zu schlafen."

Der Stürmer sagt, dass man es natürlich merke, wenn der Kader dezimiert sei, "aber das ist ja nicht der Grund, warum wir keine Schüsse aufs Tor bringen". Holzmann hat auch keine Antwort auf die Frage, warum es den Panthern derzeit an Konstanz mangelt. Zwei Siegen am vorvergangenen Wochenende folgten zwei Niederlagen am vergangenen. "Gegen Bremerhaven war es ein Spiel, dass wir eigentlich gewinnen müssen. Leider ist es diese Saison schon zu oft so gewesen. Vor allem zuhause haben wir zu viele Punkte liegen lassen. Da müssen wir uns was einfallen lassen."

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