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Augsburger Panther

16.03.2021

Zwischenzeugnis der Augsburger Panther: Die Stützen schwächeln

Konzentration auf den zweiten Saisonabschnitt: Die Panther (von links) Wade Bergman, Torwart Markus Keller, Spencer Abbott, David Stieler, Scott Valentine und Thomas J. Trevelyan vor dem Eröffnungsbully.
Foto: Siegfried Kerpf

Plus Nach der Doppelrunde belegen die Panther keinen Play-off-Platz. Wir stellen ein Zwischenzeugnis aus und vergeben Noten. Spielmacher Drew LeBlanc ist zwar noch der überragende Stürmer, doch der Amerikaner zeigt Nerven.

Nach Abschluss der Doppelrunde in der Südgruppe der Deutschen Eishockey-Liga bewerten wir die Augsburger Panther. Spieler, die weniger als fünf Partien (Layne Viveiros 4, Brad McClure 3, Magnus Eisenmenger 3, David Kickert 1, Moritz Borst 1, Niklas Länger 1) absolviert haben, erhalten kein Zwischenzeugnis.

Markus Keller Der 31-Jährige nutzte den langen Corona-Sommer, um mit anderem Training und weniger Muskeln sein Torwartspiel zu verbessern. Zur Nummer eins fehlt nur noch ein kleines Stück – auch Selbstvertrauen. Note: 3+

Olivier Roy Kam verspätet nach Augsburg, verletzte sich bald, verletzte sich anschließend schwer am Knie und fing sich schließlich das Coronavirus ein. Der Frankokanadier hat den Titel des offiziellen Team-Pechvogels von Trevelyan übernommen. Note: 3

Scott Valentine Zum Führungsspieler in der Kabine und auf dem Eis gereift. Noch nie war der Kanadier so stabil wie in diesem Jahr. In der oft schwimmenden AEV-Hintermannschaft gibt der 29-Jährige mit dem starken Plusminus-Wert von +6 den Anker. Erklärung: Ein Plus erhält jeder Spieler, der bei einem erzielten Tor in numerischer Gleichzahl auf dem Eis steht, ein Minus für Gegentore. Note: 2+

Brady Lamb Der Kapitän, der zusammen mit seinem Kumpel LeBlanc die Richtung im Team vorgibt, benötigte eine ungewohnt lange Anlaufzeit zu Saisonbeginn und agierte schlampig im Umgang mit dem Puck. Klare Steigerung bis zur Verletzung. Note: 2-

Simon Sezemsky 15 Tore wie in der vergangenen Saison sind nicht jedes Jahr zu erwarten, zumal die Konkurrenz den gefürchteten Direkt-Schützen oft aus dem Spiel nimmt. Hinter und neben dem Tor teils mit haarsträubenden Abspielfehlern, weshalb der schwächste Plusminuswert des gesamten Teams von -11 nicht verwundert. Note: 4

Wade Bergman Der McNeill-Ersatz aus Wolfsburg hat feine Hände und ein gutes Auge. Übernimmt Verantwortung mit Kreativität. In einigen Situationen jedoch zu verspielt. Und gegen die schweren Jungs beim Gegner fehlt es schlicht an Masse. Note: 3-

Haase: Berliner Schnauze mit viel dahinter

Henry Haase Berliner Schnauze mit viel dahinter: Der 27-Jährige räumt hinten ordentlich ab und macht in der Offensive mehr als im Vorjahr (19/20: sechs Assists gesamt, jetzt schon acht Vorlagen). Nur der Plusminuswert (-7) trübt das positive Gesamtbild. Note: 3+

John Rogl Trifft mit der Scheibe im eigenen Drittel zu viele falsche Entscheidungen. Der mit 24 Jahren noch junge Defensivspezialist legt in seiner Entwicklung eine kurze Pause ein, besitzt jedoch noch Potenzial, ein gestandener DEL-Verteidiger zu werden. Note: 4+

Steffen Tölzer Die Klub-Ikone benötigte in seinem 18. AEV-Jahr nach der langen Sommerpause eine gewisse Anlaufzeit, um in die Gänge zu kommen. Ein Plusminus-Wert von -8 liefert dem Trainer wenig Argumente für mehr Eiszeit (12:14 Min.). Zuletzt verbessert, schaffte es der 35-Jährige unter die ersten sechs AEV-Verteidiger. Note: 4-

Drew LeBlanc Wenn der Spielmacher sein Arbeitsgerät vor Wut an der Bande zertrümmert, dann steckt auch LeBlanc mit im Leistungsloch der Panther. In puncto Scheibenführung nach wie vor eine Augenweide und mit sieben Toren und zehn Vorlagen der Team-Topscorer. Note: 2+

STURM: Brad McClure kam von den Florida Everglades zu den Augsburger Panthern.
33 Bilder
Das ist der AEV-Kader für die Saison 2020/21
Foto: Www.imago-images.de

David Stieler Noch nie war der gebürtige Tscheche aus Kladno so wertvoll wie in dieser Saison. Alle Stürmerkollegen reißen sich darum, mit dem Ideengeber in einer Reihe zu spielen. Sechs Treffer und 11 Vorlagen zeugen von offensiver Kreativität. Schwäche bleibt das defensive Eins-gegen-Eins. Note: 2+

Spencer Abbott Die Spätverpflichtung aus Schweden feierte einen großartigen Einstand. Kann Verteidiger mit überraschenden Bewegungen überspielen, doch zuletzt tauchte der Kanadier mit ordentlichen 15 Scorerpunkten in 19 Partien ab. Muss mehr Verantwortung übernehmen und darf auch nach hinten arbeiten. Note: 3+

Thomas J. Trevelyan Eishockey-Boss Lothar Sigl weiß genau, wem er auch mit 36 Jahren einen Vertrag geben kann. Trevelyan hat immer noch Tempo und Zug zum Tor, zuletzt jedoch ein wenig Pech im Abschluss. Note: 3

Jaroslav Hafenrichter Nur mit lauter Hafenrichters wird man nicht Meister, aber ein paar Exemplare des Originals würden jedem Team gut zu Gesicht stehen. Geht als erster Forechecker weite Wege, arbeitet nach hinten und schießt auch noch sieben Tore. Abseits des Eises schweigt Jaro meist, lässt lieber Taten sprechen. Note: 2

AEV-Stürmer Payerl kann mehr Verantwortung übernehmen

Adam Payerl Der Kanadier mit österreichischen Wurzeln liefert vorne (6 Tore/4 Vorlagen) zuverlässig ab und arbeitet auch nach hinten. Könnte in der augenblicklichen AEV-Krise allerdings mehr Verantwortung auf dem Eis übernehmen und körperliche Präsenz zeigen. Note: 3+

Daniel Kristo Ließ leider noch zu selten seine offensiven Qualitäten aufblitzen, die ihm Verträge in der lukrativen Kontinentalen Hockey-League (KHL) einbrachten. Arbeitet schneller nach vorne als nach hinten. Note: 3-

Michael Clarke Der solide Center hat sich in Augsburg schnell zurechtgefunden. Positive Statistik am Bullypunkt, steigerungsfähiger Körper-Einsatz. Note: 4+

Thomas Holzmann Nach einer Saison mit einer Schraube im Mittelfuß hoffte der Buchloer auf verletzungsfreie Wochen – vergebens. Fand nach dem frühen Ausfall im vierten Spiel schnell den Anschluss. Wichtiger Führungsspieler in der Umkleide. Note: 3-

AEV-Eigengewächs Sternheimer hat den nächsten Schritt gemacht

Marco Sternheimer Das Eigengewächs des Augsburger EV hat den nächsten Karriereschritt gemacht und meist den Sprung in die ersten drei Sturmreihen geschafft. Kann körperlich noch ein paar Pfunde drauflegen und ruhig öfter aufs Tor schießen. Note: 3-

Maximilian Eisenmenger Den großen Sprung von der DEL2 in die DEL hat der in Schweden bestens ausgebildete Angreifer auf Anhieb gepackt. Drei Treffer und vier Vorlagen im zumeist vierten Sturm können sich angesichts oft kurzer Eiszeit (Schnitt 9:06 Minuten) sehen lassen. Darf seine 90 Kilo, verteilt auf 1,92 Meter, gerne öfter die Gegenspieler spüren lassen. Note: 3-

Samir Kharboutli Schnell auf den Beinen, technisch versiert mit dem Puck, frech im Auftritt: Der aus Memmingen gekommene Tscheche mit arabischen Wurzeln bereichert das Sturmspiel der Schwaben, anfänglich gar in Überzahl. Weicht keinem Zweikampf aus. Manchmal zu selbstbewusst an der Scheibe. Note: 3-

Alex Lambacher Die Südtiroler Version des Herrn Llambi tanzte in der zweiten DEL-Saison schon sicherer auf dem glatten Parkett als noch im Premierenjahr. Das frühe Saisonaus wegen einer Hüftoperation hat den Brixener wieder zurückgeworfen. Note: 4+

Dennis Miller Frecher, dynamischer Auftritt. Die beiden ersten DEL-Treffer geben dem Deutsch-Russen Auftrieb. Der 21-Jährige kämpft noch um einen Stammplatz im Panther-Kader. Note: 4-

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