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ERC Ingolstadt

24.01.2020

1:4 in Krefeld: Panther-Albtraum namens Rynnäs

Auch er konnte Krefelds überragenden Schlussmann Jussi Rynnäs am Freitagabend nicht überwinden: Panther-Angreifer Brett Findlay. Am Sonntag gastiert der ERCI bei den Nürnberg Ice Tigers.
Foto: Johannes Traub

ERC Ingolstadt muss sich innerhalb von fünf Tagen den Krefelder Pinguinen erneut mit 1:4 geschlagen geben. Diesmal scheitert das Shedden-Team vor allem am finnischen Goalie der Hausherren

Dem ERC Ingolstadt ist es nicht gelungen, sich bei den Krefelder Pinguinen für die fünf Tage zuvor erlittene 1:4-Niederlage in der heimischen Saturn-Arena zu revanchieren. Das Team von Headcoach Doug Shedden musste sich am Freitagabend erneut mit 1:4 (0:1, 0:1, 1:2) geschlagen geben. Am Sonntag (14 Uhr) steht das bayerische Derby bei den Nürnberg Ice Tigers auf dem Programm.

Dabei war den Panthern, bei denen Torhüter Timo Pielmeier nach überstandener leichter Gehirnerschütterung sein Comeback zwischen den Pfosten gab, von Beginn an anzumerken, dass sie auf „Wiedergutmachungskurs“ waren. Bereits nach 20 Sekunden hatte Matt Bailey die große Gelegenheit zur Führung. Doch freistehend zielte der Kanadier knapp vorbei. Es sollte freilich nicht der einzige „Fehlschuss“ der Gäste im ersten Durchgang bleiben. Denn das Einzige, was man der Shedden-Truppe in dieser Phase tatsächlich vorwerfen konnte, war die schlechte und inkonsequente Chancenverwertung. Insgesamt 14 Schüsse brachte der ERCI auf den Kasten von KEV-Schlussmann Jussi Rynnäs, der sich zunächst jedoch schadlos hielt. Ob Wayne Simpson (6.), Brandon Mashinter, Darin Olver (beide 12.), Tim Wohlgemuth (13.), Brett Findlay (16.), David Elsner (18./Latte) oder Mirko Höfflin (19.) – sie alle brachten die Hartgummischeibe nicht im Krefelder Gehäuse unter.

Besser machten es diesbezüglich die Hausherren – wobei die Panther in dieser Situation auch kräftig mithalfen! Als Simon Schütz und Hans Detsch gleichzeitig auf die Strafbank mussten, durften die Pinguine zwei Minuten lang in doppelter Überzahl agieren. Angreifer Vincent Saponari nutzte dieses „Geschenk“ und gab einem Bruggisser-Schuss noch die entscheidende Richtungsänderung – 1:0 für Krefeld (9.), das im ersten Abschnitt lediglich fünf (!) Schüsse auf Pielmeier abgegeben hatte. „Wir hatten uns vorgenommen, viel Zeit in der gegnerischen Zone zu verbringen. Das ist uns bislang ziemlich gut gelungen. Lediglich das Ergebnis passt aus unserer Sicht noch nicht“, meinte ERCI-Stürmer Darin Olver in der ersten Pause.

Das gleiche Bild bot sich den 4943 Zuschauern in der Yayla-Arena auch in Durchgang zwei. Ingolstadts spielte phasenweise Einbahnstraßen-Eishockey in Richtung Rynnäs und erarbeitete sich Möglichkeit um Möglichkeit. Doch der 32-jährige Finne schien am gestrigen Abend 1000 Arme und Hände zu haben. Egal, wer es auf Panther-Seite auch versuchte – Rynnäs zog die Scheiben regelrecht an. Da die Einheimischen in der Offensive so gut wie gar nicht mehr stattfanden, schien der Ausgleich nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Panther schossen, zielten, arbeiteten – aber den zweiten Treffer in diesem Match erzielten erneut die Pinguine. Eine herrliche Kombination mit Saponari und Chad Kostello krönte Ex-Nationalstürmer Daniel Pietta, der am „langen Pfosten“ mutterseelenallein stand, mit dem zu diesem Zeitpunkt überraschenden 2:0 (39.). Kurzum: Die Ingolstädter (36 Torschüsse in 40 Minuten) hatten von den Rheinländern (lediglich zwölf) bis dato eine echte Lehrstunde in Sachen Chancenverwertung und Effizienz erhalten.

Im Schlussabschnitt merkte man den Gästen sichtlich an, dass die ersten beiden Drittel viel Kraft gekostet hatten. Es gelang ihnen jetzt nur noch selten, sich entscheidend in der KEV-Hälfte durchzusetzen und Möglichkeiten zu kreieren. Erst in den letzten beiden Minuten wurde es dann nochmals turbulent. Chad Kostellos 3:0 ins verwaiste ERCI-Tor (59.) konterte Brett Olson postwendend (60.). Aber nur wenige Sekunden später machte Saponari mit seinem zweiten Treffer – auch hier hatte Pielmeier sein Gehäuse zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen – endgültig alles klar. (nr)

ERC Ingolstadt: Pielmeier – Jobke, Edwards; Wagner, Friesen; Sullivan, Schütz – D’Amigo, Olson, Bailey; Foucault, Wohlgemuth, Elsner; Simpson, Höfflin, Collins; Olver, Findlay, Mashinter; Detsch.

Tore: 1:0 Saponari (9./PP2), 2:0 Pietta (39.), 3:0 Kostello (59./ENG), 3:1 Olson (60.), 4:1 Saponari (60./ENG). – Zuschauer: 4943.

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