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ERC Ingolstadt

06.03.2017

Arnold: „Es muss einschneidende personelle Konsequenzen geben“

Beiratsvorsitzender der Panther GmbH: Jürgen Arnold.
Bild: Xaver Habermeier

Der Beiratsvorsitzende der Panther GmbH, Jürgen Arnold, spricht im Interview über die weitere Vorgehensweise bei den Panthern

Herr Arnold, waren Sie vom Ausscheiden in den Pre-Play-offs gegen Bremerhaven überrascht oder sogar schockiert?

Arnold: Ich habe mich einerseits für die Leistung der Mannschaft geschämt und war andererseits gleichzeitig geschockt. Ehrlich gesagt hatte ich überhaupt nicht damit gerechnet, dass wir diese Serie verlieren. Zumal es auch nicht unser Anspruch ist, bereits in den Pre-Play-offs auszuscheiden.

Woran lag es Ihrer Meinung nach, dass man das Saisonziel „Top Sechs“ am Ende deutlich verfehlt hat?

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Arnold: Nun, wenn man die Situation nüchtern betrachtet, dann haben wir zunächst einmal mit Platz sieben das eigentliche Saisonziel knapp verpasst. Nach dem Ausscheiden in den Pre-Play-offs haben wir die Spielzeit praktisch auf dem zehnten Rang beendet. Und damit wurde dieses Ziel deutlich verfehlt. Die Gründe hierfür sind sicherlich vielfältig. Meine Kollegen aus dem Beirat und ich werden uns in den kommenden Tagen diese vermeintlichen Gründe von unseren sportlichen Verantwortlichen anhören und darlegen lassen, um uns eine fundierte Meinung bilden zu können.

Was überwiegt aus Ihrer Sicht: der sportliche Image- oder der finanzielle Schaden?

Arnold: Es steht außer Frage, dass für einen Klub wie den ERC Ingolstadt die Zuschauer-Einnahmen eine sehr wichtige Rolle spielen. Natürlich schmerzt es uns, wenn wir darauf verzichten müssen. Im Gegenzug fallen jetzt aber auch Prämien weg, die wir im Erfolgsfall hätten bezahlen müssen. Grundsätzlich ist es für ein Unternehmen – von der wirtschaftlichen Seite gesehen – die Aufgabe, diese Differenzen in einer vernünftigen kalkulatorischen Größe zu halten, die dem Klub nicht schaden. Um konkret auf Ihre Frage zurückzukommen: Der sportliche Imageschaden wiegt in meinen Augen deutlich schwerer.

Die große Frage ist natürlich: Wie geht es beim ERC Ingolstadt nun weiter? Und hier kommt man unweigerlich zur Personalie Jiri Ehrenberger. Konkret gefragt: Ist der Sportdirektor überhaupt noch zu halten?

Arnold: Völlig unabhängig von der Person Jiri Ehrenberger bin ich der Überzeugung, dass es personelle Konsequenzen geben muss. Und diese werden definitiv tiefer und einschneidender ausfallen als noch im letzten Jahr! Bevor ich mich jetzt auf eine konkrete Aussage festlege, möchte ich mir dennoch zuvor erst einmal alle Seiten genau anhören. Das Wichtigste ist, dass man solche Entscheidungen – auch im Sport – nicht aus der Emotion heraus trifft, sondern wohlüberlegt und mit Bedacht handelt. Die nächsten Tage und Wochen werden einiges ans Tageslicht bringen. Und dann wird man Konsequenzen ziehen.

Sie haben bereits im vergangenen Jahr nach dem Pre-Play-off-Aus gegen Straubing angekündigt, bei der Analyse jeden Stein umzudrehen. Wurden dabei die falschen Schlüsse gezogen?

Arnold: Im Nachhinein betrachtet, hätte man da vielleicht schon tiefere Einschneidungen vornehmen müssen. Möglicherweise war das ein Fehler. Dennoch muss man jetzt erst einmal analysieren, wie es zu einer solch unbefriedigenden Entwicklung kommen konnte.

Die Fragen stellte Dirk Sing

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