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ERC Ingolstadt

24.01.2019

Auf dem Weg zum Musterschüler?!

Absolviert derzeit seine bislang punktbeste Saison in der Deutschen Eishockey-Liga: Panther Stürmer David Elsner, für den jeweils elf Tore und Assists zu Buche stehen.
Bild: Xaver Habermeier

David Elsner hat bislang eine Karriere mit zahlreichen Höhen und Tiefen erlebt. Unter Headcoach Doug Shedden arbeitet der Stürmer vor allem an der Konstanz. Am Freitag Derby in Augsburg

Wer sich heute mit David Elsner über das Thema Eishockey unterhält, der erlebt einen jungen Mann, der seine Worte durchaus mit Bedacht wählt. Gerade dann, wenn der 26-Jährige über seine bisherige Karriere spricht, wirkt er nachdenklich, fokussiert – und zugleich überaus selbstkritisch! Es ist zugleich ein erstklassiger Beleg dafür, welche Entwicklung Elsner speziell in den vergangenen dreieinhalb Jahren, seit der beim ERC Ingolstadt ist, sowohl auf als auch neben dem Eis durchgemacht hat.

Es gibt sie zwar nach wie vor – diese Momente, in denen es seinem Cheftrainer Doug Shedden erst die Zornesröte ins Gesicht treibt, ehe anschließend der Vulkan endgültig ausbricht. Doch sie sind innerhalb der zurückliegenden zwölf Monate deutlich weniger geworden. „Von den Veranlagungen und Möglichkeiten her hat David eigentlich alles, um ein deutscher Top-Stürmer zu sein“, sagt Shedden und nennt die Vorzüge des Flügelstürmers: „Er hat einen guten Körper, spielt sehr physisch, verfügt über sehr gute läuferische Fähigkeiten und hat einen erstklassigen Schuss.“ So weit, so gut. Wäre da nicht das „Aber“, das der Panther-Headcoach fast im gleichen Atemzug hinterherschickt: „Bei ’Elsi’ ist letztlich alles eine mentale Sache. Auch wenn er sich deutlich verbessert hat, muss er nach wie vor noch besser verstehen, was es heißt, jeden Tag ein Eishockey-Profi zu sein.“

Was Shedden damit meint? „Er muss in jedem Training und in jedem Match die gleich hohe Intensität an den Tag legen. Nur so wird man ein besserer und vor allem auch konstanterer Spieler, was die persönliche Leistung angeht. Und gerade in Sachen Konstanz sehe ich bei David noch Luft nach oben.“

Worte, die sich Elsner in diesen Tagen, Wochen und Monaten überaus zu Herzen nimmt. Zumal sie von einem Trainer kommen, von dem der gebürtige Landshuter eine überaus hohe Meinung hat. „Ich habe in meiner Zeit beim ERCI ja schon einige Coaches erlebt. Aber letztlich würde ich schon sagen, dass ich von Doug bislang am meisten mitgenommen und gelernt habe“, meint Elsner – inklusive der einen oder anderen „liebevollen“ (und etwas lauteren) Shedden’schen Unterweisung. „Ich glaube, dass ich bislang noch nie einen solchen Anschiss von einem Trainer wie von Doug bekommen habe. Aber er hat einfach ein sehr gutes Gefühl, wie er mich anpacken muss“, berichtet der „Panther des Jahres 2017“.

Selbst der Tatsache, dass er im bisherigen Saisonverlauf aus Leistungsgründen von Shedden zweimal auf die Tribüne verfrachtet wurde (gegen Augsburg und in Düsseldorf), konnte Elsner etwas Positives gewinnen. „Früher wäre ich beleidigt gewesen oder hätte sonst irgendetwas Blödes gemacht. Doch diesmal war ich sogar etwas erleichtert“, so der Angreifer. „In den vorangegangenen Partien war ich einfach nicht gut und auch mental richtig müde. Vor der Partie in Düsseldorf hatte ich dann mit dem Trainer-Team ein 25-minütiges gutes Gespräch. Danach bin ich ja auch wiedererstarkt zurückgekommen“, verrät Elster.

Aktuell absolviert der ERCI-Stürmer seine bislang punktbeste DEL-Saison. Neben elf Treffern stehen in 39 Partien ebenso viele Assists zu Buche. Zufrieden geben möchte sich Elsner, dessen Vertragsoption auf ein weiteres Jahr der Verein kürzlich zog, damit allerdings nicht: „Mein Ziel ist es, weiterhin hart zu arbeiten und noch mehr Konstanz in meine Leistungen zu bekommen.“ Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich bereits am Freitagabend (19.30 Uhr) im Derby in Augsburg. „Wir wollen die Hauptrunde unter den ’Top Sechs’ beenden. Nachdem das Feld dicht beisammen ist, haben die verbleibenden elf Partien für uns allesamt Playoff-Charakter“, weiß Elsner.

Verzichten muss ERCI-Coach Doug Shedden in Augsburg auf die angeschlagenen Simon Schütz, Tim Wohlgemuth und Joachim Ramoser. Wer zusätzlich noch auf die Tribüne muss (Petr Taticek nahm erst am Donnerstag krankheitsbedingt das Training wieder auf) und zwischen den Pfosten stehen wird, soll sich laut Shedden „kurzfristig entscheiden“.

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