Newsticker

Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. ERC Ingolstadt
  5. Aufbaugegner für angeschlagene Roosters

ERC Ingolstadt

27.11.2018

Aufbaugegner für angeschlagene Roosters

Ausgerutscht: Der ERC Ingolstadt musste sich den Iserlohn Roosters mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben.

Der ERC Ingolstadt muss sich Iserlohn mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben. Die Gäste feiern damit ihren ersten Auswärtssieg der Saison.

Der ERC Ingolstadt hat sich als dankbarer Aufbaugegner erwiesen. Mit 3:4 nach Verlängerung (0:0, 2:1, 1:2, 0:1) unterlagen sie den bis dahin auswärts noch sieglosen Iserlohn Roosters. Nach der Partie auf überschaubarem Niveau waren die Ingolstädter jedoch überraschend relativ zufrieden mit ihrer Leistung.

„Wir haben über weite Strecken ein sehr anständiges Spiel gemacht. Die ersten 40 Minuten hatten wir viele gute Torchancen und haben sehr diszipliniert gespielt. Dann haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht und die Scheibe zu oft verloren. Das hat uns letztlich das Spiel gekostet“, analysierte Panther-Coach Doug Shedden nach der Partie. Dennoch gelang den Gästen in der Saturn Arena der erste Auswärtssieg der Saison.

Doug Shedden nimmt moderate Änderungen vor

 Um diesen möglichst zu verhindern, nahm Shedden moderate Änderungen vor. Unter anderem fand sich Vili Sopanen auf der Tribüne wieder. Für ihn kam Joachim Ramoser ins Team. Er stürmte neben Thomas Greilinger und Petr Taticek. Ein Leckerbissen war es nicht, den beide Teams im ersten Drittel boten. Die Gäste – vor dem Spiel noch die Schießbude der Liga – beschränkten sich zunächst auf die Defensive. „So spielt Iserlohn. Die warten auf Konter und viel mehr machen die nicht“, stellte Joachim Ramoser fest. Für eines der wenigen Highlights sorgte Tyler Kelleher mit einem Solo, das er nur knapp nicht krönen konnte (3.). Taticek zögerte in aussichtsreicher Position zu lange mit dem Abschluss (6.) und Fabio Wagner scheiterte frei vor Iserlohns Torhüter Niko Hovinen (7.). Zwei Sekunden vor der Pause musste Reimer in höchster Not gegen Justin Florek retten.

Jerry D’Amigo schien kurz nach Wiederbeginn mental noch in der Kabine zu sein, denn anders war sein Blackout eigentlich nicht zu erklären. Als letzter Mann sah er Marko Friedrich auf sich zukommen, ließ sich den Puck vom Iserlohner Stürmer trotzdem abluchsen und der hatte alleine vor Reimer keine Mühe, einzuschießen (22.). Die Panther steckten den Rückstand aber gut weg. Greilinger legte den Puck von der rechten Seite in die Mitte und der mitgelaufene Sean Sullivan vollstreckte zum Ausgleich (26.). Kurz darauf leistete sich die undisziplinierteste Mannschaft der Liga die zweite Strafe der Partie und wurde von Ryan Garbutt bestraft. Aus spitzem Winkel traf der Kanadier per Rückhand (32.). Roosters-Goalie Hovinen machte dabei keine gute Figur. Lean Bergmann hätte postwendend beinahe für den Ausgleich gesorgt, scheiterte aber an Reimer.

Thomas Greilinger muss auf die Strafbank - Iserlohn trifft

In einer ohnehin schon niveauarmen Partie stellten die Panther dann das Spielen fast völlig ein. Das nutzten die Roosters, um die Partie zu drehen. Alexej Dmitriev (46.) und Lean Bergmann (50.) sorgten für Schockstarre bei den Oberbayern. Um diese abzulegen brauchte es einen Greilinger-Schuss. Der Stürmer traf den Pfosten und Benedikt Kohl drückte den Abpraller über die Linie (57.). Zuvor hatte Reimer dreimal einen höheren Rückstand verhindert. In der Overtime war es Greilinger, der eine Strafe zog. Im folgenden Powerplay sorgte Luigi Caporusso für kollektive Erleichterung bei den Roosters (62.).

„Es war eine Verbesserung zu den letzten Katastrophen-Spielen. Aber wir haben unser Spiel nicht konstant über 60 Minuten durchgezogen“, machte Ramoser den Hauptgrund für die Niederlage aus.

ERC Ingolstadt Reimer – Edwards, Sullivan; Wagner, Friesen; Kohl, Jobke; Koistinen – Garbutt, Cannone, D’Amigo; Collins, Olson, Braun; Greilinger, Taticek, Ramoser; Kelleher, Wohlgemuth, Elsner. – Tore 0:1 Friedrich (22.), 1:1 Sullivan (26.), 2:1 Garbutt (32.), 2:2 Dmitriev (46.), 2:3 Bergmann (50.), 3:3 Kohl (57.), 3:4 Caporusso (62.). – Zuschauer 3531.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren