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ERC Ingolstadt
19.01.2021

3:1 gegen Schwenningen: Panther zeigen erhoffte Reaktion

Und rein damit: Panther-Verteidiger Morgan Ellis (vorne) trifft in der 53. Minute zum vorentscheidenden 3:0. Schwenningens Goalie Joacim Eriksson (hinten) ist chancenlos.
Foto: Johannes Traub

Der ERC Ingolstadt zeigt sich am Dienstagabend beim 3:1-Erfolg gegen die Schwenninger Wilds im Vergleich zur Derby-Niederlage in Augsburg deutlich verbessert. Neue „Paradereihe“ trifft gleich doppelt.

Der ERC Ingolstadt hat am Dienstagabend im Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings eine gute Reaktion auf die vorangegangene 3:6-Derbyniederlage in Augsburg gezeigt. Nach einer über weite Strecken konzentrierten Vorstellung kamen die Panther, für die es bereits am Donnerstag (20.30 Uhr) in München weitergeht, zu einem letztlich verdienten 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)-Erfolg.

Ingolstadt gegen Joacim Eriksson“ – so lautete das (Privat-)Duell beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams am 20. Dezember in der Saturn-Arena. Insgesamt 41 Schüsse hatten die Schützlinge von Headcoach Doug Shedden auf den Kasten des Schwenninger Schlussmanns abgegeben, dabei aber nur einen mickrigen Treffer (Frederik Storm) erzielt. Unter dem Strich stand letztlich eine unglückliche wie vermeidbare 1:2-Niederlage. „Wir haben diese Partie zwar richtig gut kontrolliert, doch unsere Effizienz war alles andere als gut“, erinnerte sich Verteidiger und Kapitän Fabio Wagner. Sein Plan: „Wir müssen hinten gut stehen und vorne unsere Möglichkeiten besser nutzen.“

Darüber hinaus sah der 25-Jährige bei einer weiteren Problemzone aus der vergangenen Partie in Augsburg (3:6) deutliches Verbesserungspotenzial. „Vor allem bei den Special Teams müssen wir uns erheblich steigern“, so Wagner. Zur Erinnerung: Die Schanzer kassierten nicht nur drei Gegentore in Unterzahl, sondern auch noch ein weiteres in eigener Überzahl. Da sollte es freilich gerade recht kommen, dass Neuzugang Daniel Pietta am Dienstagabend nach abgesessener Neun-Spiele-Sperre endlich sein DEL-Debüt für den ERC Ingolstadt gab. „Pietzi ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, der absolut in der Lage ist, Partien alleine zu entscheiden“, sagte Wagner über den deutschen Nationalcenter, der bei seinem Debüt gemeinsam mit Wayne Simpson und Tim Wohlgemuth eine Sturmreihe bildete.

Ingolstadts Daniel Pietta legt für Tim Wohlgemuth auf

Über welche Qualität Pietta verfügt, wurde unter anderem in der 17. Minute deutlich: Mit der Scheibe hinter dem gegnerischen Kasten stehend, wartete er geduldig, bis sich sein Sturmpartner Wohlgemuth perfekt in Position gebracht hatte und freistehend zur Führung traf. Für den ERCI-Youngster war es bereits der vierte Treffer in der achten Partie. Kein Wunder, dass Wohlgemuth, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, nach Informationen unserer Zeitung mittlerweile sogar auf der Beobachtungsliste der Florida Panthers (NHL) steht.

Bis dahin hatten sich die beiden Teams ein „typisches“ Aufeinandertreffen zwischen Panthern und Wild Wings geliefert. Die Einheimischen hatten deutlich mehr Puck-Besitz und kamen auch folgerichtig zu guten Gelegenheiten. Doch entweder reagierte Goalie Joacim Eriksson erneut famos oder er hatte auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite – wie in der fünften Minute, als ihm ein Marshall-Schuss durch die Schoner glitt, aber die Scheibe kurz vor dem Überqueren der Torlinie noch von Emil Kristensen weggeschlagen wurde.

ERCI-Goalie Michael Garteig lässt sich nicht bezwingen

Die Gäste lauerten erwartungsgemäß auf schnelle Umschalt-Situationen, um damit den Kasten von Panther-Schlussmann Michael Garteig zu gefährden. Und das gelang ihnen durchaus. Hatten sie im ersten Match innerhalb von 60 Minuten ganze zwölf Schüsse auf den Kanadier abgefeuert, wies die Bilanz die gleiche Anzahl diesmal bereits nach dem ersten Drittel auf. Das Positive aus Ingolstädter Sicht: Garteig ließ sich nicht bezwingen!

Dass Glück und Pech auch im Eishockey oftmals nur wenige Zentimeter voneinander trennen, zeigte sich im zweiten Abschnitt. Während die Wild Wings erst durch Travis Turnbull das Lattenkreuz (25.) und dann durch Johannes Huß‘ abgefälschten Schuss (37.) nur den Pfosten trafen, machten es die Panther nahezu im Gegenzug nach Letzterem besser: In „Schwenninger Manier“ (schnelles Umschalten nach einem Puckgewinn) traf Topscorer Wayne Simpson zum 2:0 (38.). Erneut hatte somit die neue ERCI-Paradereihe zugeschlagen und dafür gesorgt, dass eine vorangegangene 116-sekündige „Zwei-Mann-Horror-Überzahl“ (32./Ingolstadt brachte in dieser Phase keinen einzigen gefährlichen Abschluss zustande) quasi folgenlos blieb.

Auch Schwenningen kann eine doppelte Überzahl nicht nutzen

Da jedoch auch die Gäste im Schlussdrittel ein 1.41-minütige doppelte Überzahl trotz bester Chancen nicht nutzen konnten (49.) und die Panther ihrerseits doch noch eines ihrer Powerplays durch Verteidiger Morgan Ellis mit dem Treffer zum 3:0 abschlossen (53.), war die Revanche für die Pleite in der ersten Partie geglückt. Daran änderte auch Tyson Spinks Anschlusstor (56.), ebenfalls in Überzahl, nichts mehr.

„Wir haben sehr gut begonnen, uns danach aber etwas dem Gegner angepasst. Insgesamt war es aber dennoch ein verdienter Sieg“, resümierte Ingolstadts Torschütze Tim Wohlgemuth. Sein Chef-Trainer Doug Shedden lobte indes die Einsatzbereitschaft seiner Truppe. „Wir haben diesmal sehr viele Schüsse geblockt. Auch unser Unterzahlspiel war sehr ordentlich, wobei Torhüter Michael Garteig hier der entscheidende Schlüssel war“, so Shedden.

ERC Ingolstadt: Garteig – Marshall, Wagner; Ellis, Bodie; Jobke, Quaas, Schütz – Simpson, Pietta, Wohlgemuth; Kuffner, Feser, Höfflin; Palmu, Aubry, DeFazio; Elsner, Soramies, Detsch. – Tore: 1:0 Wohlgemuth (17.), 2:0 Simpson (38.), 3:0 Ellis (53./PP), 3:1 Tyson Spink (56./PP).

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