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ERC Ingolstadt
07.09.2016

Ende der Europa-Tour

Ausgerutscht: Panther-Stürmer John Laliberte (am Boden) konnte sich gegen das finnische Abwehr-Bollwerk kaum einmal in Szene setzen. Am Ende unterlag der ERC Ingolstadt gestern Abend Lukko Rauma deutlich mit 1:6.
Foto: Xaver Habermeier

Panther unterliegen dem finnischen Spitzenteam Lukko Rauma mit 1:6 und scheiden damit vorzeitig aus der CHL aus

Als gut, aber nicht gut genug im europäischen Vergleich erwies sich der ERC Ingolstadt am gestrigen Abend. In einem kurzweiligen Match setzte es gegen Lukko Rauma eine letztlich zu hoch ausgefallene 1:6 (0:1, 1:1, 0:4)-Niederlage. Damit sind die Schanzer aus der Champions-Hockey-League (CHL) ausgeschieden.

Gegen favorisierte Finnen waren die Panther zum Siegen verdammt, wenn es mit der „Mission K.o.-Phase“ noch etwas werden sollte. Dementsprechend konzentriert gingen die Mannen von Tommy Samuelsson anfangs auch zu Werke. Mit Passsicherheit und Engagement erspielten sich die Panther, die ohne Marc Schmidpeter (siehe eigene Meldung) und den überzähligen Simon Schütz antraten, eine Feldüberlegenheit. Doch fanden weder Petr Pohl per Direktschuss in Powerplay (14.) noch Thomas Greilinger nach kapitalem Fehlpass der Finnen (20.) einen Weg vorbei an der ansonsten eng gestaffelten Lukko-Abwehr. „Wir haben anfangs viele Akzente gesetzt“, meinte Samuelsson, „nur musst du auf diesem Level deine Chancen eben nutzen.“

Anders Rauma: Mit nordmännischer Eiseskälte nutzten die Skandinavier die erste Unachtsamkeit des ERCI. Petr Taticek brachte die Scheibe in Unterzahl nicht aus dem Drittel – Raumas Lauri Tukonen bedankte sich und netzte den ersten Schuss der Gäste staubtrocken ins Kreuzeck zum 0:1 ein (9.).

Dem Ingolstädter Engagement tat der frühe Rückstand keinen Abbruch. Die Panther zeigten sich weiterhin bemüht, nur vorne eben angesichts einer nah am Mann stehenden Gästemannschaft wirkungslos. Etliche Halbchancen der Hausherren stellten Lukkos Keeper Antti Karjalainen kaum vor Probleme. Seine Vordermannen tauchten indes öfter als noch zuvor vor dem Kasten von Timo Pielmeier auf – auch hier bis zur 28. Minute vorerst ohne Effektivität. In dieser fälschte Sami Lahteenmaki einen Schlenzer von Steven Seigo erfolgreich ab – 0:2.

Dem Glück des Tüchtigen war es dann zu verdanken, dass der ERCI weiterhin in der Partie blieb. Mit viel Fortune hielten die Panther die Scheibe während eines Powerplays im gegnerischen Drittel. John Laliberte bediente Greilinger, der über Karjalainens Fanghand zum 1:2-Anschluss einnetzte (35.).

Ingolstadt nun kämpferisch – Rauma traf. Gerade einmal 16 Sekunden nach Wiederbeginn im letzten Abschnitt wurstelte Ville Vahalahti die Scheibe über die Linie, nachdem Pielmeier zuvor einen harmlosen Rückhandversuch von der Seite nach vorne hatte abprallen lassen. Den endgültigen Todesstoß versetzten die deutlich laufstärkeren Finnen den Panthern sieben Minuten später: Brian Salcido versprang der Puck bei einer Powerplay-Gelegenheit. Rauma konterte und erhöhte in Person von Aaron Gagnon auf 1:4. Der Widerstand des ERCI war gebrochen, das Aus in der europäischen Eliteklasse besiegelt. „Wir haben für ein paar Minuten den Faden verloren und dafür die Quittung bekommen“, resümierte Panther-Stürmer Martin Buchwieser.

Janne Niskala (55.) und Ilmari Pitkanen (57.) schraubten den Spielstand noch auf ein nicht wirklich repräsentatives 1:6-Endergebnis nach oben. Das Rückspiel in Finnland (Samstag, 18 Uhr) ist somit bedeutungslos. Samuelsson zeigte sich dennoch motiviert: „Gerade nach diesem letzten Drittel habe ich Lust auf Samstag.“

ERC Ingolstadt: Ti. Pielmeier – Wagner, Köppchen; McNeill, Kohl; Friesen, Salcido; Schopper – Irmen, Th. Pielmeier, Elsner; Laliberte, Buck, Taticek; Jacques, Boyce, Pohl; Oppenheimer, Buchwieser, Greilinger; Kiefersauer – Tore: 0:1 Tukonen (9./PP), 0:2 Lahteenmaki (28.), 1:2 Greilinger (35./PP), 1:3 Vahalahti (41.), 1:4 Gagnon (47./UZ), 1:5 Niskala (52.), 1:6 Pitkanen (57.) – Zuschauer: 1804

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