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ERC Ingolstadt
28.12.2015

Panther verlieren an Boden

Ausgerutscht: Tomas Kubalik, hier im Heimspiel gegen die Niedersachsen, musste sich mit dem ERC Ingolstadt gestern Abend in Wolfsburg mit 1:4 geschlagen geben.
Foto: Xaver Habermeier

ERC Ingolstadt kassiert bei den Grizzlys Wolfsburg eine 1:4-Niederlage und befindet sich nun wieder vier Punkte hinter den Play-off-Rängen. Bei besserer Chancenverwertung wäre für die Gäste mehr drin gewesen

Partien gegen die Grizzlys Wolfsburg werden im Vereinsleben des ERC Ingolstadt weiterhin nicht zu den Highlights der Saison gehören. Schon zweimal zog die Mannschaft von Trainer Kurt Kleinendorst in dieser Saison gegen die Niedersachsen, mit deren aggressiv-defensiver Kontertaktik die Panther notorische Probleme haben, den Kürzeren (2:6 und 5:6 nach Penaltyschießen). Am gestrigen Abend kam die dritte Saisonniederlage gegen die Grizzlys hinzu. Mit 1:4 (0:1, 0:2, 1:1) geriet der amtierende Vizemeister bei den VW-Städtern trotz weitestgehend ausgeglichener Partie unter die Räder und verliert damit nach zuletzt deutlich sichtbarem Aufschwung wieder wichtigen Boden auf die Play-off-Plätze (vier Punkte auf Augsburg).

Dabei kamen die Panther, die ohne den lädierten Petr Taticek (Hüftverletzung) sowie die beiden Jungverteidiger Fabio Wagner (zuletzt angeschlagen) und Stephan Kronthaler, dafür aber wieder mit Kapitän Patrick Köppchen antraten, vor 3017 Zuschauern in der Wolfsburger Eisarena zunächst besser aus der Kabine. Alex Barta (2.), Danny Irmen (4.) und Thomas Greilinger (5.) scheiterten in der Anfangsphase aber geschlossen an Grizzly-Goalie Felix Brückmann.

Von den Gastgebern, die getreu ihrem Motto „Defensive zuerst“ agierten, war offensiv lange nichts Handfestes zu sehen. Erst in der achten Minute brachte Ex-Meisterpanther Tim Hambly die Scheibe zum ersten Mal gefährlich vor den von ERCI-Torhüter Timo Pielmeier gehüteten Kasten. So kam es, dass der erste Treffer des Abends etwas überraschend und keineswegs nach drückender Überlegenheit auf der Heimseite fiel – und das in typischer Wolfsburger Manier: Nach einem klugen Pass von Tyson Mulock war der 20-jährige Fabio Pfohl frei durch und schob Pielmeier die Scheibe zum 0:1 aus Panther-Sicht am Schoner vorbei.

Die Gäste aus der Schanz hätten diesen Makel auf der Anzeigetafel noch vor der Drittelsirene ausmerzen können. Weil Brückmann einen Schuss von John Laliberte aber gerade noch mit der Fanghand erwischte (18.), Jared Ross einen Drei-auf-Eins-Konter vertändelte (18.) und Irmen alleine vor dem Wolfsburger Tor vergab (20.), blieb es beim knappen Rückstand.

Beide Teams standen sich nun auf Augenhöhe gegenüber, neutralisierten sich mit zwei sicher stehenden Defensivreihen weitgehend. Der nächste Treffer gelang jedoch erneut den Grizzlys. Abermals war es Pfohl, der alleine vor Pielmeier auftauchte und den Keeper zum 2:0 überwand (28.).

Für die Panther lief nun so gut wie alles außerplanmäßig, obwohl sie auf dem Eis keineswegs die schlechtere Mannschaft waren. Robbie Bina fälschte einen Schuss von Tyson Mulock durch die Beine von Pielmeier ab (30.), kurz vor der zweiten Pause durfte Laliberte vorzeitig zum Duschen, weil er Mark Voakes zu hart gegen die Bande checkte (39.).

In der daraus resultierenden, fünfminütigen Überzahl wurde dann jedwede Ingolstädter Siegeshoffnung im Keim erstickt, weil Wolfsburg sich wieder als effizienteres Team erwies. Tim Wallace schraubte den Spielstand per Schuss von der blauen Linie auf 4:0 nach oben (42.). Gelegenheiten, trotz eigentlich aussichtslosen Rückstands noch einmal heranzukommen, hatten die Panther zu Genüge: Dustin Friesen (47.), Tomas Kubalik (48.) und Brian Salcido, der einmal den Pfosten traf (56.) und kurz darauf Brückmann zu einer starken Reaktion zwang (57.), scheiterten jedoch. Einzig Greilinger betrieb kurz vor Ende in Überzahl Ergebniskosmetik und traf zum nichtigen 1:4 (58.).

ERC Ingolstadt: Ti. Pielmeier – Kohl, McNeill; Friesen, Salcido; Köppchen, Schopper – Irmen, Buck; Laliberte; Greilinger, A. Barta, McMillan; Kubalik, Ross, Lebler; Davidek, B. Barta, Th. Pielmeier; Elsner – Tore: 1:0 Pfohl (17./PP), 2:0 Pfohl (28.), 3:0 Mulock (30./PP), 4:0 Wallace (42./PP), 4:1 Greilinger (PP) – Zuschauer: 3017

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