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ERC Ingolstadt
27.10.2019

Panther zeigen ihr Auswärtsgesicht

Auswärts eine Macht: Jerry D’Amigo gewann mit dem ERC Ingolstadt in Krefeld mit 2:1.

 ERC Ingolstadt feiert mit einem 2:1 bei den Krefeld Pinguinen den fünften Sieg im sechsten Spiel auf fremdem Eis. Doch die Heimschwäche verhindert einen besseren Tabellenplatz. Mirko Höfflin sucht nach einer Erklärung.

So richtig schlau wird man aus dem ERC Ingolstadt in dieser Saison weiterhin nicht. Während die Panther Woche für Woche die eigenen Anhänger in der Saturn Arena enttäuschen, zählen die sie auswärts zu den stärksten Mannschaften der Liga.

Begleitet von einem Pfeifkonzert waren die ERC-Spieler am Freitagabend nach dem 1:4 gegen die Eisbären Berlin nach der siebten Niederlage im neunten Heimspiel in die Kabine geschlichen. „Langsam wird es persönlich. Wo ist die Intensität?“, schimpfte Trainer Doug Shedden nach der neuerlichen Pleite. „Es ist einfacher, einen Trainer zu entlassen als 20 Spieler. Wenn die Jungs einen Wechsel wollen, müssen sie so weitermachen. Dann bekommen sie ihn.“ Deftige Worte, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Gestern legten die Spieler ihr Auswärtsgesicht auf, gewannen in Krefeld mit 2:1 und feierten den fünften Erfolg im sechsten Auswärtsspiel. Die Pinguine kamen dabei freilich zur richtigen Zeit, stellen sie doch das einzige Team der Liga, das auf heimischem Eis noch erfolgloser agiert als die Panther.

Shedden krempelt sein Team um

Nach der schmerzhaften Heimniederlage gegen Berlin krempelte Shedden sein Team ordentlich um. Er stellte die Reihen zum Teil neu zusammen, wechselte den Torhüter (Jochen Reimer statt Timo Pielmeier) und schickte mit Darin Olver und David Elsner zwei Spieler auf die Tribüne. Für sie begannen Hans Detsch und Petr Taticek.

Entscheidend für den Sieg des ERC sollten sich die Special Teams erweisen. 14 Minuten durften die Krefelder mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren, ein Tor gelang ihnen in dieser Zeit nicht. „Ingolstadt hat in diesen Phasen härter gearbeitet“, befand Krefelds Torsten Ankert. Die Gäste verhinderten in Unterzahl nicht nur einen Gegentreffer, sondern schlugen selbst zu. Nach einem schnellen Gegenzug bediente Brett Olson Mike Collins, der gegen seinen Ex-Klub zum 0:1 vollendete (11.). Selbst durften die Panther dreimal in Überzahl agieren und nutzten eine davon zum 0:2, als Kris Foucault die Scheibe schnörkellos in den Winkel beförderte (28.). Während das Krefelder Publikum lautstark „Aufhören“ skandierte, kamen die Pinguine aus dem Nichts zum Anschlusstreffer (40.). Philip Riefers zog von der blauen Linie ab, Jacob Lagacè behinderte Reimer, der seinen Torraum verlassen hatte, entscheidend und der Puck lag fünf Sekunden vor Drittel-ende im Netz – 1:2.

Panther verpassen frühzeitige Entscheidung

Die Panther, die bereits in den ersten beiden Drittel das dominierende Team waren, verpassten im Schlussabschnitt mehrfach die Entscheidung. Brandon Mashinter (22.), Mirko Höfflin mit einem Schuss durch die Beine (24.), Petr Taticek (24.), Jerry D’Amigo (27.) und Colin Smith (35.) ließen Möglichkeiten liegen, weswegen die Ingolstädter bis zum Schluss zittern mussten. Doch Reimer hielt mit einer Parade gegen Grant Besse die drei Punkte fest (58.).

Die Frage nach den Gründen für die Unterschiede zwischen Heim- und Gastauftritten bekam später Mirko Höfflin gestellt. Eine Antwort fiel dem Angreifer nicht leicht. „Vielleicht setzen wir uns daheim zu sehr unter Druck und sind auswärts freier im Kopf“, meinte er. Den ERC-Fans einen Heimsieg schenken kann die Mannschaft am kommenden Freitag (19.30 Uhr). Es wäre für die Anhänger ein besonders schöner, da das Derby gegen die Augsburger Panther ansteht. (sb)

ERC Ingolstadt Reimer – Wagner, Koistinen; Edwards, Sullivan; Friesen; Jobke; Schütz – Simpson, Olson, Collins; Foucault, Bailey, Mashinter; Smith, Höfflin, D’Amigo; Detsch, Taticek, Wohlgemuth – Tore 0:1 Collins (11./SH), 0:2 Foucault (28./PP), 1:2 Riefers (40.). – Zuschauer 4489.

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