ERC Ingolstadt

12.09.2018

Hart und intensiv

Scheint bei Panther-Headcoach Doug Shedden keinen leichten Stand zu haben: Angreifer Petr Taticek, der bei der Übungseinheit am Dienstag angeschlagen fehlte.
Bild: Johannes Traub

Panther-Coach Doug Shedden verordnet seinem Team am Dienstag eine schweißtreibende Trainingseinheit. Während Sopanen wieder dabei ist, fehlt ein anderer

Trainingseinheiten am Dienstag sind im Eishockey-Geschäft naturgemäß die intensivsten. In der Regel kehren die Profis nach einem freien Tag zurück auf das Eis beziehungsweise bleibt bis zur nächsten Partie am Freitag genügend Zeit, sich von den Strapazen zu erholen. Diesbezüglich bildete der gestrige Dienstag auch dem ERC Ingolstadt keine Ausnahme. Dass das 75-minütige Programm, das Headcoach Doug Shedden zusammengestellt hatte, diesmal sogar noch etwas (lauf-)intensiver als gewöhnlich ausfiel, dürfte in erster Linie freilich am enttäuschenden Auftritt seines Teams beim Testspiel am Sonntag in Kaufbeuren (3:2 nach Penaltyschießen/wir berichteten) gelegen hatten. Bereits unmittelbar nach dieser Partie hatte Shedden im NR-Interview einen „Weckruf“ im Dienstags-Training angekündigt.

„Aufgrund der Tatsache, dass heute auch noch vier Spieler gefehlt haben, die allesamt bei der Stars & Skills-Competition in Mannheim den Verein vertreten (Jochen Reimer, Fabio Wagner, Sean Sullivan und Mike Collins; Anm. d. Red.), war eine gezielte Vorbereitung für das DEL-Auftaktmatch am Freitag in Straubing ohnehin nicht möglich. Daher lag der Fokus vermehrt auf dem konditionellen Aspekt“, erklärt Shedden. Dass der 57-jährige Kanadier dabei seine Übungen der derzeit langen Mängelliste aus den vergangenen Vorbereitungspartien anpasste, war indes offensichtlich. Ob im Duell „Eins-gegen-Eins“, „Zwei-gegen-Zwei“, „Drei -gegen-Drei“ oder „Zwei-gegen-Eins“: In den Bereichen Kampf, Härte und Torabschluss ließ Shedden seine Akteure bis an deren Grenze gehen – und sogar darüber! „Ich habe ja bereits gesagt, dass wir bereit sein müssen, hart auf dem Eis zu arbeiten, um Tore zu erzielen. Genau darauf haben wir heute unser Hauptaugenmerk gelegt“, berichtet der Panther-Dompteur, der zahlreiche Drills in aller Ruhe beobachtete, während sein Assistent Tim Regan die Anweisungen gab.

Wieder mit dabei nach seiner knapp zweiwöchigen Zwangspause war auch Neuzugang Vili Sopanen, den zuletzt muskuläre Probleme lahmgelegt hatten. Der 30-jährige Finne brachte mit seiner Körpergröße von 1,91 Meter auch gleich die von ihm erhoffte und erwartete physische Komponente ins Spiel. Leidtragender war dabei unter anderem „Panther-Zwerg“ Tyler Kelleher, der bei einer „Drei-gegen-Drei-Übung“ von Sopanen kurzerhand mit einer Hand vom Eis gehoben und wie ein Maikäfer auf den Rücken befördert wurde. Nach einem kurzen „Techtelmechtel“ der beiden war die Sache aber schon wieder vergessen.

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Mit der Rolle des Zuschauers musste sich gestern hingegen der angeschlagene Petr Taticek begnügen. Auf die Frage, was dem deutsch-tschechischen Angreifer fehle, antwortete Shedden mit einem sichtlich genervten Gesichtsausdruck: „Ich habe keine Ahnung. Fragen Sie ihn am besten selbst.“ Eine Aussage, die zweifelsohne tief blicken lässt.

Video vom Training Einen rund zweiminütigen Video-Mitschnitt vom (Lauf-)Training der Panther am Dienstag gibt es auf der Facebook-Seite der Neuburger Rundschau.

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