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ERC Ingolstadt

10.01.2020

Ingolstädter Schützenfest in Niedersachen

Torschützen unter sich: Verteidiger Maury Edwards (links) und Ex-Grizzly Kris Foucault (rechts) steuerten jeweils einen Treffer zum 7:1-Erfolg des ERC Ingolstadt in Wolfsburg bei.
Bild: Michael Ruffler

Panther kommen am Freitagabend in Wolfsburg zu einem 7:1-Erfolg. Ausgerechnet ein ehemaliger Grizzly spielt dabei frühzeitig den „Dosenöffner“. Am Sonntag geht es gegen die Düsseldorfer EG

Ein nahezu perfektes Auswärtsspiel lieferte der ERC Ingolstadt am Freitagabend bei den Grizzlys Wolfsburg ab. Nach einer insgesamt bärenstarken Leistung behielt das Team von Headcoach Doug Shedden verdient mit 7:1 (2:0, 4:1, 1:0) die Oberhand. Am Sonntag (14 Uhr) empfangen die Panther die Düsseldorfer EG in der Saturn-Arena.

Dabei erwischten die Gäste aus Oberbayern, bei denen Verteidiger Simon Schütz und Angreifer Mike Collins (nach 255 Partien hintereinander musste der US-Amerikaner zum ersten Mal in seiner DEL-Karriere in einer Begegnung pausieren) krankheitsbedingt passen mussten, gleich einen Auftakt nach Maß. Gleich mit dem ersten Powerplay gingen sie in Führung. Grizzlys-Stürmer Anthony Rech saß gerade einmal 27 Sekunden auf der Strafbank, eher er schon wieder auf’s Eis zurückdurfte. Der Grund: Ausgerechnet der Ex-Wolfsburger Kris Foucault hatte die Schanzer mit einem platzierten Schuss ins „lange Eck“ in Führung gebracht (3.).

Matt Bailey trifft zum 2:0

Die Einheimischen wirkten von diesem frühen Rückstand regelrecht geschockt und mussten bereits zweieinhalb Minuten später den zweiten Nackenschlag hinnehmen. Die Aktion hinter dem eigenen Kasten schien bereits bereinigt, als Brett Olson seinen Schläger zwischen zwei Wolfsburger brachte und den Puck mit einem kurzen Kontakt in Richtung Matt Bailey beförderte. Der 28-jährige Kanadier stand unbedrängt vor Grizzlys-Schlussmann Felix Brückmann und ließ diesem mit einer tollen Bewegung keine Abwehrchance (6.).

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Von der Cortina-Truppe kam auch in der Folgezeit wenig bis gar nichts. Ingolstadt verteidigte geschickt und ließ – wenn überhaupt – gegnerische Abschlüsse lediglich aus ungefährlichen Positionen zu. So hatte Panther-Torhüter Jochen Reimer auch überhaupt kein Problem, den ersten Abschnitt ohne Gegentreffer zu überstehen. Wesentlichmehr Arbeit hatte dagegen sein Gegenüber. Hätte Brückmann in der 13. Minute nicht erstklassig pariert, als Brett Olson in eigener Unterzahl (Fabio Wagner saß auf der Sünderbank) alleine auf ihn zugelaufen kam, wäre diese Begegnung möglicherweise schon zu diesem Zeitpunkt entschieden gewesen.

Panther holen das "Versäumte" nach

Das „Versäumte“ holten die Panther allerdings im Mittelabschnitt nach – und das gleich vierfach! Zunächst stellte abermals Bailey nach einem feinen Zuspiel von Jerry D’Amigo auf 3:0, ehe der „große Auftritt“ von David Elsner folgte. Mit einem platzierten Schuss genau in den linken oberen Torwinkel (28.) erzielte der Angreifer nicht nur seinen mittlerweile zehnten Saisontreffer. Es war zugleich das achte Match in Serie, indem Elsner, der in der Freitagsausgabe der Neuburger Rundschau ein bemerkenswert offenes und ehrliches Interview gegeben hatte, mindestens ein Zähler (Tor oder Assist) gelang.

Torhunger des ERC Ingolstadt noch nicht gestillt

Damit war der Torhunger des ERCI jedoch noch längst nicht gestillt. Während die Hausherren weiterhin nur hinterherliefen, hatten die Gäste Lust auf mehr. Top-Verteidiger Maury Edwards hämmerte die Scheibe in Überzahl zum 5:0 in die Maschen (33.). Schließlich machte Brett Findlay nach einem weiteren haarsträubenden Fehler der Wolfsburger das halbe Dutzend voll (35.). Kurz darauf war dann auch Jochen Reimer geschlagen, als Marius Möchel mit einem Handgelenkschuss zumindest das Ehrentor für die Cortina-Truppe (36.) erzielte. Den Schlusspunkt in diesem einseitigen Match setzte aber der hochverdiente Sieger aus Ingolstadt: Neun Sekunden vor dem Ende schnürte Elsner mit einem weiteren „Hammer“ seinen Doppelpack (60.). (nr)

ERC Ingolstadt: Reimer – Jobke, Edwards; Wagner, Koistinen; Sullivan, Friesen – Wohlgemuth, Höfflin, Elsner; Foucault, Findlay, Simpson; Bailey, Olson, D’Amigo; Mashinter, Olver, Detsch. – Tore: 0:1 Foucault (3./PP), 0:2 Bailey (6.), 0:3 Bailey (24.), 0:4 Elsner (28.), 0:5 Edwards (33./PP), 0:6 Findlay (35.), 1:6 Möchel (36.), 1:7 Elsner (60.). – Zuschauer: 2743.

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