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ERC Ingolstadt

15.02.2015

Kampfstarke Panther

Harte Partie: Beim 5:3-Sieg des ERC Ingolstadt gegen die Kölner Hai ging es kräftig zur Sache. Hier attackiert Kölns Routinier Mirko Lüdemann (links) Patrick Hager.
Bild: Xaver Habermeier

Eishockey ERC Ingolstadt gewinnt nach 0:2-Rückstand noch mit 5:3 gegen die Kölner Haie. Vier Treffer erzielen sie dabei in dreieinhalb Minuten. Warum Jeffrey Szwez auch ohne Tor nach einer Boxeinlage der Mann des Tages ist

Ingolstadt Tore satt, Play-off-Stimmung, Checks und Boxeinlagen. Das Spiel zwischen dem ERC Ingolstadt und den Kölner Haien bot Vieles, was das Eishockey-Herz begehrt. Oder, um es kurz in den Worten von Larry Huras auszudrücken, „es war ein lustiges Spiel für die Zuschauer“. Lustig für den Panther-Trainer war es auch deshalb, weil sich sein Team nach einem 0:2-Rückstand zurück kämpfte und die Partie noch mit 5:3 gewann.

Das Spiel der letztjährigen DEL-Finalisten bot mehrere Höhepunkte, die den Fans noch länger in Erinnerung bleiben werden. Vier Tore etwa schoss der ERC Ingolstadt zwischen der 27. und 31. Minute, machte somit im Handumdrehen aus einem 0:2 ein 4:2. „Das erste Tor war dabei sehr wichtig für uns“, sagte Huras, „dann machte es nur noch bumm, bumm, bumm“. Nach dem 1:2 durch John Laliberte (27.), der nach eigenem Pfostentreffer energisch nachsetzte und von Derek Hahn bedient wurde, markierte Brandon Buck den Ausgleich (28.).

Kölns Trainer Niklas Sundblad nahm direkt eine Auszeit und hätte sich wohl gewünscht, seine Spieler länger bei sich zu versammeln. Denn es ging Schlag auf Schlag weiter. Nach einem Doppelpass mit Jean-Francois Bocher traf Christoph Gawlik mit seinem 100. DEL-Tor zum 3:2 (29.). „Die Freude ist schon groß, nun im dreistelligen Bereich zu sein“, sagte Gawlik und betonte den Charakter der Mannschaft. „Wenn wir ins Rollen kommen, dann richtig.“

Köln hatte sich noch nicht vom Rückstand erholt, da stand es auch schon 4:2 für die Panther. Brandon Buck bediente Petr Taticek, der behielt die Ruhe und traf (31.). In der „Schweizer Reihe“ spielte als dritter Stürmer Neuzugang Brendan Brooks, der ein ordentliches Debüt gab und gerade wegen seiner Schnelligkeit eine Verstärkung werden könnte.

Vor diesen fulminanten dreieinhalb Minuten war der ERC Ingolstadt durch Tore von Ryan Jones (18.) und James Johnson (24.) in Rückstand geraten. Gerade der zweite Treffer kam aus ERC-Sicht äußerst unglücklich zustande. Aaron Brocklehurst wollte den Puck über die Bande aus dem eigenen Drittel befördern. Von dort prallte er, alle physikalischen Gesetzmäßigkeiten missachtend, ab und landete vor den Füßen Johnsons, der dann Timo Pielmeier keine Chance ließ.

Auch nach der Wende zum 4:2 bot die Partie Unterhaltung pur. Zunächst brachte Jean-Francois Boucher in einer Boxeinlage John Tripp zu Boden, ehe es zum „Hauptkampf“ des Abends kam. Es ging ein kräftiges Raunen durch die Arena, als Jeffrey Szwez und Kölns Koloss Douglas Murray die Handschuhe fallen ließen und sich zum Kampf baten. Auslöser war eine Aktion des Schweden gegen Jared Ross gewesen. „Dann hat er mich gefragt, ob ich bereit bin“, erzählte Szwez später. „Es gehört zum Spiel einfach dazu.“ Die Fans dankten es und feierten den klaren Punktsieger Szwez mit Sprechchören. „Der Kampf war schön für mich, aber nicht für ihn“, sagte Szwez schmunzelnd.

Nachdem auch noch noch Benedikt Kohl in einen Schlagabtausch verwickelt war, wurde wieder Eishockey gespielt. Petr Taticek erhöhte in Überzahl auf 5:2 für den ERC (40.). Im Schlussabschnitt warf Köln, das durch die Niederlage auf Platz elf abgerutscht ist, noch einmal alles nach vorne. Mehr als zum 3:5-Anschlusstreffer durch Michael Iggulden (48.) reichte es für die Haie aber nicht mehr.

ERC Ingolstadt: Pielmeier – Kohl, Périard; Friesen, Schopper; Köppchen, Picard; Brocklehurst – Laliberte, Hahn, Greilinger; Taticek, Buck, Brooks; Hager, Ross, Szwez; Gawlik, Barta, Boucher – Zuschauer: 3815 – Strafminuten: 22+10 – 20+10 – Tore: 0:1 Jones (18., PP), 0:2 Johnson (24), 1:2 Laliberte (27.), 2:2 Buck (28.), 3:2 Gawlik (29.), 4:2 Taticek (31.), 5:2 Taticek (40.), 5:3 Iggulden (48.)

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