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ERC Ingolstadt

17.11.2017

Mehr Biss auf neuer Position?

Von der Center- auf die Außenstürmer-Position: Brandon Buck darf heute Abend gegen Berlin gemeinsam mit Darin Olver und John Laliberte ran.
Bild: Xaver Habermeier

Die Panther bestreiten in den kommenden 17 Tagen sieben Partien. Am Freitag steht zunächst das Auswärtsmatch bei den Eisbären Berlin an. Eine Änderung im Angriff soll dabei für frischen Wind sorgen

Über mangelnde Arbeit können sich die Profis des ERC Ingolstadt nach der zurückliegenden Deutschland-Cup-Pause wahrlich nicht beklagen. In den kommenden 17 Tagen stehen nicht weniger als sieben Begegnungen in der Deutschen Eishockey-Liga auf dem Terminplan. Ein Zeitraum, in dem für die Panther zweifelsohne einiges auf dem Spiel steht. Nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge rutschten sie auf Tabellenplatz zehn ab. Die Konsequenz aus dieser sportlichen Talfahrt war die Trennung von Cheftrainer Tommy Samuelsson. Mit weiteren Pleiten in Serie würde der ERCI wohl schon frühzeitig die Tuchfühlung zu den „Top-Sechs-Platzierungen“ (dem erklärten Ziel vor Saisonbeginn) verlieren. Sollte es jedoch gelingen, den Bock endlich umzustoßen, wäre man dagegen in Sachen direkte Play-off-Qualifikation wieder voll im Geschäft.

„Wenn man das nun anstehende dichte Programm betrachtet, dann waren die vergangenen sechs Tage, an denen wir konzentriert arbeiten und uns vorbereiten konnten, extrem wichtig“, berichtet der momentan in Doppelfunktion arbeitende Larry Mitchell. Zum einen muss der 50-jährige Deutsch-Kanadier einen geeigneten Samuelsson-Nachfolger suchen und finden. Zum anderen bereitete er als Interimscoach das Team in den zurückliegenden Tagen gemeinsam mit Assistenztrainer Clayton Beddoes und Torwart-Coach Fabian Dahlem auf die kurzfristig anstehenden Aufgaben – beginnend mit der heutigen Auswärtspartie bei den Eisbären Berlin (19.30 Uhr) – vor und wird dementsprechend, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist, auch hinter der Bande stehen.

„Ich denke, dass das Match in Berlin für jeden Trainer eine einfache Aufgabe ist. Die Mannschaft weiß, dass sie nach der Trennung von Tommy Samuelsson in der Pflicht steht und eine Reaktion zeigen muss“, so Mitchell, der – wie schon in der Mittwochs-Ausgabe der Neuburger Rundschau – erneut betont, von einschneidenden Änderungen in Sachen Spielsystem Abstand zu nehmen. „Vieles von dem, was Tommy den Jungs vermittelt hat, war gut und hat funktioniert. Von dem her wäre ich ja verrückt, wen ich in dieser kurzen Zeit sowie mit etlichen Spielen vor der Brust alles über den Haufen werden würde“, erklärt der Panther-Sportchef. Vielmehr habe man sich in den Übungseinheiten „auf einige Details sowie das Powerplay“ konzentriert.

Mehr Durchschlagskraft der zuletzt doch arg schwächelnden Offensive ( Ingolstadt erzielte im bisherigen Saisonverlauf die drittwenigsten Treffer in der DEL) erhofft sich Mitchell indes unter anderem durch eine Umstellung der Sturmreihen. Besonders interessant: Brandon Buck, der eigentlich auf der Center-Position beheimatet ist, soll sich an der Seite von Mittelstürmer Darin Olver und Kapitän John Laliberte auf der Außenbahn versuchen. „Ich bin der Meinung, dass das sehr gut funktionieren könnte. Vorausgesetzt, Bucky bekommt die richtigen Zuspiele, kann er mit seiner Geschwindigkeit Situationen und Chancen kreieren“, glaubt Mitchell. Für den kanadischen Angreifer selbst ist der Wechsel von der Center- auf die Außenstürmer-Position „schon eine ziemliche Umstellung. Zuletzt habe ich das vor etlichen Jahren in Nordamerika beziehungsweise 2016 im Team Canada beim Deutschland-Cup in Augsburg gespielt“. Dass Mitchell nun diesen Versuch unternimmt, um frischen Wind in die Abteilung Attacke zu bringen, ist für Buck indes absolut legitim: „Nachdem es zuletzt nicht wirklich gut lief, war es an der Zeit, etwas zu verändern. Wenn es klappt und ich der Mannschaft damit helfen kann, habe ich damit absolut kein Problem. Für uns geht es einzig und alleine darum, endlich die Negativspirale zu durchbrechen.“

Auch wenn der 29-Jährige nach seiner Verletzungspause noch nicht wieder bei 100 Prozent ist, zeigt er sich vor dem heutigen Duell mit den Eisbären Berlin zuversichtlich – zumal auch die zuletzt ebenfalls pausierenden Petr Taticek und Patrick McNeill wieder in den Panther-Kader zurückkehren. „Wir werden und müssen uns definitiv anders präsentieren als zuletzt. Ab sofort gelten keine Ausreden mehr“, so Buck. An diesen Worten werden sich der Torjäger und seine Teamkollegen in den nächsten Tagen und Wochen messen lassen müssen.

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