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ERC Ingolstadt

13.09.2019

Mit Blitzstart zum Kantersieg und Rekord

Kamen am Freitagabend beim 10:4-Erfolg im ersten DEL-Saisonspiel bei den Schwenninger Wild Wings aus dem Jubeln überhaupt nicht mehr heraus: Die Profis des ERC Ingolstadt.
Bild: Imago Images/Eibner

Beim 10:4-Erfolg in Schwenningen trifft Neuzugang Hans Detsch bereits nach 15 Sekunden. Noch nie zuvor waren in einem ersten DEL-Saisonspiel 14 Tore gefallen. Am Sonntag Derby gegen Nürnberg

Was für ein Auftakt für den ERC Ingolstadt in die DEL-Saison 2019/2020: Die Panther kamen am Freitagabend bei den Schwenniger Wild Wings zu einem 10:4 (5:0, 3:3; 2:1)-Kantersieg. Ganz nebenbei war dies auch ein neuer DEL-Rekord, denn noch nie zuvor waren in einer Partie zum Saisonstart 14 Tore gefallen. Am Sonntag (19 Uhr) empfangen die Panther die Nürnberg Ice Tigers.

Seit 1992 ist Doug Shedden mittlerweile als Trainer tätig. Seinerzeit übernahm der Kanadier die Wichita Thunder in der sogenannten Central Hockey-League (CHL). In dieser Zeit hat Shedden zweifelsohne schon viel erlebt. Was der Panther-Coach jedoch am Freitagabend in Schwenningen zu sehen bekam, dürfte auch für ihn ein absolutes Novum gewesen sein. Im ersten Punktspiel der neuen Spielzeit zerlegte seine Mannschaft den heimischen Kontrahenten im ersten Durchgang in sämtliche Einzelteile! 5:0 hieß es nach 20 Minuten für den ERCI – ein Resultat, mit dem die Wild Wings, die in der Sommerpause ordentlich auf dem Transfermarkt zugeschlagen hatten (unter anderem holte man sich den Ex-Panther Patrick Cannone), sogar noch gut bedient waren.

Bereits nach 15 (!) Sekunden zappelte die Scheibe zum ersten Mal im Gehäuse von Schlussmann Dustin Strahlmeier. Neuzugang Hans Detsch hatte aus der Mitteldistanz abgezogen und die frühe Führung der Schanzer erzielt. Als dann auch noch David Elsner bei einer angezeigten Strafe für die Hausherren in der dritten Minute auf 2:0 erhöhte, war das Team von Cheftrainer Paul Thompson endgültig von der Rolle. Während Ingolstadts Goalie Timo Pielmeier, der seine 300. DEL-Partie absolvierte, nahezu beschäftigungslos blieb, hatte sein Gegenüber Strahlmeier weiterhin alle Hände voll zu tun, da er von seinen Vorderleuten immer wieder sträflich im Stich gelassen wurde. Die Panther genossen diese unerwarteten Freiheiten in vollen Zügen und schraubten das Resultat weiter nach oben. Colin Smith (10.), Mike Collins (15.) und Brandon Mashinter (16.) schossen eine schier unglaubliche Fünf-Tore-Führung heraus. Hätte Strahlmeier bei weiteren Gelegenheiten nicht mehrfach prima reagiert, wäre es aus Schwenninger Sicht sogar noch schlimmer gekommen. Nach Gegentreffer Nummer fünf skandierten die Heim-Fans die „Nicht-Leistung“ ihrer Mannschaft mit „Aufwachen“- und „Wir wollen euch kämpfen sehen“-Rufen.

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Auch im zweiten Abschnitt ging das muntere Scheibenschießen in der Helios-Arena weiter – wobei sich jetzt auch die Schwarzwälder daran beteiligten. Bei „Vier-gegen-Drei“ war zunächst der ehemalige Berliner Jamie MacQueen erfolgreich (22.), ehe nur drei Zeigerumdrehungen später Alexander Weiß sogar auf 2:5 stellte. Der winzige Hoffnungsschimmer der Einheimischen, dieser Begegnung möglicherweise noch eine Wendung zu geben, war aber nur 44 Sekunden später schon wieder dahin: Nach einem Schuss von Edwards an die Bande sprang der Puck zurück zu Wayne Simpson, der dem mittlerweile im Wild Wings-Kasten stehenden Ilya Sharipov keine Chance ließ (26.).

Der Torhunger der Panther war damit allerdings nicht lange nicht gestillt. Edwards in „doppelter Überzahl“ (30.), Tim Wohlgemuth (34.), Brett Olson (48.) und erneut Elsner (56./Überzahl) bei Gegentreffern von Matt Carey (35.) und abermals MacQueen (46.) schossen einen am Ende auch in dieser Höhe verdienten 10:4-Erfolg heraus. Wie ausgeglichen die Schanzer dabei am gestrigen Abend agierten, zeigte unter anderem die Tatsache, dass sich neun (!) verschiedene Akteure in die Torschützenliste eintragen konnten. Einziger Wermutstropfen: Verteidiger Colton Jobke musste in der 49. Minute mit einer Beinverletzung vorzeitig in die Kabine. (nr)

ERC Ingolstadt: Pielmeier – Sullivan, Edwards; Wagner, Friesen; Jobke, Schütz; Pruden – Mashinter, Wohlgemuth, Detsch; D’Amigo, Olver, Elsner; Bailey, Olson, Simpson; Collins, Smith, Foucault. – Tore: 0:1 Detsch (1.), 0:2 Elsner (3.), 0:3 Smith (10.), 0:4 Collins (15.), 0:5 Mashinter (16.), 1:5 MacQueen (22./4-3), 2:5 Weiß (25.), 2:6 Simpson (26.), 2:7 Edwards (30./5-3), 2:8 Wohlgemuth (34.), 3:8 Carey (35.), 4:8 MacQueen (46.), 4:9 Olson (48.), 4:10 Elsner (56./PP). – Zuschauer: 4671.

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