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ERC Ingolstadt

06.01.2019

Mit doppeltem Blitzstart zum Derbysieg

Jubel beim ERC Ingolstadt: Die Panther besiegten die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg mit 3:0 und sind nun punktgleich mit dem Tabellensechsten Bremerhaven.
Bild: imago/Eibner

Der ERC Ingolstadt besiegt die Nürnberg Ice Tigers mit 3:0. Dabei erzielt Panther-Verteidiger Maury Edwards ein Tor für die DEL-Geschichtsbücher.

Der ERC Ingolstadt ist wieder in der Spur. Gestern Abend gewannen die Panther zu Hause gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 3:0. Dabei gelang den Ingolstädtern sogar ein Rekordtor. Dank einer starken, geschlossenen Teamleistung zogen sie mit den sechstplatzierten Bremerhavenern gleich.

Die Big-Points vom Erfolg im „Sechs-Punkte-Spiel“ in Bremerhaven waren schnell abgehakt. Nur 33 Stunden nachdem der Panther-Tross am Samstagmorgen von der Nordseeküste zurückkam, stand nämlich bereits das Duell mit den zuletzt aufstrebenden Nürnbergern an. Die Franken kämpfen um den Anschluss an den letzten Pre-Playoff-Platz, während der ERC die Top-Sechs wieder fest im Visier hat. Mit einer nahezu unveränderten Formation wollten die Panther im Kampf um die direkte Play-off-Qualifikation nachlegen. Lediglich Brandon Mashinter rückte für Laurin Braun in die Mannschaft.

Der ERC Ingolstadt startet engagiert

Die Ingolstädter starteten engagiert in die Partie, wurden aber durch eine Strafe gegen Darin Olver schnell ausgebremst. Zwar überstanden sie das Powerplay der Gäste unbeschadet, kurz nachdem Olver wieder zurück war, hatte Will Acton jedoch die Führung auf dem Schläger. Aus zentraler Position scheiterte er an ERC-Goalie Jochen Reimer (5.). In der Folge waren die Franken das offensiv gefährlichere Team. Zunächst verzog Patrick Reimer aus spitzem Winkel (8.), dann traf Leonhard Pföderl in einem weiteren Powerplay (Maury Edwards saß zu unrecht wegen hohen Stocks in der Kühlbox) die Latte (10.). Der bis dato weitgehend nicht geprüfte Gäste-Goalie Niklas Treutle musste erst in der 17. Minute ernsthaft eingreifen, als er einen Schuss von Fabio Wagner parierte. Weil Pföderl kurz danach den Pfosten traf und der Puck von dort Reimer von hinten in die Schoner sprang, hatten die Panther Glück, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Pause gingen. Auch wenn Mike Collins und David Elsner im ersten Powerplay kurz vor der Pause noch zu gefährlichen Abschlüssen kamen. Noch immer in Überzahl legten die Schanzer dann aber einen wahren Blitzstart in den Mittelabschnitt hin. Vom Bully weg liefen Ville Koistinen und Maury Edwards zu zweit auf nur einen Nürnberger Verteidiger zu und Edwards traf nach nur vier Sekunden im zweiten Drittel zur Führung.

Es war das schnellste Tor zu Drittelbeginn in der DEL-Geschichte. „Ich muss mich bei Doug bedanken, dass er den Spielzug angesagt hat“, gab der Torschütze das Lob an Trainer Shedden.

„Ich lasse diesen Spielzug seit 25 Jahren spielen, sehe ihn aber nicht oft so erfolgreich wie heute. Schön, dass es geklappt hat“, verriet Shedden. Und die Panther wollten gleich nachlegen. Bei einer Doppelchance rettete Treutle gegen Thomas Greilinger und Petr Taticek in höchster Not. Die Hausherren waren nun das überlegene Team und setzten die Gäste unter Dauerdruck. Das zeigte Wirkung. Bei Vier-gegen-Vier leistete sich Oliver Mebus vor dem eigenen Tor einen schlimmen Fehlpass. Tyler Kelleher spritzte dazwischen und konnte sich alleine vor Treutle die Ecke aussuchen. Er entschied sich für das rechte Kreuzeck – 2:0 Ingolstadt (28.).

ERC Ingolstadt: Perfekter Start in den Schlussabschnitt

Die Franken kamen nun nur noch sporadisch in die Offensive, während Treutel sein Team vor einem noch höheren Rückstand bewahrte. Die größte Chance machte er gegen Tim Wohlgemuth zunichte (37.). Zum vorentscheidenden Schlag holten die Hausherren dann nur 47 Sekunden nach Start des dritten Drittels aus. Tim Wohlgemuth behauptete sich stark hinter dem Tor und legte kniend auf Koistinen ab. Dessen Schuss fälschte Milan Jurcina unhaltbar ab. Der Widerstand der Gäste war nun gebrochen. Die Panther schaukelten das Spiel mit konzentrierter Defensivarbeit nach Hause und konnten sich am Ende über den neunten Sieg in den vergangenen elf Nürnberger Gastspielen. „Das ganze Team hat ein grundsolides Spiel gemacht. Das Tor nach vier Sekunden im zweiten Drittel hat uns einen großen Schub gegeben. Ich glaube, wir sind gerade dabei, wieder die Kurve zu bekommen“, freute sich Shedden.

ERC IngolstadtReimer – Edwards, Koistinen; Kohl, Jobke; Wagner, Friesen; Mashinter – Elsner, Cannone, Wohlgemuth; Collins, Olson, D’Amigo; Kelleher, Olver, Garbutt; Greilinger, Taticek, Ramoser. – Zuschauer4064Tore1:0 Edwards (21./PP), 2:0 Kelleher (28.), 3:0 Koistinen (41.).

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