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ERC Ingolstadt

26.11.2017

Panther kämpfen sich aus der Krise

Voller Einsatz: Der ERC Ingolstadt gewann nach einem 1:3-Rückstand mit 5:3 gegen Schwenningen. In dieser Szene beweist Kael Mouillierat Kampfgeist.
Bild: Xaver Habermeier

Der ERC Ingolstadt gewinnt nach fünf Pleiten hintereinander wieder ein Heimspiel. Wie es der Mannschaft gelingt, gegen die Schwenninger Wild Wings einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg zu verwandeln.  

Der Bann ist gebrochen. Nach zuletzt fünf Heimniederlagen in Folge gewann der ERC Ingolstadt gestern Nachmittag mit 5:3 (1:2, 1:1, 3:0) gegen die Schwenninger Wild Wings. Die Panther mussten lange einem Rückstand hinterherlaufen, zeigten aber Moral und legten mit furiosen drei Minuten zum Start des Schlussdrittels den Grundstein zum Sieg.

„Wir haben druckvoll agiert und die freien Scheiben für uns gewonnen. Es ist wichtig, dass wir fünf verschiedene Torschützen haben, weil wir derzeit keine feste erste Reihe haben und jeder seinen Teil beitragen muss“, analysierte Interimstrainer Larry Mitchell nach dem so wichtigen Heimsieg.

Zu Beginn war aber deutlich zu sehen, wo der Ingolstädter Schuh drückt. Die Panther gehen zu verschwenderisch mit ihren Chancen um, der Gegner ist eiskalt. Dem ERCI-Team fehlt es an Selbstvertrauen, die Kontrahenten spielen selbstbewusst und mit Überzeugung. Dementsprechend waren die Gäste im ersten Drittel bei Fünf-gegen-Fünf auch die bessere Mannschaft. Die erste Gelegenheit zur Führung hatten trotzdem die Hausherren. Darin Olver scheiterte in Überzahl einmal frei vor Torhüter Dustin Strahlmeier (4.) und kurz darauf an seiner Schusstechnik, als er den Puck nicht richtig traf und dieser am Tor vorbeiglitt (5.). So folgte, was derzeit so typisch für die Lage der Ingolstädter ist: Selbst vergibt man die Chancen, während der Gegenüber eiskalt zuschlägt. Andreé Hult schlich sich über die rechte Seite unbemerkt ins Ingolstädter Drittel, wurde von Stefano Giliati mustergültig bedient und jagte den Puck präzise ins Kreuzeck (7.). Timo Pielmeier, der den Vorzug vor Jochen Reimer erhielt, war chancenlos. Wie schon am Donnerstag in Nürnberg, hatten die Panther aber die richtige Antwort parat. Nur 96 Sekunden später schlenzte Benedikt Schopper (er ersetzte den verletzten Dustin Friesen) in Richtung Tor, und Mike Collins fälschte entscheidend ab. Weil die Panther bei einem weiteren Powerplay zu schlampig mit ihren Abschlüssen umgingen, mussten sie mit einem erneuten Rückstand in die Kabine gehen. Thomas Greilinger ließ Giliati auf dem rechten Flügel einfach laufen und auf seinem Weg zum Tor wurde der Italo-Kanadier ebenfalls nicht mehr entscheidend gestört, sodass er auch Pielmeier aussteigen lassen und locker einschieben konnte (17.). Als die Schanzer in einem Powerplay (Olver saß auf der Sünderbank) zwei Schwenninger vor dem Tor komplett aus den Augen verloren, hatte Bender keine Mühe auf 3:1 zu erhöhen. Schocken ließen sich die krisengebeutelten Panther davon nicht. Nur 14 Sekunden später traf Laurin Braun zum Anschluss. Direkt nach einem gewonnen Bully von Brandon Buck zog der Ex-Berliner ab und ließ dem verdutzten Strahlmeier keine Abwehrchance. Der Treffer gab merklich Rückenwind. Die Blau-Weißen agierten nun aggressiver und waren fortan das aktivere Team. In der 36. Minute war der Ausgleich zum Greifen nah. Bei einer Dreifachchance schloss Jakob Berglund zunächst zu unplatziert ab, ehe Sean Sullivan und Brett Olson am Schlussmann der Wild Wings scheiterten.

Einen wahren Traumstart legten die Panther im Schlussdrittel hin. Genau 2:59 Minuten brauchten sie, um den 2:3-Rückstand in eine 5:3-Führung zu verwandeln. Olson, Greilinger und David Elsner waren erfolgreich. Nach diesem Dreierpack hatten die Ingolstädter die Partie voll im Griff. Außer einem Lattentreffer von Will Acton (45.) brachte die Schwenninger Offensive nicht mehr viel Gefährliches zustande. So war die Freude in der Saturn Arena riesig, als die letzte Sirene ertönte. „Das ist ein immens wichtiger Sieg für uns. Wir wollten nicht noch ein Heimspiel verlieren“, freute sich Kael Mouillierat über den ersten Sieg auf heimischem Eis seit dem 20. Oktober.

ERC Ingolstadt Pielmeier - McNeill, Wagner; Pelech, Sullivan; Kohl, Schopper - Berglund, Olson, Collins; Mauldin, Olver, Mouillierat; Elsner, Taticek, Greilinger; Braun, Buck, Laliberte – Tore 0:1 Hult (7.), 1:1 Collins (8.), 1:2 Giliati (17.), 1:3 Bender (26.), 2:3 Braun (27.), 3:3 Olson (41.), 4:3 Greilinger (42.), 5:3 Elsner (43.) – Zuschauer 3267.

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