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ERC Ingolstadt

19.03.2015

Safety first!

Oftmals nur zweiter Sieger: Jared Ross (rechts) und seine Teamkollegen vom ERC Ingolstadt haben in der Playoff-Viertelfinal-Serie gegen die Iserlohn Roosters deutlich mehr Mühe, als es ihnen lieb ist.
Bild: Xaver Habermeier

Panther empfangen am Freitagabend die Iserlohn Roosters zur fünften Begegnung im Playoff-Viertelfinale. Stürmer Patrick Hager fordert eine „defensivere Denkweise“

Es gab in dieser Saison zweifelsohne schon stimmungsvollere Trainingseinheiten beim ERC Ingolstadt als gestern Vormittag. Hält man es positiv mit den Panthern, dann könnte man daraus schließen, dass die Profis nach der 0:5-Niederlage am Dienstag im vierten Playoff-Viertelfinal-Match gegen Iserlohn höchst konzentriert und fokussiert an ihren Defiziten arbeiten. Auf der anderen Seite könnte jedoch durchaus der Eindruck entstehen, als hätte die vergangene deutliche Schlappe beziehungsweise die Art und Weise, wie diese letztlich zustande kam, ihre Spuren bei den Panthern hinterlassen.

„Das Gute in den Playoffs ist: Letztlich gibt es nur Sieg oder Niederlage – und da ist es absolut zweitrangig, ob das Endergebnis nun 1:0, 5:0 oder 8:0 lautet“, weiß Jean-Francois Boucher. Natürlich, so der Panther-Stürmer, habe vor allem auch „die Leistung in den ersten beiden Dritteln nicht gestimmt“. Aber „viel passiert“ sei nach dem 2:2-Serienausgleich der Roosters nicht wirklich: „Wir haben nach wie vor den Heimvorteil auf unserer Seite. Und dieser kann in einem solch engen Duell absolut entscheidend sein. Sollten wir unsere beiden Partien auf eigenem Eis gewinnen, dann würden wir definitiv ins Halbfinale einziehen.“

Freilich, sich einzig und alleine auf eben jenen Heimvorteil zu verlassen, wäre aus Sicht der Schanzer geradezu fahrlässig. Nicht nur, dass es in den ersten beiden Auswärts-Begegnungen in Iserlohn wenig bis gar nichts zu holen gab (3:6, 0:5). Auch beim letzten Auftritt am vergangenen Sonntag in der Saturn-Arena wankte der amtierende deutsche Meister vor allem im zweiten Drittel gewaltig. Letztlich hatte man es seinem Schlussmann Timo Pielmeier sowie einem starken Schlussabschnitt zu verdanken, dass unter dem Strich ein „lebenswichtiger“ 3:1-Erfolg stand.

Huras vermisst bislang die Konstanz

„Die Iserlohner hat bislang in dieser Serie sicherlich gut gespielt. Doch wir haben ihnen dazu auch oftmals die Gelegenheit gegeben“, erklärt Headcoach Larry Huras, der in den zurückliegenden drei Matches bei seiner Truppe vor allem eines ausgemacht hat: „Uns fehlt bislang die Konstanz. Wir dürfen nicht erst dann unser Vorhaben umsetzen beziehungsweise Panther-Hockey spielen, wenn wir bereits mit einem oder zwei Toren im Rückstand sind. Vielmehr gilt es, von Beginn an Vollgas zu geben.“

Eine Vorgabe, die Stürmer Patrick Hager jedoch ausdrücklich nicht ausschließlich auf die Offensive bezogen haben möchte: „Wir haben in den bisherigen vier Partien insgesamt 15 Gegentreffer bekommen. Mehr braucht man zu diesem Thema nicht zu sagen.“ Zugleich betont der 26-Jährige, „dass sich diese Kritik definitiv nicht an die Verteidiger oder Timo Pielmeier richtet. Wir müssen alle zunächst einmal etwas defensiver denken und unseren Job in der Rückwärtsbewegung machen. Wenn wir nur darauf aus sind, Tore zu erzielen, dann kann der Schuss – wie man ja schon gesehen hat – ziemlich nach hinten losgehen“.

Personell plant Huras für das heutige fünfte Duell (19.30 Uhr/Saturn-Arena), das Hager als „absolut richtungsweisend für diese Serie“ bezeichnet, einige Veränderungen. Während Björn Barta vor seinem diesjährigen Playoff-Debüt steht (er trainierte gestern mit Jean-Francois Boucher und Christoph Gawlik) und auch Jeffrey Szwez (mit John Laliberte und Derek Hahn) wohl ins Team zurückkehrt, bildete Thomas Greilinger mit Marc Schmidpeter und Martin Davidek die „grüne Sturmreihe“ (in „Grün“ übten bislang immer die überzähligen Akteure). „Thomas hat eine Oberkörper-Verletzung. Ob er auflaufen kann, wird sich kurzfristig am Freitagvormittag entscheiden“, erklärt Huras.

Zumindest „auffallend“: Greilinger machte die komplette gestrige Trainingseinheit ohne sichtbare Probleme mit und trug auch kein „rotes Leibchen“,wie es für verletzte Akteure („Rot“ bedeutet „kein Körperkontakt) üblich ist. Ein (freiwilliger) Verzicht des Angreifers käme zumindest überraschend. Zusammen mit Hahn und Laliberte versprühte er am Dienstag zumindest noch etwas Gefahr. Auch blieb diese Formation in den bisherigen vier Aufeinandertreffen bislang ohne einen Gegentreffer.

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