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FC Augsburg

18.07.2019

Abwechslung im Trainingsalltag: Der FCA in den Schweizer Alpen

Hier halten sich die Fußballprofis des FCA gerade auf: in den Schweizer Alpen.
Bild: Adrian Reusser, dpa

Ungewöhnliches Trainingslager: FCA-Trainer Martin Schmitt ist zur Vorbereitung mit den Spielern in die Schweizer Alpen gezogen. Was er sich von der Bergwelt erhofft.

Dass die Trainingsplätze nahe der Augsburger Arena derzeit verwaist sind, hat nichts mit fehlendem Eifer der FCA-Profis zu tun. Auch nichts mit einer Verschnaufpause, die Trainer Martin Schmidt seinen Berufsfußballern gönnt. Die Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison ist weiterhin in vollem Gange, nur sucht Schmidt nach Abwechslung im Trainingsalltag.

Fündig geworden ist der 52-Jährige in seiner Heimat: der Schweiz und dessen Bergwelt. Seit Mittwoch befindet sich die Mannschaft mit dem Trainerteam in den Alpen, am Donnerstagmorgen machte sie sich auf den Weg zu einem kleinen Bergdorf, umringt von aufragenden Gipfeln.

Schmidt, der ehemalige Extremsportler und Bergliebhaber, schätzt das alpine Umfeld, um aus dem Sammelsurium unterschiedlicher Fußballprofis aus unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Kulturen einen eingeschworenen Haufen zu formen. Als er in Mainz als Trainer fungierte, errichtete er mit den Spielern in 2500 Metern Höhe ein Biwak.

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Offiziell fanden das die Beteiligten natürlich toll, zwar ungewöhnlich, aber auch ungemein aufregend. Insgeheim dürfte sich mancher der kickenden Profis in sein Luxuszuhause zurückgesehnt haben. Gibt Angenehmeres als Schneeschuhwandern und Übernachten mit Schlafsack im Zelt bei minus zehn Grad.

Ex-FCA-Trainer Luhukay hält wenig von Berg-Aktionen in der Schweiz

Derartige Abenteuer bezeichnet Schmidt als „Impulstage“, die dem „Teambuilding“ dienen. Während der ehemalige FCA-Trainer Jos Luhukay, jetzt in Diensten des Zweitligisten FC St. Pauli, jüngst über solche Aktionen lästerte und dies als PR-Maßnahmen abtat, ist Schmidt von deren Wirkung überzeugt. Mentalität und Gemeinschaftsgefühl würden gestärkt.

Bereits gegen Ende der vergangenen Spielzeit hatte der Schweizer angekündigt, seine Spieler sollten sich auf solche Aktionen einstellen. Scherzhaft warf er ein, sie sollten sich Wanderschuhe, Schlafsack, ja sogar einen Taucheranzug zulegen. „Ich würde alles bereithalten“, sagte Schmidt.

Er unterstrich, was er sich von solchen Events an ungewohnten Orten erhoffte. Er wollte so einen Impuls im Team setzen. Schmidt: „Das ist nicht immer ein Lauftraining, wo man hinterher tot ist. Das kann auch etwas anderes sein, dass man gemeinsam schafft.“ Schmidt will in den Köpfen der Spieler Bilder erzeugen, von denen sie während einer Saison, mit ihren Höhen und Tiefen, profitieren können.

Anhand eines Beispiels verdeutlichte der Motivationskünstler, wie er seine Spieler packen will. Ein Karabinerhaken, den die Spieler auf einer Bergtour dabei gehabt haben, könne später in der Kabine Symbolkraft entwickeln, doziert Schmidt. „Irgendwann vor dem Spiel sagt man: Hängt euch an den Haken rundum ein, zieht an der Kette und seht, wie stark ihr gemeinsam sein könnt.“ Schmidt selbst träumt davon, einmal mit einem Mehrmaster einen Segeltörn auf dem Meer zu machen. Man kann sich den Abenteuer lustigen Schweizer gut vorstellen, wie er sich gegen Wind und Wellen stemmt.

FCA: Mannschaft und Trainer befinden sich im Schweizer Wallis

Wie aufregend die Tage der FCA-Profis aktuell sind, lässt sich nur erahnen. Der Bundesligist verweist auf die Abgeschiedenheit, in die sich die Profis ganz bewusst zurückgezogen hätten, nähere Informationen gibt er nicht preis. Fest steht: Die Mannschaft befindet sich in der Schweiz, im Kanton Wallis, auf der Belalp. Schmidts Heimat also, die er zuvor schon den Mainzer Spielern nähergebracht hatte. Die Augsburger Gruppe übernachtet aber wohl nicht in Zelten, sondern in einer Berghütte.

Vereinseigene Bilder in den sozialen Medien geben einen Einblick. Spieler und Trainerteam stapfen mit Wanderschuhen in Richtung einer Bergsiedlung, halten inne und blicken andächtig ins Tal hinab. Nicht zur illustren Berggruppe gehören Martin Hinteregger, der in Salzburg seine Reha absolviert und unmittelbar vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt steht, Marco Richter, der sich von der U21-EM erholt, sowie die verletzten Felix Götze und Sergio Córdova.

Am Freitag kehren die FCA-Fußballer nach Augsburg zurück. Nach einem freien Samstag steht am Sonntagvormittag eine letzte Trainingseinheit an, ehe der Bundesligist sein einwöchiges Trainingslager im österreichischen Bad Häring, nahe Kufstein, bezieht.

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