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FC Augsburg

16.08.2020

Alle Kritik vergessen? Gregoritsch ist auf dem besten Weg zurück

Michael Gregoritsch nach einer vergebenen Chance. Beim FCA möchte der Österreicher schnell wieder auf die Beine kommen.
Bild: Kolbert-Press

Plus Michael Gregoritsch möchte beim FC Augsburg neu durchstarten. Die Misstöne aus dem Winter scheinen vergessen. Und auch Trainer Herrlich ist mit dem Auftreten des Österreichers zufrieden.

Diesmal ist es eine ganz leichte Aufgabe. Michael Gregoritsch muss den Ball nur aus wenigen Metern ins leere Tor schieben. Nürnbergs Torhüter Christian Früchtl hatte mit einem schlechten Abspiel überhaupt erst die Chance ermöglicht, Gregoritsch ist der Nutznießer. Sein Treffer zum 1:0 am Samstag beim 1. FC Nürnberg ist sein drittes Erfolgserlebnis während der Vorbereitung und der Türöffner für den 2:1-Erfolg. Beim 9:0 vor einer Woche gegen den SV Heimstetten hatte der Rückkehrer bereits zweimal getroffen. Es lässt sich gut an für den 26-Jährigen.

„Ich hatte bislang zwei gute Wochen“, sagt der Österreicher am Samstagnachmittag. Trainer Heiko Herrlich hatte ihn diesmal in den ersten 45 Minuten spielen lassen, zusammen in der Offensive mit Florian Niederlechner, Fredrik Jensen und Daniel Caligiuri, den er aus seinem halben Jahr beim FC Schalke gut kennt. „Er kann ganz wichtig für die Mannschaft sein, er geht immer voran“, sagt Gregoritsch.

FCA-Profi Michael Gregoritsch sieht den Fehler bei sich

Das will er selbst nun auch wieder. Sein Abgang im Winter der vergangenen Saison war von Misstönen begleitet. Der 26-Jährige hatte öffentlich deutlich gesagt, dass es für ihn keine Zukunft mehr beim FCA gebe. „Hauptsache weg“ war die Kernaussage in einem Interview. Daraufhin nahmen ihn die Augsburger für einige Tage aus dem Training, eine Geldstrafe gab es obendrauf. Gregoritsch entschuldigte sich später für die Aussagen. Jetzt sagt er: „Das war damals eine wirklich schlechte Situation, die von mir sehr schlecht gelöst wurde. Das ist jetzt aber alles komplett Vergangenheit und ausgesprochen.“ Es sei auf keiner der beiden Seiten mehr etwas hängen geblieben.

Neue Chance für Gregoritsch also? „Wir hoffen, dass er sich wieder voll integriert und mit dem Verein identifiziert“, sagt Trainer Heiko Herrlich. Natürlich sei die Vorgeschichte aus dem Winter noch im Hinterkopf, vor allem das Wissen, dass Gregoritsch unbedingt weg wollte. „Wir hatten aber ein längeres Gespräch. Michael muss der Mannschaft beweisen, dass er ein Teil dieser Truppe sein möchte. Das macht er bislang sehr gut, auf dem Platz, aber auch außerhalb“, sagt Herrlich. Identifikation mit dem Verein und den Mitspielern sei beim FCA ein ganz wichtiges Kriterium. „Das lebt er bisher“, sagt Herrlich. Klingst also tatsächlich so, als wären beide Seiten wieder zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit bereit.

Qualität und Stimmung beim FCA überzeugen Gregoritsch

Gregoritsch hat bereits wieder eine neue Wohnung gefunden, in seiner vorherigen wohnt mittlerweile Eduard Löwen. „Ich wollte von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass ich wieder hierhin will und 100 Prozent Gas gebe“, sagt Gregoritsch. Er wolle ein wichtiger Teil des Teams werden und dafür sorgen, dass die Mannschaft Erfolg habe. Sein bisheriger Eindruck aus der Vorbereitung sei überwiegend positiv. „Wir haben in jedem Training und jedem Spiel einen sehr guten Zug“, lobt der Österreicher. Auch spielerisch haben ihm die bisherigen drei Auftritt gut gefallen. Einstellung und Qualität würden stimmen. „Darauf kann man aufbauen“, sagt der Österreicher. Was er sich von der kommenden Saison erwartet? „In der Bundesliga ist es immer schwer. Wenn du einen Lauf hast, ist vieles möglich. Allerdings kann es auch schnell in die andere Richtung gehen“, sagt Gregoritsch.

Herrlich jedenfalls ist froh, dass er durch den Österreicher in der Offensive neue Optionen hat. In den ersten beiden Testspielen sah das Zusammenspiel Gregoritsch und Finnbogason schon sehr ansehnlich aus. Am Samstag kam er auch mit Niederlechner gut zurecht. „Michael macht es bislang sehr gut“, lobt der FCA-Trainer. Erst recht, wenn er wie am Samstag trifft.

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16.08.2020

Würde sagen da gibt es keine zwei Meinungen, den Verräter sofort auf die Tribüne!
Der Reuter wie der Herrlich, machen sich noch mehr zum Kasperl wie der Originale in der Puppenkiste.

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16.08.2020

Gregoritsch ist m. E. ein Schwätzer und Blender aus Österreich. Er sagt jetzt halt auch wieder das, was die Leute hören wollen, in zwei Monaten kann es wieder ganz anders sein. Er sollte statt zu reden, einfach beständig gute Leistungen bringen und sich in die Mannschaft einfügen. Dann ist er ein ordentlicher Bundesligaspieler, vorher nicht.

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16.08.2020

Hier sieht man doch, wie wichtig es ist, dass die Vereinsführung, speziell die sportliche Führung, das Gespür und "richtige Händchen" hat, die passenden Spieler und Trainer für die Mannschaft zu finden. Bestes Beispiel ist hier der FCB mit Hansi Flick: Müller war unter Kovac bereits abgeschrieben und ist auf einmal in bester Form. Der FCA hatte auch große Probleme mit einigen Spielern unter den vorherigen Trainern. Nicht jeder wohlklingende Name passt auch zur Mannschaft. Und bei manchen Trainer fehlt das Feingespür und sie würden bei einer Übernahme auch gleich die passenden Spieler mit dazu bringen wollen.

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