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FC Augsburg

21.08.2020

André Hahn hofft auf mehr Einsätze für den FC Augsburg

André Hahn (Mitte) zeigte wie gewohnt vollen Einsatz in der Partie gegen Türkgücü München.
Bild: Kolbert-Press

Plus Der 30-Jährige will sich zurück in die FCA-Elf kämpfen. Mit seiner Erfahrung sieht er sich als wichtiger Faktor. Zuletzt hat ihm im Team die Siegermentalität gefehlt.

André Hahn hätte mit dem Fahrrad kommen können. Es war ein Testspiel direkt vor seiner Haustüre. Er wohnt in Zaisertshofen, nur wenige Kilometer von Mindelheim entfernt. "Es ist schön, in Mindelheim zu spielen. Es wäre aber schöner, wenn Zuschauer erlaubt wären", sagt Hahn. Schön war auch, dass sein FC Augsburg den Test gegen den Drittligisten Türkgücü München mit 4:1 gewann.

Natürlich ist Hahn aber nicht mit dem Fahrrad gekommen, sondern zusammen mit seinen Teamkollegen aus Augsburg. In den ersten 60 Minuten stand er auf dem Feld, davon trug er 30 Minuten lang die Kapitänsbinde. Als er vom Feld musste, lag sein Team mit 0:1 zurück. An ihm lag das nicht, er zeigte wie gewohnt vollen Einsatz.

Hahn hat eine beschwerliche Saison hinter sich. Nur wenige Spiele, am Ende wurde er von einer Sehnenreizung ausgebremst. Eine hartnäckige Verletzung, die ihm noch immer ein bisschen zusetzt. "Ich habe noch leichte Probleme, kann aber voll trainieren", sagt der 30-Jährige. Er habe noch keine Einheit in der Vorbereitung verpasst. "Ich fühle mich gut, wir haben ein Superklima in der Mannschaft. Es macht echt Spaß. Die Vorbereitung ist wie immer nicht die schönste Zeit in der Saison, sie gehört aber natürlich dazu. Sie ist die Grundlage für das ganze Jahr."

Der Gegner des FC Augsburg im Pokal steht fast fest

Mitte September geht es für den FC Augsburg in Berlin los. Bei Union. Eine Woche zuvor steht das erste Spiel im DFB-Pokal an. Der Gegner wird an diesem Wochenende ermittelt. Im Finale des Niedersachsen-Pokals stehen am Samstag der MTV Gifhorn und der MTV Eintracht Celle. Eines dieser beiden Teams wird den FCA empfangen.

Nach zuletzt durchwachsenen Jahren hofft Hahn auf mehr Spielzeit in der neuen Saison. Der Teamgedanke aber stehe über allem. "Wir üben einen Mannschaftssport aus, da geht es darum, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Dem ordnet man sich unter", sagt er. Auf seiner rechten Seite hat er starke Konkurrenz bekommen, vor allem durch Neuzugang Daniel Caligiuri. Hahn aber ist bereit für den Konkurrenzkampf: "Ich will natürlich so viel wie möglich spielen, um der Mannschaft helfen zu können." Vor allem auch durch seine Erfahrung will er das schaffen. "Ich kann den jungen Spielern Tipps geben", sagt er. Vor allem durch seine Zeit in Mönchengladbach, als er mit der Borussia international spielte, aber auch durch seine Station beim Hamburger SV, als es sportlich gar nicht lief. Hahn stieg mit dem HSV ab. Das möchte er mit dem FCA verhindern.

Rafal Gikiewicz zeigt im Tor des FC Augsburg bislang starke Leistungen.
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Bild: Tim Groothuis, Witters

André Hahn: Im Training "knallt es vielleicht einmal mehr als früher"

Der Weg dorthin ist für Hahn klar. Die Siegermentalität muss wieder verstärkt ins Team zurückkehren. "In meinen Augen haben uns zuletzt ab und zu die paar letzten Prozent gefehlt", sagt der 30-Jährige. Dieser Siegeswille aber sei gerade in den engen Spielen entscheidend. "Da muss der Wille größer sein als beim Gegner", fordert Hahn. Das reinzukriegen, ist die große Aufgabe während der Vorbereitung. Heiko Herrlich sieht er dabei als den richtigen Trainer. "Er macht einen sehr guten Eindruck. Er hat einen sehr starken Willen und Charakter", erklärt Hahn.

Den vermittle der FCA-Trainer dem Team. "Er weiß genau, was er will und gibt uns das vor. Der Siegeswille ist bei ihm sehr groß geschrieben, auch im Training. Da muss jeder immer alles geben. Das spielt mir in die Karten, da ich ein Spieler bin, der immer Vollgas gibt", sagt der Stürmer. Herrlich verzeihe auch Fehler, wenn er sehe, dass der Spieler alles gibt. Im Training gehe es auch sehr engagiert zur Sache. "Da knallt es vielleicht einmal mehr als früher, weil wir alle gewinnen wollen", sagt Hahn. Nun gilt es, diesen Geist auch in die Saison zu transportieren. Um vielleicht nicht wieder bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern zu müssen. "Als es wichtig wurde, war auf uns immer Verlass. Es ist aber schöner, wenn es gar nicht zu dieser Situation kommt, dass du in den letzten Spielen liefern musst", sagt Hahn. Also vorher schon die nötigen Punkte sammeln. Am besten beim Auftakt in Berlin damit beginnen.

Dabei sollen vor allem auch die Neuzugänge helfen: die Routiniers Rafal Gikiewicz, Daniel Caligiuri und Tobias Strobl. "Ich hoffe sehr, dass sie uns helfen können, dafür wurden sie geholt. Sie haben viel Erfahrung, auch international. Sie sind gute Kicker und super Jungs, sie haben sich gut eingefügt", sagt Hahn. Nun gehe es darum, sich schnellstmöglich auf dem Platz zu finden und die Abläufe abzustimmen. Wie im Testspiel am Donnerstag gegen Türkgücü München.

Durch die Abgänge von Kapitän Daniel Baier und Torwart Andreas Luthe ergibt sich im FCA-Team zwangsläufig eine neue Hierarchie. "Da ordnet sich natürlich alles neu, muss sich aber erst finden. Da herrscht nicht vom ersten Tag an eine neue Hierarchie. Das spielt sich erst ein", sagt Hahn. Er als routinierte Spieler wird da sicherlich auch gefragt sein.

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