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FC Augsburg

14.01.2014

Andreas Ottl will nochmal angreifen

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Andreas Ottl (rechts) will Trainer Markus Weinzierl (links) wie hier im Trainingslager mit Einsatz und Leistung überzeugen.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Andreas Ottl will sich in der Rückrunde noch einmal dem Konkurrenzkampf stellen und erklärt, warum er optimistisch ist.

Als die Fußball-Profis des FC Augsburg vor etwas mehr als einer Woche vom Flughafen Richtung Gran Canaria ins Trainingslager abhoben, war Michael Parkhurst, 29, nicht dabei. Ein sicheres Zeichen, dass sich die Wege zwischen Verein und Spieler trennen. Gestern gab der Bundesligist den Vollzug der Trennung bekannt: Der Vertrag mit dem US-Amerikaner, der noch bis Juni 2015 datiert war, wurde aufgelöst.

„Es ist eine Win-win-Situation für beide Parteien“, sagt Stefan Reuter, der Manager Sport. Der FCA spart sich Parkhurst’s Gehalt und der kann sich nun wieder voll auf sein großes sportliches Ziel konzentrieren: die WM-Teilnahme mit der US-Nationalmannschaft im Sommer in Brasilien.

Parkhurst ohne Chance gegen Verhaegh

Die war zuletzt ernsthaft in Gefahr geraten, denn Rechtsverteidiger Parkhurst spielte schon lange keine Rolle mehr beim FCA. „Michael hatte einfach keine Chance, an Paul Verhaegh vorbeizukommen“, sagt Reuter. Im Winter 2012 hatte ihn der FCA aus Dänemark geholt, als Verhaegh und dessen Ersatzmann Ronny Philp gleichzeitig verletzt waren. Doch als beide im Frühjahr 2013 wieder fit waren, stand Parkhurst schnell am Seitenrand. Verhaegh spielt seitdem überragend. Trainer Markus Weinzierl setzt auf Philp, den er aus Regensburg kennt, als Verhaegh-Ersatz.

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Parkhurst, dessen Transfer damals Manager Jürgen Rollmann eingefädelt hatte, spielte in der Vorrunde nicht eine Minute in der Bundesliga. Und US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann hatte kaum noch Argumente, ihn zu berücksichtigen.

Parkhurst will nun wieder angreifen. Er wechselt in die Major League Soccer (MLS) zu Columbus Crew. Die Saison in der höchsten amerikanischen Liga startet im März.

Auch Ottl im sportlichen Abseits

Wie Parkhurst steht auch Mittelfeldspieler Andreas Ottl, 28, im sportlichen Abseits. Er soll wie Parkhurst die Freigabe im Winter erhalten haben. Ottl weiß nichts davon: „Ich bin fit und fühle mich beim FC Augsburg wohl. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Der Mittelfeldspieler will seinen Kontrakt, der im Juni endet, erfüllen.

„Davon gehe ich aus. Ich habe beim FCA noch ein halbes Jahr Vertrag und habe nun die komplette Vorbereitung mitgemacht“, sagt Ottl angriffslustig nach der Rückkehr aus Gran Canaria. Zum ersten Mal seit er beim FCA ist, konnte er diese wichtige Trainingseinheiten alle bestreiten. „Im Sommer 2012 bin ich nach der Vorbereitung gekommen, im Winter hatte ich mich verletzt, in diesem Sommer ja wieder, deshalb war es mein erstes Trainingslager mit dem FCA.“

An seiner Lage wird dies aber wohl nicht groß etwas ändern. Im Mittelfeld herrscht ein Überangebot. Für Ottl, der mit dem FC Bayern dreimal deutscher Meister wurde, ist keine Planstelle frei. Ottl stellt sich trotzdem: „Ich bin topfit und gebe mein Bestes, um Einsatzzeiten zu bekommen. Alles andere liegt nicht in meiner Hand.“

Auch Parkhurst muss nicht auf ein Trainingslager verzichten. Er soll der US-Nationalmannschaft nachreisen, die seit gestern in São Paulo ein zwölftägiges Trainingslager in ihrem WM-Quartier absolviert. Auch nicht schlecht.

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