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FC Augsburg

16.01.2021

Bremens Trainer Kohfeldt wird vor Spiel mit FCA kreativ

Trainer Florian Kohfeldt durfte beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen trotz sportlicher Krisen ruhig weiterarbeiten.
Foto: Tim Groothuis, witters

Plus Im Weserstadion behält Werder Bremen nur selten die Punkte. Vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg greift der Werder-Coach in die Trickkiste.

Dass sich die beiden verstehen, ist nicht zu übersehen. Vor dem Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) sitzen Frank Baumann und Florian Kohfeldt während der Pressekonferenz auf dem Podium und beantworten Fragen. Die Verantwortlichen von Werder Bremen sind ein eingespieltes Team, sie verlassen sich aufeinander. Wäre die gegenseitige Wertschätzung nicht vorhanden, Kohfeldt hätte längst andere Termine als den einer Bremer Pressekonferenz.

Werders Sport-Geschäftsführer Baumann handelte höchst antizyklisch, als er in der vergangenen Spielzeit vehement an seinem Trainer festhielt. Keine Frage wurde dem 45-Jährigen derart oft gestellt, wie die, ob Kohfeldt seiner Meinung nach noch der richtige Trainer in Bremen sei. Baumann antwortete stets mit einem überzeugten „Ja“. Wohl wissend, dass ihm selbst das Festhalten am Trainer zum Verhängnis werden konnte.

Die Vorsaison von Werder Bremen endet beinahe im Abstieg

Zu Saisonbeginn hatte Kohfeldt Hoffnungen auf eine Europa-League-Teilnahme geschürt. Umfeld, Fans und Entscheider des Traditionsklubs gefiel dieser Optimismus, sehnen sie sich doch nach den erfolgreichen Zeiten der 90er. „Wir hatten das Gefühl, dass wir uns nicht kleiner machen durften als wir sind. Wir wollten der Mannschaft das Signal geben, dass wir ein positives Ziel haben und etwas erreichen wollen“, erklärte Kohfeldt in der Rückschau und gestand: „Das ist letztes Jahr grandios nach hinten losgegangen.“ Statt positiv überraschte Werder negativ. Mit etlichen Schrammen erreichten die Bremer letztlich den Klassenerhalt, lediglich die Auswärtstorregelung bewahrte Bremen in der Relegation vor dem Niedergang in die Zweitklassigkeit.

MITTELFELD: László Bénes wechselte bis Sommer 2021 auf Leihbasis von Borussia Mönchengladbach zum FC Augsburg.
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Das ist der FCA-Kader für die Saison 2020/21
Foto: Ulrich Wagner

Vor der laufenden Runde übte sich Kohfeldt daher in Zurückhaltung, von einer Tabellenplatzierung als Ziel sah er ab, vielmehr rückte er die Auftritte seines Teams in den Vordergrund. Hauptziel sei, dass eine Mannschaft auf dem Platz stehe, die hungrig und mutig sei. Kohfeldt vermisste arg jenen attraktiven Fußball, den er eigentlich praktizieren wollte. Allerdings: Auch in der laufenden Runde treten die Bremer selten überzeugend und konstant auf. An der schwachen Bilanz im Weserstadion hat sich wenig geändert.

In der vergangenen Runde holte Bremen neun Punkte in der Arena mit der Photovoltaik-Fassade, aktuell sind es deren fünf. „Das stört uns massiv, das ist ja gar keine Frage“, betont Kohfeldt. Auf der Suche nach Gründen wird er in den Corona-Umständen fündig. Wie die Mitstreiter vermisst er die Fans auf den Rängen, die Bundesligaspiele hätten atmosphärisch Trainingscharakter. Für einen Profi dürfe dies aber keine Ausrede sein, meint der 38-Jährige. „Wir müssen zusehen, unsere Heimbilanz zu verbessern. Das Weserstadion stand immer dafür – und das wird es auch wieder –, dass es sehr unangenehm war, als Gastmannschaft hierher zu kommen.“ Kohfeldt reagierte auf die Heimschwäche, verlegte die Mannschaftsansprache vom Teamhotel ins Stadion, sogar das Licht in der Kabine ließ er verändern. Bewirkt hat das bislang wenig.

Mit dem FC Augsburg hat Werder Bremen zuhause gute Erfahrungen gemacht

Zumindest empfangen die Bremer diesmal einen Gegner, mit dem sie zu Hause gute Erfahrungen gemacht haben. 3:2 und 4:0 endeten die jüngsten Partien auf eigenem Platz. Kohfeldt stimmte seine Mannschaft mit zusätzlichem Zweikampftraining auf die Begegnung ein und berichtet von seinen Eindrücken: „Ich spüre den absoluten Willen, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen.“

Der eloquente Sympathieträger lobt die FCA-Offensive, unter anderem Michael Gregoritsch, den er im Sommer 2019 verpflichten wollte. Andererseits steht ihm ebenfalls ein ansprechender Bundesliga-Angriff zur Verfügung. Niclas Füllkrug und Davie Selke tasten sich nach Verletzungen an die Startelf heran, zudem wird Milot Rashica im Kader zurück erwartet. Zuletzt gegen Bayer Leverkusen (1:1) verzichtete Kohfeldt sogar auf seine Kreativspieler Leonardo Bittencourt (Ersatzbank) und Yuya Osako (nicht berücksichtig). Auch diese beiden wären Optionen.

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16.01.2021

da schau her..., für die AZ ist der Werder-Coach Kohlfeld auch ein (eloquenter) Sympathieträger. Bisher glaubte ich, daß nur und vor allem die Skyreporter und -moderatoren auf sein Geschwätz hereinfallen. Wenn man einen Blick in die Bremer Lokalpresse wirft liest und spürt man nämlich seitens der Werder-Fans nicht viel vom ach so redegewandten Sympathieträger . Und wenn man ihn an der Seitenlinie erlebt wie er auf seine Spieler verbal und lautstark einhämmert, durch (über)hartes Zweikampfverhalten dem Gegner zu schaden, wie er durchständiges Lamentieren die Schiedsrichter beeinflußen will und nach dem Spiel unfairste Aktionen seiner Mannschaft schönreden will, dann fehlt mir die Einsicht ihn als Sympathieträger zu bezeichnen.
Zum heutigen Spiel gegen den FCA hat Kohlfeld übrigens gemäß Bremer Medien berichtet..." „Im Training war eine gute Schärfe drin – hereingetragen durch das Trainerteam ....".
Wünsche dem FCA das notwendige Glück und Können, dem Herrn Kohlfeld die Grenzen aufzuzeigen.

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16.01.2021

Wieder ein Spiel auf Augenhöhe und wie geht's diesmal aus. In der Rückbetrachtung muss ich folgendes noch anmerken: Wenn der Trainer eine Leistungssteigerung einfordert dann sollte er sich selbst auch ins Boot nehmen. Ohne den Kapitän auf eine Dreier Kette zu setzen, wo es gerade gegen die konterstarken VfBler doch eher darum geht die Räume zu verdichten, das war, ne do haut's ders Blech weg.
Der FCA spielte stellenweise einen gefälligen Fußball, aber überwiegend nur bis zum Sperrbezirk, das ist dann auch zu wenig.
Ins Bordbuch für dieses Match würde ich ihnen schreiben mehr Druck auf den Ball zu entwickeln und das Tempolimit bei der Passschärfe abzuschaffen, gelingt das, dann werden wir auch mehr ins Spiel kommen.
Bei unsern Sturmspitzen bleibt nur das Hoffen das der Knoten usw.....
Hoffen wir dass Trainer Herrlich diesmal eine bessere Taktik im Repertoire hat.
Vor dem hammermäßigen Sechser Pack wird ein Punktgewinn an der Weser schon fast zur Pflicht. Aufgrund der notwendigen Umstellungen in der Abwehr tu ich mich schwer an einen positiven Ausgang zu glauben.

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