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FC Augsburg

16.08.2019

Bundesligastart: Diese Baustellen hat FCA-Trainer Schmidt offen

Martin Schmidt in der Pressekonferenz. Der Trainer des FC Augsburg hat längst noch nicht seine Stammformation gefunden.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Vor dem Auftakt in Dortmund muss Augsburgs Coach improvisieren und dämpft die Erwartungshaltung. Wechselgerüchte um Linksverteidiger Max nehmen zu.

Gegen den Eindruck, er wäre gefrustet, wehrt sich Martin Schmidt entschieden. Weiterhin strahlt der 52-Jährige jene Energie aus, mit der er Anfang April nach Augsburg kam. Aufbruchstimmung verbreitete er damals. Gegenüber seiner Anfangszeit beim FC Augsburg wirkt der Trainer derzeit weniger euphorisch. Alltag hat sich breitgemacht, auf Schmidt wartet Arbeit. Womöglich mehr, als sich der umtriebige Schweizer erwartet hatte. Schmidt verwaltet den gewaltigsten personellen Umbruch seit dem Aufstieg in die Bundesliga.

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In den vergangenen Spielzeiten veränderte der Klub seinen Kader punktuell, während das Gerüst erhalten blieb. Diesmal wird nicht renoviert, es wird grundlegend saniert. Schmidt werkelt, noch sind nicht alle Baustellen geschlossen. Einerseits wird sich der Kader noch verändern, andererseits müssen zahlreiche Neuzugänge integriert werden und sich zu einer schlagkräftigen Einheit formieren.

Schmidt: "Umbruch passiert nicht in sechs Wochen Vorbereitung"

Schmidt ist sich der Schwere seiner Aufgabe bewusst, noch befindet er sich mit seinem Team in der Findungsphase. „Ein Umbruch passiert nicht in fünf, sechs Wochen Vorbereitung, das passiert über ein Jahr“, bekräftigt Schmidt. Vor dem Ligastart bei Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr) muss der Schweizer einen Spagat schaffen: Eine Mannschaft formen und entwickeln, aber auch sportlich erfolgreich sein.

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Nach den Enttäuschungen der vergangenen Spielzeit wünschen sich Verantwortliche, Umfeld und Fans ein anderes Auftreten auf dem Rasen, Augsburger Tugenden wie Hingabe und Kampf sollen sichtbar sein. Jüngst beim Pokal-Aus gegen den Regionalligisten Verl war davon wenig zu sehen, wobei Schmidt dies der aktuellen Entwicklungsstufe seines Teams zuschreibt. „Die Mannschaft braucht Zeit und Kredit. Wir sind jünger, frischer und unerfahrener geworden.“

Einer Bewährungsprobe kommt der Auftakt in Dortmund gleich. Wobei die Erwartungshaltung gegen den Meisterschaftsanwärter eine andere ist als gegen Verl oder eine Woche später zu Hause gegen Aufsteiger Union Berlin. Ein Punktgewinn im Westen der Republik wäre eine positive Überraschung. Schmidt fasst zusammen: „Wir haben dort überhaupt nichts zu verlieren.“

Noch verrichtet der Schweizer Basisarbeit. Nach Balleroberung zeigt der FCA vielversprechende Ansätze, aber es mangelt an defensiver Stabilität. Schmidt führt aus: „Das ist unsere Hausaufgabe: einen Block herstellen, in dem wir verteidigen können.“ Der Trainer rechtfertigt derzeitige Abstimmungsprobleme mit Umbauten in der Abwehr. Gegen Verl verteidigten Tim Rieder, Georg Teigl und Mads Pedersen in der Viererkette. Schmidt gibt offen zu: „Ich denke, in dieser Konstellation wird es in der Bundesliga schwierig werden.“

Wer steht beim FCA in der Startelf gegen den BVB? AZ-Reporter Johannes Graf wagt einen Ausblick.
Video: AZ

Einsatz von Hahn und Max beim FCA fraglich

Der Handlungsspielraum des Trainers ist aber begrenzt, gegen Dortmund fallen Akteure aus, die zur Stabilität beitragen. Innenverteidiger Jeffrey Gouweleeuw (Adduktoren) und Linksverteidiger Iago (Reha nach Knieoperation) werden fehlen, fraglich ist der Einsatz von André Hahn und Philipp Max, die weniger intensiv trainieren konnten als gewünscht. Wobei sich mehr denn je die Frage stellt, ob Max überhaupt nochmals für den FCA aufläuft. Ein Wechsel nach Mönchengladbach hat sich zerschlagen, da sich der Ligakonkurrent anderweitig verstärkt hat, nun wird der 25-Jährige laut Kicker mit dem italienischen Champions-League-Teilnehmer Atalanta Bergamo und Bundesligamitstreiter Schalke 04 in Verbindung gebracht. Zum Revierklub pflegt Max eine besondere Beziehung. Vater Martin Max lief von 1995 bis 1999 für Schalke auf und gewann 1997 den Uefa-Pokal. Sohn Philipp Max spielte im Schalker Nachwuchs und debütierte 2014 als 20-Jähriger in der Bundesliga.

An derartigen Spekulationen will sich Augsburgs Trainer nicht beteiligen, schließlich arbeite er nicht mit einem „Phantomkader“, wie er betont. Dass FCA-Sportgeschäftsführer Stefan Reuter nach einem Rechtsverteidiger sucht, ist kein Geheimnis, zudem soll ein offensiver Alleskönner auf der Liste stehen, der alternativ zu Michael Gregoritsch agieren kann.

Finnbogason steht vor der Rückkehr in den Kader

Im Angriffszentrum hingegen verbessert sich zusehends die personelle Lage. Neben Florian Niederlechner und Julian Schieber steht Alfred Finnbogason vor einer Rückkehr in den Kader. Der 30-Jährige absolviert seit einer Woche vollumfänglich das Mannschaftstraining.

Lesen Sie dazu auch: Wechselt Philipp Max zu einem Champions-League-Klub?

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16.08.2019

Ich hatte ja eingefordert es muss mit dem Bulldozer durch den Kader gefahren werden - das war dann auch so. Klaro, die Aufgabenstellung war was die Runderneuerung des Kaders angeht enorm anspruchsvoll, die Baustelle FCA hatte doch einige Schlaglöcher die es aufzufüllen galt. Neun Neuzugänge, das ist ein Haufen Holz, es war mit Verlaub eine anspruchsvolle Aufgabe für den neuen Kaderplaner.
Was bietet das Portfolio des neuen FC Augsburg, ist die richtige Mischung installiert worden, vor allem in der Defensivabteilung, um im 9. Jahr endlich wieder zu performen und nicht wie zuletzt zur Schießbude der Liga zu mutieren. Antwort: Der FCA befindet sich auf einem rikanten Trip. Abgänge: Hinteregger, Stafylidis, Schmid, Danso, alles bundesligaerfahrene Spieler. Geholt wurden Suchy, Oxford, Pedersen und Iago (verletzt). Rieder und Teigl spielten beim FCA bisher oder bei ihren Leihen unter keinem Trainer eine herausragende Rolle. Zu letzterem, nur Rennmaschine reicht nicht, als Spielertyp einfach zu eindimensional gestrickt um sich auf dieser Position festzuspielen.
Ich hatte erwartet dass ein RV verpflichtet wird, aber anscheinend will man mit Teigl und Framberger die Saison bestreiten, da habe ich andere Vorstellungen. Ich bin auch der Meinung dass wir in der Innenverteidigung noch nicht optimal aufgestellt sind, bitte nicht einen Fehler zweimal machen.
Hinzu kommt, es gibt noch einige ärgerliche Nachwehen aus der letzten Saison, Finnbogason, Framberger, Gouweleeuw, Cordova und Bazee sind noch im Aufbautraining und dann noch lange nicht auf Betriebstemperatur.
Der strategische Umbau des Kaders ging anfangs schleppend voran, vor allem die wichtigen Kaderstellen auf der Torhüterposition und der IV zogen sich hin. Für beide Positionen benötigt man einen Akteur mit Nummer Eins Status.
Die zweite Trainingswoche lief und der lange erwartete IV stieß mit Marek Suchy für 2 Jahre zum Team, der Hinti als Trainingsgast auf Zeit. Sinneswandel – Denkste, der Kuschelkurs hielt bis zum Ende des “Straflagers“, dann gab der Dembele-Verschnitt seinen Ausstand. Der Hinti war bei seinem Kurzgastspiel als Sandmännchen mit Kalkül unterwegs, alles isy beim Klub,dann hat er sich doch weggehintereggert. Das scheinheilige Gesülze vom Fredi Bobic rundete diese Posse ab.
Einer der ersten Neulinge, der Florian hat so richtig Bock für den FCA zu spielen, das ist die Mentalität die man sich bei einem Spieler wünscht. Mit der Verpflichtung von Niederlechner haben wir damit vier MS, auf der Position sollte nichts mehr anbrennen.
Langes warten auf die Nummer Eins, zuerst koin Kobel, dann koin Mvogo, letztendlich landet der Koubek auf dem Lechfeld. Die Vergangenheit hat uns gelehrt wie wichtig es ist eine zuverlässige Nummer I zu haben, ich denke schon das der Tomas Koubek das drauf hat.
Ein wichtiger, wenn nicht sogar der entscheidende Faktor wird sein, wie viele der Neuverpflichtungen sind echte Verstärkungen, die Quote derer sollte bei über sechzig Prozent liegen. In der Vorbereitung haben Gruezzo, Vargas und der verletzte Iago schon gezeigt dass sie das Potential dazu haben, aber erst der Ligaalltag wird zeigen obs zur Stammelf reicht.
Der FCA ist was das Budget anbelangt immer noch im letzten Drittel der Nahrungskette zu finden, trotz aller Widrigkeiten will man sich mal wieder im zweiten Drittel der Tabelle tummeln, man wird sehen.
Die aktuelle Kaderstärke beträgt 33. Die Transferbilanz sagt – 6,5 Millionen, auf der Ausgebenseite liegt man bei etwa 28 Millionen.
Eines ist klar, auf diesem Kader steht Martin Schmidt drauf, jetzt mus die M.S. Augsburg auch liefern. Allerdings bei den Um- und Einbauten muss mit Anlaufschwierigkeiten gerechnet werden.
Der Verbleib in der BL ist durch den unerwarteten Aufstieg der zwei Underdogs leichter geworden, so hat es zumindest den Anschein. Wie wir aber aus der letzten Saison gelernt haben sträuben sich sogenannte Vorababsteiger ihrem Ruf nachzukommen.
Auch wir, der FCA, wird als Absteiger gehandelt, altbekannt, aber legt noch “2 Bricketts“ nach, dann bast des scho !!

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