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FC Augsburg

07.03.2016

Darum sollte Markus Weinzierl schnell seine Zukunft klären

Markus Weinzierl ist einer der begehrtesten Trainer Deutschlands. Fraglich ist daher, ob er über die Saison hinaus beim FC Augsburg bleibt.
Bild: Ulrich Wagner

Markus Weinzierl hat einen bis 2019 laufenden Vertrag. Trotzdem wird er immer wieder mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht. Jetzt wäre der Zeitpunkt für eine klare Ansage.

Markus Weinzierl ist der erfolgreichste Trainer in der Vereinsgeschichte des FC Augsburg. Der 41-Jährige sitzt seit dreieinhalb Jahren auf der Bank des FC Augsburg. Im ersten Jahr verhinderte er mit seiner Mannschaft dank einer beeindruckenden Rückrunde den Abstieg. Im Folgejahr spielte der FCA erstmals eine vollkommen sorgenfreie Saison und in der vergangenen Saison qualifizierten sich die Augsburger sensationellerweise für die Europa League.

Es sind Erfolge, die eng mit dem Namen von Markus Weinzierl verknüpft sind. Zurecht. Mit den begrenzten Mitteln des FCA über Jahre hinweg besser ausgestattete Clubs hinter sich zu lassen, ist kein Zufall. Das geht nur mit einem hervorragenden Trainer. Augsburgs hervorragender Trainer hat noch einen bis 2019 laufenden Vertrag. Der FC Augsburg wäre zum jetzigen Zeitpunkt mehr als glücklich, wenn Weinzierl das Vertragsende auf der Bank des FC Augsburg erlebt.

Wenn Weinzierl wechseln will, wechselt er

Selbstverständlich haben auch andere Vereine bemerkt, dass in Augsburg ein recht talentierter Mann das Team anleitet. Vereine, mit anderen, mit besseren Möglichkeiten als der FC Augsburg. Vereine, bei denen Weinzierl sicherlich überlegt, ob es sich lohnt, die komplette Vertragslaufzeit in Augsburg zu absolvieren. Auch wenn Präsident Klaus Hofmann immer wieder verlauten lässt, dass sich interessierte Vereine Anrufe bezüglich Weinzierl sparen können: Wenn der Trainer wechseln will, wechselt er.

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Derzeit steckt der FC Augsburg in einer seiner schwierigsten Phasen seiner Erstligazugehörigkeit. Nach den rauschhaften vergangenen beiden Spielzeiten geht es wieder gegen den Abstieg. Ein Szenario, mit dem man im Verein immer gerechnet hat. Das einige Fans aber nicht wahrhaben mögen. Sie sehen den FC Augsburg bereits als etablierten Bundesligisten. Für die Spieler ist das Umschalten von Liverpool auf Abstiegskampf auch nicht einfach. Dazu die Verletzten. Und ein Trainer, dessen Zukunft unsicher ist.

Weinzierl gilt überall als Kandidat

Denn klar ist: RB Leipzig sucht einen Coach. Bei Bayer Leverkusen hängt der Haussegen derzeit schief. In Gladbach ist die anfängliche Euphorie um André Schubert verflogen und beim FC Schalke und André Breitenreiter stehen die Zeichen auch nicht zwingend auf eine dauerhaft glückliche Beziehung. Wo auch immer der Trainerstuhl frei wird, Weinzierl wird als Kandidat gehandelt werden.

Das sollte den FCA-Profis nichts ausmachen. Schließlich sind es ja Profis. Egal unter welchem Trainer. Profis sind aber auch nur Menschen. Menschen, die wissen wollen, wer künftig ihr Chef ist. Die Planungssicherheit haben wollen.

Die kann ihnen nur Markus Weinzierl geben. Indem er sich klar zum FC Augsburg bekennt und sagt, dass er die Mannschaft auch in der kommenden Saison trainiert. Oder aber er kündigt seinen Abschied an. Auch das schafft Planungssicherheit. Alles andere ist ein unnötiges Lavieren und sorgt in absehbarer Zeit für Unruhe - und die kann der FC Augsburg in seiner derzeitigen Situation am allerwenigsten gebrauchen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

08.03.2016

Lieber Herr Mehl,

mich, sowie sicherlich auch Herrn Weinzierl und alle Verantwortlichen und Fans des FCA interessiert momentan die Sicherstellung des Klassenerhaltes....das hat oberste Priorität....alles andere ist Kaffeesatzlesen und hilft uns in dieser kniffligen Situation gar nichts und ist mir auch echt gesagt aktuell total egal....sorry, für Ihre Schreibarbeit, aber dafür werden Sie ja auch bezahlt!

Nobby Die Stimme der Rosenau

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07.03.2016

@ Tilmann Mehl ..... ?

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Frage:

Warum sollte Markus Weinzierl schnell seine Zukunft klären ?

.

Antwort:

Markus Weinzierl hat einen bis 2019 laufenden Vertrag.

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07.03.2016

Allein die Debatte zeigt doch, dass in diesem "Geschäft" Verträge das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. Euphorische Vertragsverlängerungen sind nichts als nur werbewirksames, das interessierte Publikum ruhigstellendes Werkzeug! Das gilt insgesamt, nicht nur für FCA/Weinzierl.

Zur Sache selbst, so glaube ich, hat Weinzierl das Thema FCA zum Ende der Saison abgehakt. Ich kann das übrigens auch verstehen; irgendwie ist die gemeinsame Wegstrecke doch zu Ende - m.E. wäre das zum Saisonbeginn auch schon nachvollziehbar gewesen.

Eine Entscheidung heute, werter Herr Mehl,kann, darf und muss nicht sein. Eine lame duck bringt deutlich mehr Unruhe als irgendwelche Abschiedverkündungen im Hinblick auf die so notwendige Sicherung der Erstligazugehörigkeit.

Wenn mich nicht alles täuscht, werden wir Herrn Weinzierl nächste Saison beim Gastspiel der Brause-Retorten in der Arena begrüssen können.

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07.03.2016

Toller Vorschlag von Herrn Mehl. Weinzierl erlärt in Kürze, dass er bereit ist zu wechseln. Wohin er geht, kann er aber jetzt noch nicht sagen, weil die betreffenden Vereine (Schalke, Gladbach, Leverkusen,...) ihren Entscheidungsprozess noch nicht abgeschlossen haben und nach Leipzig mag er nicht. Solche Diskussionen sind wahrlich hilfreich.

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07.03.2016

Wenn MW wechseln will, dann wechselt wer. Es besteht, nicht mal eine moralische, Verpflichtung zu sagen wo er denn hingeht. Wenn ich heute meinen Arbeitgeber wechsle kündige ich. Wo ich dann neu anheuere sollte dem "alten" grundsätzlich egal sein

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07.03.2016

Herr Weinzierl hat einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel. Ich frage mich, wozu Verträge dann überhaupt noch geschlossen werden, wenn sich niemand an die getroffenen Vereinbarungen halten will. Wenn Sie, werter Wolfgang B., als einfacher Arbeiter einen neuen Arbeitgeber wollen, dann ist das für Sie ohne Probleme mit dem bisherigen Arbeitgeber möglich, sofern Sie die Kündigungsfrist einhalten. Anders sieht es aber schon aus, wenn Sie in der Führungsebene beschäftigt sind, dort haben Sie oft eine Sperrklausel im Vertrag, wonach Sie für eine bestimmte Zeit nicht zu einem Mitbewerber wechseln dürfen. Herr Weinzierl ist Führungskraft, ergo wird es für andere Vereine ziemlich teuer, wenn sie ihn aus dem bestehenden Vertrag herauskaufen wollen. Und ob Herr Weinzierl anderswo auch so in Ruhe arbeiten kann wie hier in Augsburg bezweifle ich doch stark. Man erinnere sich an Herrn Luhukay, der bei Hertha im Endeffekt gescheitert ist. Oder an Herrn Schaaf, der in Bremen lange Jahre erfolgreich wr und der jetzt mit Hannover vor dem Abstieg steht.

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08.03.2016


Pacta sunt servanda das war einmal. Trotzdem braucht es natürlich einen Vertrag, denn in diesem sind außer der Laufzeit noch verschiedene andere Dinge geregelt.

Die Länge der vereinbarten Dienstleistung gegen Entgelt, wird heute im Fußball und leider zunehmend auch im Bereich der Trainer von Spekulationen begleitet: Könnten wir evtl. mal ein hübsches Sümmchen an Ablöse für den Mann bekommen? Dann schließen wir einen möglichst langfristigen Vertrag ab und gewähren eine Ausstiegsklause (nicht mehr ganz so beliebt) oder vereinbaren stillschweigend, dass wir uns schon einigen werden, sollte es so weit kommen.

Warum sollte Markus Weinzierl im vergangenen Jahr sonst diesen langfristigen Vertrag abgeschlossen haben? Dass mit dem FCA nicht viel mehr zu erreichen sein wird, wird ihm klar gewesen sein. Dass er ehrgeizignach Höherem strebt, ist allgemein bekannt - ich glaube, die Ruhe ist ihm da relativ egal.

Trotzdem finde ich die Forderung von Herrn Mehl etwas forsch. Erst befördert die Presse das sicher vorhandene Interesse anderer Vereine an Weinzierl an die Öffentlichkeit und dann soll Weinzierl darauf reagieren müssen?

Damit die Mannschaft weiß, woran sie ist? Muss er das öffentli klären? Kann er das nicht in der Kabine tun?

Die Unruhe, die dieses Vorgehen in die Mannschaft trägt ist natürlich nicht so schlimm, wie die, die durch Weinzierls Schweigen entstehen könnte. ^^..^^

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08.03.2016

Nicht ganz richtig. Wenn sich beide Pateien einig sind spielen Kündigungsfristen u.ä. keine Rolle. Fast jeder Vertrag kann in beiderseitigem Einverständnis aufgelöst werden - und zwar dann problemlos.

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