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FC Augsburg

06.01.2019

Das sagen FCA-Manager Reuter und Präsident Hofmann zu Caiuby

Stefan Reuter hat beim FCA-Trainingslager in Alicante alles im Blick.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Wann sind Max und Finnbogason zurück? Wer wird Stammtorhüter? Viele Fragen beschäftigen den FC Augsburg im Trainingslager. Eine Sache aber nervt Manager Reuter enorm.

Immer wenn die Profis des FC Augsburg am Vormittag trainieren, pfeift ein unangenehmer Wind über den an einem Hang gelegenen Trainingsplatz im spanischen Algorfa. Den bekommt auch Stefan Reuter zu spüren. Zwar steht er am Spielfeldrand geschützt, doch die Fragen nach seinem Sorgenkind Caiuby, der auch am Sonntag fehlte, wollen nicht enden und denen kann er auch nicht ausweichen. Das nervt den Geschäftsführer Sport des FCA immer mehr: „Ich werde jetzt sicher nicht jeden Tag über Caiuby diskutieren“, sagte er am Samstag. Zwar sei seine Benachrichtigung recht kurzfristig gewesen, doch für Reuter sind die Gründe „nachvollziehbar“. Reuter weiter: „Es ist etwas Privates. Wenn er da ist, werden wir mit ihm das Gespräch suchen und dann werden wir sehen, was ist.“

FC Augsburg, Trainingslager Alicante 2019;
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Kobels erste Flugstunden: Der zweite Tag des FCA im Trainingslager
Bild: Klaus Rainer Krieger

Den Grund für Caiubys Fernbleiben wollte er nicht nennen, auch wenn es für die Außenstehenden dann vielleicht leichter zu verstehen wäre. „Ich weiß, um was es geht, es ist für mich nachvollziehbar, aber private Dinge müssen vom Spieler kommen. Wenn es der Spieler nicht tut, werde ich es sicher nicht nennen. Da ist mir unsere Außendarstellung relativ egal.“ Auch Vorstandschef Klaus Hofmann, der inzwischen ebenfalls in Spanien angekommen ist, hätte das Thema Caiuby gerne vom Tisch. „Es ist alles gesagt“, war seine kurze Antwort.

Hinteregger steht zu Caiuby - nicht alle FCA-Spieler sehen das so

Doch so einfach ist es nicht. Denn dass Caiuby zum wiederholten Mal gegen Regeln verstößt, wird auch in der Mannschaft diskutiert. Öffentlich äußern dazu will sich kaum einer der Spieler. Martin Hinteregger ist eine Ausnahme. Er sagt: „Ich möchte keine familiären Probleme haben, wenn ich 10.000 Kilometer von zu Hause weg bin. Es wird mir da zu viel aufgebauscht. Ich denke, ich sehe ihn etwas anders, weil auch ich nicht gerade der Parade-Profi bin. Es muss auch Spieler wie Caiu und mich geben, die nicht alles so perfekt und pünktlich machen.“

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Natürlich gibt es Spieler, wie Hinteregger, die weiter zu Caiuby halten. Es gibt einige, denen das Thema egal ist, aber auch welche, die nur noch genervt sind. „Wo ist Caiuby?“, wird da beim kurzen, unbemerkten Gespräch spöttisch gefragt. Aber manchmal wird auf dem Weg vom Platz zum Hotel auch angemerkt, dass es noch mehr Familienväter in der Mannschaft gibt.

Die Causa Caiuby scheint sich zu einem Problem mit Sprengkraft zu entwickeln. Vor allem, wenn die Spieler die Meinung haben, es werden nicht alle gleich behandelt. Dabei betonen die FCA-Verantwortlichen immer wieder, wie wichtig im Abstiegskampf die mannschaftliche Geschlossenheit sei. Wann Caiuby wieder nach Europa zurückkehrt, weiß Reuter noch nicht. Schon anwesend ist dagegen Alfred Finnbogason, der nach der Geburt seines zweiten Kindes am Sonntag im Trainingslager ankam. Der erkrankte Philipp Max könnte vielleicht schon in Kürze zur Mannschaft stoßen. „Am Freitag ging es ihm schon deutlich besser. Der Arzt will aber die Blutwerte abwarten, ehe er grünes Licht gibt“, sagt Reuter.

Stefan Reuter will das Trainingslager erst einmal nützen, um sein Team auf den Abstiegskampf vorzubereiten. „Es gilt extrem konzentriert und fokussiert zu sein, wir wollen positiv in die Rückrunde starten. Das ist unser Ziel und das lassen wir uns überhaupt nicht von Dingen drum herum beeinflussen und darum werden wir das Thema Caiuby nicht weiter erörtern.“

Finnbogason und Max bald wieder bei der Mannschaft

Wann Caiuby wieder nach Europa zurückkehrt, weiß Reuter noch nicht. Etwas länger kann es auch noch beim erkrankten Philipp Max dauern. "Am Freitag ging es ihn schon deutlich besser. Der Arzt will aber die Blutwerte abwarten, ehe er grünes Licht gibt", sagt Reuter.

Dafür absolvierte Torhüter-Neuzugang Gregor Kobel, 21, sein erstes spezifisches Torwarttraining. Reuter war angetan. "Kobel hat hohe Qualität. Ich freue mich, dass es geklappt hat." Die Leihe läuft vorerst bis zum Ende der Saison. Was anderes war mit der TSG 1899 Hoffenheim nicht zu verhandeln, gesteht Reuter: "Da war Hoffenheim aktuell null gesprächsbereit."

Reuter will die Verpflichtung von Kobel aber nicht als Vertrauensverlust in die Stammtorhüter Andreas Luthe und Fabian Giefer verstehen: "Ich habe absolutes Vertrauen zu den beiden. Es schadet aber nicht, wenn da noch einmal Qualität dazu kommt."

Luthe in die USA - nur Spekulation?

Dass Andreas Luthe angeblich ein Angebot aus der amerikanischen Profiliga MLS vorliegt, wollte Reuter nicht kommentieren: "Da ist wirklich nur spekuliert worden und daran nehmen wir nicht teil. Wir haben nicht vor, ihn gehen zu lassen. Das ist aktuell für uns kein Thema." Allerdings beginnt die Saison in den USA erst Anfang März.

FCA.tif
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Hitz, die WM und Caiuby: Das Jahr des FCA in Bildern
Bild: Ulrich Wagner, dpa, Klaus Rainer Krieger

Zudem wird kräftig spekuliert, dass der FCA durchaus selbst noch einmal tätig werden könnte. So wird der Verein immer wieder als Abnehmer für den anscheinend wechselwilligen Patrick Hermann (Borussia Mönchengladbach) genannt. Reuter sagt dazu: "Natürlich hat er Qualität, aber so etwas kommentieren wir nicht." Wenn Qualität auf dem Markt ist, beschäftigt sich der FCA allerdings durchaus damit, wie es sich im Fall Kobel gezeigt hat.

Doch Reuter will das Trainingslager erst einmal nützen, um sein Team auf den Abstiegskampf vorzubereiten. "Es gilt, sich hier absolut auf die eigene Stärke einzuschwören. Wir müssen uns hier die Verfassung holen, um vom ersten Spieltag an Vollgas geben zu können. Es gilt, extrem konzentriert und fokussiert zu sein. Wir wollen positiv in die Rückrunde starten. Das ist unser Ziel und das lassen wir nicht von Dingen aus dem Umfeld beeinflussen. Darum werden wir das Thema Caiuby nicht weiter erörtern."

Lesen Sie dazu: Der FCA reist ins Trainingslager - und Caiuby fehlt wieder.

Causa Caiuby - unser Kommentar: Der FCA hat bei Caiuby zu oft ein Auge zugedrückt.

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06.01.2019

Herr oder Frau Z. Sie haben einen ausgesprochen dürftigen 'Diskussionsstil'. Argumentativ bringen null. Sie tun nur so als äußerten Sie etwas Relevantes. SIE waren ja auch nicht dabei, wissen also genau so viel oder wenig. Persönliche Angriffe, Lächerlichmachen Meinungen anderer... das ist alles Sie können. Nicht sehr viel.
Einschüchtern sollte sich von Ihnen keiner lassen. ;-)

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06.01.2019

@Winfried Z.

Marwin Hitz wollte seinen Vertrag auslaufen lassen. Das hat Reuter nicht gepasst, denn er will ja mit seinen besten Spielern zumindest Geld verdienen, wenn er sie schon nicht halten kann. Ergo verpflichtete man Giefer in der Hoffnung a) einen Nachfolger zu haben, wenn Hitz nach der Saison zu einem anderen Verein wechselt (wie dann auch geschehen) b) Hitz den Eindruck zu vermitteln, er könnte nur noch die Nummer 2 sein, was nicht in seinem Interesse hätte sein können.

Damit hat man sich verzockt. Weder wurde Giefer ein Konkurrent für Hitz, noch verlängerte dieser seinen Vertrag.

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06.01.2019

...der/die "Maja" wieder....

Ich nehme an, Sie kennen Reuter, Baum, Hoffmann und Hitz -persönlich- ...oder sind zumindest bei ein paar Gesprächen dabei gewesen...!?

...oder vertraut man -wieder- der Zeitung mit großen Lettern und unbkleideten Frauen und nimmt alles dort geschriebene für bare Münze...

So kann man z.B. auch das Erstarken der AfD erklären...

PS: bitte bitte bitte -nicht- antworten!

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05.01.2019

Zur Verpfichtung von Gregor Kobel - die ich im Grundsatz für nicht falsch halte - will ich nur anmerken, dass diese dem grandiosen Fehler vor gut 1 1/2 Jahren geschuldet ist. Reuter/Schwarz hofften, Marvin Hitz wegzudrücken und eine Ablöse zu kassieren und gigen davon aus, dass Fabian Giefer (wie irre) eine gestandene Nummer Eins wird. Dies gepaart mit der Baum'schen Fehlentscheidung zu Saisonbeginn kostete a) einige Punkte und führte b) zu der heutigen Situation.

Ich wage mal die These, dass neben dem notwendigen Umbruch auf dem Grün ein ebensolcher im Management (generell plus Sportmanagement, plus sportliche Leitung zwingend ansteht. Diverse Rohrkrepierer sprechen dafür.

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06.01.2019

WER hat Hitz "weggedrückt"?
Wenn Sie vllt. nachrecherchieren wollten, könnten Sie feststellen, daß man mehr als EIN Jahr versucht hat, Marwin Hitz zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen!!

Baum als ehem. Profi-Torwart, gstudierter Sportwissenschaftler und Pädagoge, penibler und intensiver Fußballanalyst MUSSTE sich im Vorfeld für einen Torwart als No.1 entscheiden - und seine Wahl ist auf den bis dato fehlerfreien, jüngeren Giefer gefallen...und ist damit falsch gelegen!
Nun wissen es wieder. wie immer, ALLE Hobby-Bundesliga-Trainer/-Manager im bequemen Fernsehsessel -im Nachhinein-besser.....- "der Erfolg hat viele Väter, der Mißerfolg ist ein Waisenkind" (alte Lebensweisheit)!

Bitte geben Sie doch Ihren Namen und Adresse an den FCA weiter - damit man Sie im VORFELD bei maßgeblichen Entscheidungen konsultieren kann...aber bitte dann auch öffentlich- VERANTWORTUNG übernehmen!

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05.01.2019

Warum um Caiuby so ein Thema gemacht wird verstehe ich nicht ganz. Er gehört mMn nicht zu wirklichen Leistungsträgern des FCA. Wenn Finnbogason nach kommt, sind die alle vor Ort.

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05.01.2019

Von einem Latino, soll man nicht die Zuverlässigkeit eines Europäers erwarten, das hat man schon bei manch anderen Latinos gesehen. Nur bei einem Profi der auch viel Geld verdient, ist es nicht immer hinnehmbar.

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05.01.2019

Man kann Herrn Reuter nur gratulieren, dass er die Chance wahrgenommen hat, solch ein Juwel zum FCA zu holen, gerade vor dem Hintergrund, dass Luthe anscheinend ein lukratives Angebot aus den USA vorliegt und er die Erwartungen nicht 100%ig erfüllen konnte. Nun kommt es nur darauf an, dass der FCA auch in dieser Saison die Klasse hält und dafür brauchen wir mindestens einen sehr guten Torwart. Übrigens: Wenn Kobel dann unbedingt beim FCA bleiben will und der FCA das auch will, wird es sicher einen Weg geben.

Zu Caiuby: Sonderbar, was nun reflexartig alles gefordert wird, obwohl ja offensichtlich nur Reuter weiß, was der Grund für sein Fernbleiben ist. Reuter weiß sicher auch, was zu tun ist.

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05.01.2019

Ist Stefan Reuter für Sie eigentlich Gott? Man möchte es meinen, so reflexartig, wie Sie stets alles verteidigen, was er von sich gibt und sind die Statements noch so unsinnig: Wir haben vollstes Vertrauen in unsere Keeper, aber es kann nichts schaden, sie durch die Verpflichtung eines Youngsters, der null Bundesligaerfahrung hat, nach Statement seines Beraterbüros aber künftig zwischen den Pfosten stehen wird, unter Druck zu setzen. So sieht wahres Vertrauen aus, genau. Ob der Youngster ein 'Juwel' ist, wird sich zeigen. Vorschussgejubel muss nicht unbedingt sein. Das erhöht nur die mögliche Fallhöhe.

Caiuby hatte bereits beim letzten Mal wichtige private Dinge zu erledigen. Die Frage ist nur: Warum schafft er es nie, diese so zu regeln, dass er pünktlich zu Trainingsbeginn wieder in Augsburg ist? Und die Loyalität von Reuter kann natürlich auch lediglich dem eigenen Schutz dienen, dass nicht bekannt wird, welche Mätzchen man dem Lieblindg der sportlichen Führung noch so durchgehen lässt. Auch da ist eher sonderbar, was Sie so alles hinzunehmen bereit sind, nur weil der Manager es für gut befindet.

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