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FC Augsburg

03.01.2021

Der FC Augsburg demonstriert in Köln seine Reife

Marco Richter (Mitte) zeigte in Köln eine starke Partie, hier feiert er den Siegtreffer mit Iago (links) und André Hahn.
Bild: Marius Becker, dpa

Plus Mit dem 1:0-Sieg in Köln machen die Augsburger einen großen Schritt von der Abstiegszone weg. Manager Stefan Reuter gefällt vor allem das Auftreten des Teams.

Mit dem Dirigieren war längst noch nicht Schluss. Rafal Gikiewicz hatte schon auf dem Platz viele Kommandos gegeben, wie es sich für einen Torwart auf diesem Niveau einfach gehört. Wegen der derzeit leeren Stadien ist das momentan alles bestens auf der Tribüne zu hören. Doch auch nach dem Schlusspfiff und dem 1:0-Sieg in Köln nahm der Torwart des FCA Augsburg die Organisation in die Hand.

Gikiewicz stand am Rand des Platzes und wies seinen Kollegen die Plätze vor den TV-Kameras zu. Der Pole hatte gute Laune – aus gutem Grund. Wenige Minuten später, als die Interviews geschafft waren, marschierte er zielstrebig Richtung Kabine. Kurz vor dem Eingang in die Katakomben sagte er noch: "Zwei Wochen ohne Frau und schon ein Sieg". Gikiewicz lachte herzhaft. Ein Scherz, natürlich. Aber vor allem ein Beleg für die guten Augsburger Laune.

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Bild: Klaus Rainer Krieger

FCA-Keeper Gikiewicz hatte Weihnachten alleine verbracht

Gikiewicz hatte Weihnachten alleine in Augsburg verbracht, seine Familie war nach Polen gereist. Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen war der Torwart in Deutschland geblieben. Aber ob das wirklich der Grund für den erfolgreichen Start ins neue Jahr war? Gikiewicz ist für seinen Humor und seine Lockerheit bekannt. Gerade nach Siegen.

Gikiewicz aber ist auch ein wichtiger Faktor im Spiel des FCA. Er hat großen Anteil an den 19 Punkten. Auch am Samstag war er zweimal zur Stelle, als Köln einem Torerfolg nahe schien. Auf den Torwart ist Verlass. Auf spielerisch ansprechende Leistungen dagegen in dieser Saison noch nicht regelmäßig.

Gegen den 1. FC Köln zeigte sich der FC Augsburg dominant

Am Samstag aber gefiel die Mannschaft mit einer guten Spielanlage, was sich zwar nicht in vielen erstklassigen Chancen spiegelte. Ballbesitzanteil und Passquote aber waren sehr gut. Und spielerisch waren die Gäste das bessere Team. "Das war eine reife Leistung", lobte Stefan Reuter. Dem Geschäftsführer Sport hatte gefallen, was er geboten bekam. "Es war ganz wichtig, mit einem Sieg ins neue Jahr zu starten", sagte er.

Vor allem, dass die Mannschaft erneut in der Schlussphase zulegen und den Sieg sicherstellen konnte, freute ihn. Zumal das in dieser Saison schon mehrfach gelungen ist. "Wenn das so häufig passiert, ist das kein Zufall mehr", meinte Reuter, "so etwas gibt der Mannschaften Glauben und Überzeugung." Zwei wichtige Faktoren, um sich auch spielerisch mehr zuzutrauen.

Die Erleichterung war groß beim FC Augsburg nach dem 1:0-Sieg in Köln.
Bild: Marius Becker, dpa

Für Marco Richter hatte FCA-Trainer Herrlich ein Sonderlob parat

Herrlichs offensive Aufstellung mit Marco Richter war zudem entscheidend, um für mehr Spielfreude zu sorgen. "Ich bin mit Marco wie mit den anderen Offensivspielern sehr zufrieden, auch gegen den Ball hat er gut gearbeitet", sagte der Trainer. Gleiches gilt für Florian Niederlechner, der zwar seine Torflaute nicht beenden konnte, sich sich aber sehr über seine Vorbereitung zu Iagos entscheidendem Treffer (77.) freute. "Ich bin glücklich", sagte Niederlechner, dem zwei Treffer wegen Abseits aberkannt wurden. Das allerdings war zu verschmerzen. Zumal Herrlich überzeugt ist, dass bei seinem Stürmer der Knoten bald platzen wird.

Zuletzt selten erfolgreich: Trainer Heiko Herrlich steht mit dem FC Augsburg in Bielefeld unter Druck.
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Herrlich, Baier und Corona: Das war das Jahr des FCA
Bild: Matthias Balk, dpa

Alles gut beim FCA also? Nach Schlusspfiff sah das jedenfalls so aus. Der Jubel war groß, Michael Ströll war von der Tribüne aus nach unten auf den Rasen marschiert und beglückwünschte die Spieler. Der kaufmännische Geschäftsführer des FC Augsburg war in dieser Saison erstmals bei einem Auswärtsspiel dabei und machte einen zufriedenen Eindruck. So wie sein Kollege Stefan Reuter auch. "Wir freuen uns natürlich über den Sieg und den Punktestand. Wir wissen aber auch, dass erst 14 Spieltage vorbei sind", sagte er. Soll heißen: Noch ist nichts geschafft. Die Zwischenbilanz aber lässt sich gut an.

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