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FC Augsburg

13.05.2019

Der nächste Abgang beim FCA? Ja-Cheol Koo denkt an Abschied

Sagt der Südkoreaner Ja-Cheol Koo servus? Sein Vertrag mit dem FC Augsburg läuft am Saisonende aus.
Bild: Ulrich Wagner

Am Saisonende läuft der Vertrag des Südkoreaners aus. Ein erstes Augsburger Angebot hat er abgelehnt, auch wenn sein Herz am Verein hängt

Über die Begegnung mit Hertha BSC verliert Ja-Cheol Koo nur wenige Worte. Kurz vor der Pause hatte der Südkoreaner wegen einer Adduktorenverletzung das Spielfeld verlassen, der FC Augsburg verlor später das letzte Heimspiel turbulent mit 3:4, hatte sich aber zuvor schon seiner Abstiegssorgen entledigt. Hinter der laufenden Saison ist ein Haken gesetzt, längst beschäftigen sich Verantwortliche und Spieler des Fußballbundesligisten mit der Zukunft. Und Koo überlegt.

Noch hat sich der 30-Jährige nicht entschieden, welches Trikot er ab Sommer tragen will. Zweifelsohne ist seine Verbundenheit groß, 140 Ligaspiele hat er für die Augsburger bestritten. Dass er erneut mit dem Klub den Ligaverbleib gesichert hat, sei für ihn "etwas Besonderes" gewesen, wie er betont.

Koo blickt auf fünfeinhalb Jahre FCA zurück - das hört sich nach Abschied an

Wer Koo an diesem Abend im Bauch der Augsburger Arena zuhört, den beschleicht das Gefühl eines bevorstehenden Abschieds. Der Koreaner blickt zurück, weniger voraus. Er zieht Bilanz und ordnet seine insgesamt fünfeinhalbjährige Zeit in Augsburg ein. "Jedes Mal, wenn ich die Geschäftsstelle sehe, bin ich sehr stolz auf mich und auf diese Mannschaft." Was Koo folgen lässt, verstärkt den Eindruck, dass die Zusammenarbeit zwischen dem FCA und dem Spieler enden wird.

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Der Südkoreaner erklärt: "Augsburg gehört zu meiner Geschichte, mein Herz ist hier. Ich habe lange Zeit alles gegeben, das ist ein Teil meines Lebens." Am Saisonende könnte ein neuer Abschnitt beginnen, in einem anderen Land. Denn Koo stellt klar: Innerhalb der Bundesliga möchte er nicht mehr wechseln. Eine vierte Station in Deutschland soll nach Wolfsburg Mainz und Augsburg nicht hinzukommen. England oder Spanien würden ihn reizen, sagt der zweifache Familienvater. Nachdem Koo seine Karriere im Nationalteam nach dem Asiencup im Januar beenden durfte – eigentlich wollte er schon nach der WM im Sommer aufhören – kann sich der Mittelfeldspieler vollends auf die Endphase seiner Vereinskarriere konzentrieren.

Für FCA-Trainer Martin Schmidt bringt Koo "alles mit"

Augsburgs Trainer Martin Schmidt lobte vor kurzem die Vielseitigkeit des Mittelfeldspielers, der nach einer früheren Ausleihe im August 2015 für die damalige Rekordablöse von fünf Millionen Euro aus Mainz nach Augsburg gewechselt war. Er bringe alle Fähigkeiten mit, die er, also Schmidt, für sein Spiel benötige. Schmidt stellte klar: "Wir wollen Koo unbedingt halten." Ein erstes Angebot hat der Südkoreaner allerdings abgelehnt. Ob ihm die Vertragslaufzeit zu kurz oder das Gehalt zu gering war, darüber spricht Koo nicht. Die Türe ist aber noch nicht zugeschlagen. "Es ist noch nichts entschieden", erklärt der Spieler, "ich spreche immer noch mit Stefan Reuter."

Koo wäre nach Dong-Won Ji der zweite Profi, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte. Den Routiniers Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Christoph Janker hatte der Klub keine weitere Beschäftigung als Spieler angeboten. Fragezeichen stehen hinter dem Verbleib des Linksverteidigers Konstantinos Stafylidis und des von Hoffenheim ausgeliehenen Gregor Kobel. Auch ihre Verträge enden am 30. Juni. Stafylidis’ Weggang scheint sicher, bezüglich Torhüter Kobel zeigt sich FCA-Sportchef Stefan Reuter zuversichtlich. "Wir sind guter Dinge, dass wir ihn halten können."

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13.05.2019

Ich würde Herrn Koo gerne darin bestärken, nach Spanien oder England zu gehen.
Nach dieser Saison sollte die Geschäftsstelle verstanden haben, dass es in der Bundesliga nunmehr auf Technik und Ballsicherheit ankommt.
Viele gelaufene Kilometer sind bald nur noch Indizien für demnächst Adduktoren- oder muskelverletzte Spieler.
Leverkusen, Bremen, Frankfurt, Hoffenheim und viele andere haben unser Team im unserem Stadion mit Leichtfüßigkeit, schnellem Passspiel und magnetisch sicherer Ballannahme demontiert. Da braucht man nicht die ganze Zeit umherpesen, wenn man so spielt.
Koo, Moravek, Stafilidis sind diese Saison die verlässlichen Verursacher der Fehlpässe, verpasster Pressings und verstolperter Alleingänge - und in Leere gelaufenen Kilometern.

Lassen wir sie gehen - wenn sie nur wollten.

Hoffentlich kann Herr Schmidt dem neuen Team die technischen Feinheiten des Fußballs vermitteln. Hoffentlich.


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