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FC Augsburg

18.12.2020

Die FCA-Profis zeigen einmal mehr ihren starken Willen

Mit viel Einsatz erkämpfte sich der FC Augsburg einen Sieg in Bielefeld.
Bild: Friso Gentsch, dpa

Plus Der FC Augsburg gewinnt ein Kampfspiel in Bielefeld und kann nun bedeutend ruhiger die nächsten Aufgaben angehen. Wie Trainer und Spieler die Situation einschätzen.

Heiko Herrlich hätte völlig enthemmt jubeln können. Der Anlass dafür war gegeben. 1:0 hatte sein FC Augsburg bei Arminia Bielefeld gewonnen, ein wichtiger Sieg für die Gesamtstimmung, aber auch für die Lage in der Fußball-Bundesliga. Der FCA steht damit auf einem einstelligen Tabellenplatz, nach zwölf Spieltagen ist das eine ordentliche Bilanz. Herrlich aber blieb ruhig. Wohl auch aus Respekt vor Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus, mit dem er bei Borussia Dortmund von 1998 bis 2004 zusammengearbeitet hatte. Neuhaus als Co-Trainer, Herrlich als Stürmer. Am Mittwoch waren sie Konkurrenten.

Herrlich ballte kurz die Faust, mehr nicht. Später gab er ganz entspannt die Interviews, während Stefan Reuter schon auf ihn wartete. Die Augsburger wollten schnell los, um noch rechtzeitig den Rückflug zu schaffen. Es sind anstrengende Wochen in der Bundesliga, da tut jede Nacht zu Hause gut. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) geht es schon mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter.

In der ersten Hälfte kombiniert der FC Augsburg ansehnlich

In der ersten Hälfte hatte der FCA recht ansehnlich kombiniert. Das empfand auch Herrlich so – allerdings nur bis kurz vor die gefährliche Zone. „Der letzte Pass hat gefehlt, da hatte ich mir mehr erhofft“, kritisierte der FCA-Trainer. Manager Stefan Reuter hatte zwar auch festgestellt, dass „wir im letzten Drittel oft nicht die richtigen Entscheidungen getroffen haben“.

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Bild: Ulrich Wagner

Er sah aber einen Schritt in die richtige Richtung, nachdem er zuletzt nach dem Spiel gegen Schalke fehlenden Mut und Überzeugung beklagt hatte. „Das war heute ganz wichtig, um uns Luft nach hinten zu verschaffen“, sagte Reuter. Von anderen Zielen, zum Beispiel nach oben zu schielen, wollte er nicht sprechen. „Man hat auch heute gesehen, wie eng es in der Bundesliga ist“, sagte der Manager. So fühlten sich die Bielefelder nach Spielschluss auch als unglückliche Verlierer. „Wir hätten heute mehr verdient gehabt“, sagte Kapitän Fabian Klos.

In der zweiten Hälfte wird es Jeffrey Gouweleeuw zu bunt

Wohl vor allem wegen der zweiten Hälfte, in der sich der FCA offensiv zurückhielt, bis es Jeffrey Gouweleeuw zu bunt wurde. Der Innenverteidiger schnappte sich den Ball, marschierte nach vorne, ließ sich von Daniel Caligiuri mustergültig anspielen und traf zum Siegtreffer (85.). „Eine Willensleistung“, wie Reuter befand. Von Gouweleeuw, aber vor allem in der Schlussphase von der gesamten Mannschaft. Wie bereits in Mönchengladbach oder gegen Schalke, als jeweils in Unterzahl noch der Ausgleich gelungen war. „Wir sind in den letzten Spielen häufiger in der Schlussphase stark zurückgekommen, dadurch wächst der Glaube, dass man hinten raus noch etwas bewegen kann. So war es auch heute“, sagte Rani Khedira. Das Spiel sei kein Zuckerschlecken gewesen, es kam auf kämpferische Tugenden an.

Bielefeld versuchte es mit hohen Bällen auf die bulligen Stürmer, darauf waren die Augsburger vorbereitet – allen voran Reece Oxford, der in der Innenverteidigung ran durfte. Auch Herrlich sprach von „einem Arbeitssieg, der ganz wichtig war“. Bei einer Niederlage wäre der Druck gewachsen. So aber herrscht Ruhe. Aber offenbar kein Grund für ganz ausgelassene Freude.

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18.12.2020

Guter Artikel. Die Aussage, dass die Spieler des FCA in der ersten Hälfte "ansehnlich kombiniert" hätten, ist jedoch recht schmeichelhaft. Aber schmeichelhaft ist im Moment ja auch der 9. Tabellenplatz.

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