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FC Augsburg

26.10.2019

Diese Spieler kamen vom VfL Wolfsburg zum FCA

Uwe Möhrle (links) und Akaki Gogia im August 2011 nach dem Spiel gegen Kaiserslautern. Beide Spieler kamen vom VfL Wolfsburg zum FC Augsburg.
Bild: Ulrich Wagner

Am Sonntag gastiert der FCA beim VfL Wolfsburg, dessen Spieler immer wieder den FCA verstärkten. Uwe Möhrle war im August 2007 der Erste.

Seit der FC Augsburg 2006 in den bezahlten Profi-Fußball zurückgekehrt ist, hat er sich immer wieder mit Profis vom VfL Wolfsburg verstärkt. Felix Uduokhai war nun der achte VfL-Spieler, der den Werksklub Richtung Augsburg verlassen hat. Die kamen aber nie aus der Stammelf. Der FCA buhlte immer um die Spieler aus der zweiten Reihe. Seine Argumente: ein relativ ruhiges Umfeld und viel Einsatzzeit für die persönliche Entwicklung. Und was boten die VfL-Profis? Viel Potenzial und Ehrgeiz. Mit der Millionen-Unterstützung aus dem VW-Konzern gingen die VfL-Manager immer großzügig auf Einkaufstour und viele Talente sahen sich in ihren Erwartungen enttäuscht. Denen bot und bietet der FCA dann eine sportliche Perspektive. Meist zuerst als Leihspieler, aber mit der Möglichkeit der Festanstellung. Begonnen hat die Shoppingtour auf der VfL-Ersatzbank mit Uwe Möhrle.

Der FC Augsburg und seine Spieler: Publikumsliebling, Torwarttrainer und eine Identifikationsfigur

Uwe Möhrle Der gebürtige Überlinger spielte von August 2007 bis Januar 2012 für den FCA. Es war eine innige Verbindung. Möhrle war lange Kapitän und Publikumsliebling, ehe die Liebe erkaltete. Zum 1. Januar 2012 wechselte Möhrle zum damaligen Zweitligisten Energie Cottbus. Obwohl er Kapitän der Augsburger war, hatte er nach dem Bundesligaaufstieg nur neun von 17 möglichen Spielen bestritten. Ende 2016 schien er als Jugendtrainer zum FCA zurückzukehren, doch dann entschied er sich für den VfL Wolfsburg. Derzeit ist der 39-Jährige als Co-Trainer bei der U16 tätig. (FCA 144 Pflichtspiele (8 Tore))

Wolfsburg ist ein Angstgegner für den FC Augsburg. 1:8 hat die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt in der vergangenen Saison gegen die Wolfsburger verloren. Doch dieses Mal haben sie immerhin den Erfolg gegen den FC Bayern (2:2) im Rücken. Hilft das? Schmidt hofft es zumindest.
Video: rt1.tv

Patrick Platins Der FCA hatte den gebürtigen Marktoberdorfer im Winter 2008 für ein halbes Jahr ausgeliehen. Doch der damalige 24-Jährige kam am Stammtorhüter Sven Neuhaus nicht vorbei. Heute arbeitet der 36-Jährige als Torwarttrainer im NLZ der Wolfsburger. (FCA 0 Pflichtspiele)

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Daniel Baier Als der damals 24-Jährige Ende August 2008 vom VfL zum FCA ausgeliehen wurde, konnte sich niemand vorstellen, dass Daniel Baier zu der Identifikationsfigur des FCA werden sollte. Über elf Jahre nach seinem ersten Punktspiel für den FCA am 14. September 2008, Trainer Holger Fach hatte ihn als Rechtsaußen gegen den SC Freiburg (1:3) aufgestellt, spielt er immer noch für den FCA. Der Durchbruch gelang Baier unter Trainer Markus Weinzierl, der ihn auf die Sechser-Position beorderte. Von da an war Baier Stammspieler. Mit 254 Bundesliga-Einsätzen ist er mit Abstand der Rekordspieler beim FCA. Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison. (FCA Bisher 335 Pflichtspiele (7 Tore))

FCA: Es klappt nicht immer mit dem Erfolg bei ausgeliehenen Spielern

Akaki Gogia Der damals 19-Jährige galt bei seiner Leihe im Juli 2011 nach dem Bundesliga-Aufstieg als großes Offensivtalent. Trainer Jos Luhukay wechselte ihn auch im allerersten Bundesliga-Spiel in der FCA-Geschichte gegen den SC Freiburg (2:2) auch gleich ein. Doch der gebürtige Georgier konnte sich nicht durchsetzen und nach nur einem halben Jahr wurde der zweijährige Leihvertrag aufgelöst. Gogia kehrte zurück. Es begann eine Wanderschaft, die ihn über St. Pauli, Halle, Brentford, Dresden wieder in die Bundesliga führte. Seit Juli 2017 spielt er für Union Berlin. Doch derzeit laboriert der 27-Jährige an einem Kreuzbandriss. (FCA 14 Pflichtspiele)

Ja-Cheol Koo Der Südkoreaner war im Januar 2012 vom VfL Wolfsburg für eineinhalb Jahre an den FCA ausgeliehen. Danach führte ihn sein Weg über den FSV Mainz 05 im Sommer 2015 wieder zurück nach Augsburg. Für die damalige vereinsinterne Rekordablöse von fünf Millionen Euro hatte ihn FCA-Manager Stefan Reuter aus Mainz verpflichtet. Der kampfstarke Asiate wurde im offensiven Mittelfeld zur festen Größe. Und Trainer Martin Schmidt hätte Koo, der unter ihm in Mainz 17 Bundesligaspiele bestritten hatte, gerne behalten. Doch Koo verlängerte im Sommer seinen auslaufenden Vertrag nicht. Jetzt bezieht der 30-Jährige sein sicherlich deutlich verbessertes Gehalt in Katar beim Erstligisten Al Gharafa Sports Club. Nach zwei Spieltagen ist Al Gharafa mit vier Punkten Zweiter. Koo stand bei beiden Partien als defensiver Mittelfeldspieler in der Startelf. (FCA 155 Pflichtspiele (23 Tore))

Giovanni Sio Als der Stürmer im Sommer 2012 vom VfL Wolfsburg zum FCA ausgeliehen wurde, galt der damals 23-jährige Stürmer als großer Hoffnungsträger nach Augsburg. Hier wollte er zeigen, dass er gut genug für die Bundesliga ist. Und hier wollte er die Vorurteile, er sei ein schwieriger Charakter, widerlegen. Beides gelang nicht. Sio fiel nur durch Undiszipliniertheiten auf. Höhepunkt im Dezember: eine Rote Karte gegen Fürth nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung und ein Stinkefinger Richtung Publikum. Trainer Weinzierl erklärte: „Sio wird nicht mehr für den FCA spielen.“ Heute spielt der 30-Jährige für den türkischen Erstligisten Genclerbirligi Ankara und ist – Stammspieler. (FCA 7 Pflichtspiele)

Nach einem Jahr Leihgeschäft: FCA sichert sich Kaufoption für Uduokhai

Marwin Hitz Als Marwin Hitz im Sommer 2013 ablösefrei vom VfL Wolfsburg zum FCA kam, waren viele Fans skeptisch. Ein 25-Jähriger, der in fünf Jahren nur 13 Bundesligaspiele für den VfL absolviert hatte, sollte Alexander Manninger verdrängen, nachdem Simon Jentzsch seine Karriere im Sommer verletzungsbedingt beenden musste. Der Start für Hitz war holprig, es spielte Mo Amsif, doch nach wenigen Wochen hatte sich Hitz durchgesetzt und gab seinen Platz auch nicht mehr her. Den Abgang von Hitz im Sommer 2018 zu Borussia Dortmund, der Schweizer und der FCA hatten sich nach fünf Jahren nicht mehr auf eine Vertragsverlängerung einigen können, hat Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter bis heute nicht kompensieren können. Hitz, 32, steht noch bis Juli 2021 in Dortmund unter Vertrag. (FCA 157 Pflichtspiele (1 Tor))

Felix Uduokhai Das einjährige Leihgeschäft mit Wolfsburg kam erst Ende August zustande. Doch der 22-Jährige überzeugte sofort und ist aus der Innenverteidigung des FCA nicht mehr wegzudenken. Der FCA hat sich eine Kaufoption gesichert. Sie soll bei zehn Millionen Euro liegen. Uduokhai könnte jeden Euro davon Wert sein. (FCA Bisher 6 Pflichtspiele)

PS: Auch bei Torhüter Simon Jentzsch hieß der letzte Verein vor seinem Wechsel im Sommer 2009 zum FC Augsburg VfL Wolfsburg. Doch hatte Jentzsch seinen Vertrag mit dem VfL ein paar Monate zuvor aufgelöst und war damit vereinslos.

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