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FC Augsburg

10.08.2017

Diese Ziele hat Frankenberger mit dem FCA-Nachwuchs

Alexander Frankenberger an seinem Arbeitsplatz. Seit Sommer leitet er als Cheftrainer den sportlichen Bereich des Nachwuchsleistungszentrums.
Bild: Johannes Graf

Seit Sommer leitet Alexander Frankenberger das FCA-Nachwuchszentrum, zuvor war er Co-Trainer der Bundesliga-Profis. Ein Gespräch über Herausforderungen und das Konzept.

Wie schwer ist es Ihnen gefallen, die Bühne Bundesliga zu verlassen?

Frankenberger: Überhaupt nicht schwer, weil ich sehr gerne im Nachwuchs arbeite. Das halbe Jahr bei den Profis war aber auch eine sehr lehrreiche und schöne Zeit. Man muss ausblenden, was alles an einem Abstieg des Vereins hängt. Umso größer war die Herausforderung, das zu schaffen.

Sie wollten also zurück in den Nachwuchs?

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Frankenberger: Das war der Wunsch aller Beteiligten, vor allem mein eigener. Ich sehe die Position des Cheftrainers Nachwuchs als große Herausforderung. Ich schaue mir gerne Nachwuchsspiele an. Das sind die Jungs, die nach oben wollen.

Was waren die Herausforderungen als Co-Trainer von Manuel Baum?

Frankenberger: Die Aufgabe ändert sich nicht durch die Bundesliga. Man hat mit guten Fußballern zu tun. Letztlich geht es auch dort darum, einen Zugang zu den Menschen zu finden. Der Co-Trainer kann näher an einer Mannschaft dran sein, weil er keine Entscheidungen verantworten muss.

Jetzt haben Sie Verantwortung.

Frankenberger: Richtig. Ich habe Personalverantwortung und muss gewährleisten, dass das Nachwuchskonzept weiterentwickelt wird.

In der Bundesliga haben sich junge Trainer etabliert, die aus den eigenen Nachwuchszentren kommen. Eine logische Entwicklung?

Frankenberger: Der Deutsche Fußball-Bund hat nach der EM 2000 die Nachwuchsarbeit revolutioniert. Mit der ersten Welle wurden Spieler gefördert, mit der zweiten Welle die Trainer. Sie werden gezielter ausgebildet und haben sich bereits in jungen Jahren rund um die Uhr mit Fußball beschäftigt. Sie sammeln früh als Trainer Erfahrung und sind gut, das hat wenig mit dem Alter zu tun.

FC Augsburg: Alexander Frankenberger beschreibt die Spiel-Idee

Als Co-Trainer hatten Sie permanent mit Bundesligatrainer Manuel Baum Kontakt. Wie sieht die Zusammenarbeit jetzt aus?

Frankenberger: Wir tauschen uns ständig aus, allerdings nicht mehr täglich, weil sich seine und meine Arbeitsfelder nicht mehr flächendeckend überschneiden. Das Interesse von Manuel Baum für den Nachwuchs ist aber weiterhin hoch.

Nach dem Rücktritt von Christian Wörns sind sie vorübergehend auch U23-Trainer. Wie lässt sich dies mit ihrer Fußballlehrerausbildung vereinen?

Frankenberger: Der Deutsche Fußball-Bund erlaubt mir, nicht immer in der Sportschule Hennef anwesend sein zu müssen. Außerdem absolviere ich demnächst eine dreiwöchige Praxisphase bei den Bundesligaprofis. Dauerhaft soll der Cheftrainer Nachwuchs aber keine Trainerposition bekleiden.

Was sind Ihre Ziele als Cheftrainer Nachwuchs?

Frankenberger: Wir wollen Spieler in den Profibereich bringen und unsere Mannschaften in den höchsten Ligen etablieren. Die große Herausforderung ist, jeden Jahrgang stark zu besetzen. Neben Mannschaftstraining, Schule oder Berufsausbildung ist wichtig, den Spieler individuell zu fördern.

Welche Spielidee verfolgt der Verein?

Frankenberger: Aktiv sein, aggressiv verteidigen, die Unordnung des Gegners nutzen und schnell kontern. Und das immer angepasst an die Entwicklung des Sports. Danach wählen wir auch die Spieler aus.

Spieler wie Danso, Rieder oder Framberger motivieren andere Talente

Wie wichtig sind Spieler wie Danso, Rieder oder Framberger für die Außenwirkung des Vereins und des NLZ?

Frankenberger: Das hilft uns natürlich. Und motiviert uns, dass wir weitere Spieler in den Profibereich bringen.

Wie überzeugen Sie Talente und deren Eltern, beim FCA zu bleiben oder hierher zu wechseln?

Frankenberger: Wir stellen mit der Individualisierung den Spieler in den Mittelpunkt, er erfährt eine hohe Wertschätzung. Das kann so weit gehen, dass er einen Jahrgang überspringt, weil das eine bessere Entwicklung verspricht. Zudem punkten wir mit Spielidee, Durchlässigkeit zu den Profis und inzwischen auch mit der Infrastruktur.

Wie weit kann man sich in der Ausbildung von Ergebnissen lösen?

Frankenberger: Bedeutend ist, die höchsten Ligen zu halten. Niemand ist Profi geworden, weil er in der Junioren-Bundesliga mit seiner Mannschaft Meister geworden ist.

Wie umkämpft ist der Markt der Talente?

Frankenberger: Immer früher werden Talente heimatfremd transferiert. Ob das zum Wohl des Kindes geschieht, sei dahingestellt. Wir bilden gut aus, deshalb gibt es verstärkt Interesse an unseren Spielern. Mittlerweile bin ich grundsätzlich optimistisch, wenn wir einen Spieler von uns überzeugen wollen, dann schaffen wir das.

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