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FC Augsburg

02.07.2012

Dominic Peitz: Mittendrin und nicht dabei

Nur geduldet: Der FCA plant ohne Dominic Peitz.
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Nur geduldet: Der FCA plant ohne Dominic Peitz.
Bild: Ulrich Wagner

Dominic Peitz hat sich eine Teilnahme vor dem Arbeitsgericht erstritten. Er will sich für einen neuen Verein fit machen, weil der FC Augsburg nicht mehr mit ihm plant.

Dominic Peitz, 27, steht der Schweiß auf der Stirn. Zusammen mit Akaki Gogia, der sich nach seiner Verletzung noch im Aufbau befindet, absolviert er ein individuelles Einzeltraining, während der Rest der FCA-Mannschaft am anderen Ende des Platzes intensiv Passformen trainiert. Peitz wirkt zufrieden.

Fahrt ins Trainingslager juristisch durchgesetzt

Dass er überhaupt mit dem FCA ins Trainingslager ins österreichische Bad Aussee fahren durfte und derzeit Teil des Bundesliga-Kaders ist, hat sich der Defensivspieler vor dem Arbeitsgericht erstritten. Vor der Saison hatte der FCA ihm mitgeteilt, dass man sportlich nicht mehr mit ihm plane und dass er zusammen mit Lorenzo Davids nur noch in der U23 trainieren dürfe. Beileibe keine Einzelfälle im Profifußball. Manche Spieler akzeptieren das wie Davids, manche nicht wie Peitz.

Er klagte. Praktisch, dass sein Berater Steffen Schneekloth auch Rechtsanwalt ist. Und der bekam vor Gericht recht, unter anderem weil die U23 kein Teil der FCA GmbH & Co. KG ist, in der die Profimannschaft ausgegliedert ist.

Dominic Peitz: Mittendrin und nicht dabei

FCA-Trainer Markus Weinzierl sind solche juristischen Spitzfindigkeiten relativ egal. Er muss nun einen Spieler ins Training einbauen, mit dem er nicht plant. Das hatte auch sein Vorgänger Jos Luhukay nicht gemacht. Der schickte seinen ersten Neuzugang in der vergangenen Saison schon nach vier Wochen wieder weg. Peitz, bis 2013 beim FCA unter Vertrag, ließ sich nach Rostock ausleihen. Dort endete der Vertrag am 30. Juni.

Spieler und Verein können sich nicht einigen

Ein Wechsel zum Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC vor wenigen Wochen scheiterte, weil sich der FCA und Peitz nicht auf die Auflösung des Vertrages einigen konnten. Seit 1. Juli ist Peitz wieder da. Mit dem Recht, in der Profimannschaft zu trainieren. „Ich habe damit kein Problem“, sagt Weinzierl gelassen. „Er wird respektvoll behandelt und ist Teil der Mannschaft. Er wird in den Trainingsplan eingebaut, wo es geht.“

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Das erste Training des FCA
Bild: Vor rund 1.500 Zuschauer präsentierten sich Trainer Markus Weinzierl und die Mannschaft des FC Augsburg beim ersten Training der Saison.

So half Mittelfeldspieler Peitz am Ende des Trainings beim Spiel aus, als sich Angreifer Mölders schwer verletzt hatte. Hat Peitz vielleicht sogar noch eine Chance, den Trainer umzustimmen und sich ins Team zu spielen? Diese Frage beantwortet Weinzierl knapp und unmissverständlich: „Nein.“

Das weiß auch Peitz. Er sagt: „Die Tatsache, dass ich sportlich keine Bedeutung mehr im Verein habe, akzeptiere ich voll und ganz.“ Aber er bittet auch um Verständnis für seine Lage: „Ich möchte nicht für Stunk sorgen, so ein Typ bin ich nicht. Aber Verträge im Allgemeinen sind dazu da, dass man sie von beiden Seiten einhält. Ich will nur das vertraglich fixierte Training in Anspruch nehmen, weil ich fit werden will und das auf einem gewissen Niveau.“

Am liebsten auf Zweitliga-Niveau. Dorthin würde Peitz gerne wechseln und das für ihn unglückliche Kapitel Augsburg beenden: „Wenn es Interessenten gibt, wo alles zusammenpasst und wo ich mir vorstellen könnte, hinzuwechseln, werde wir uns trennen.“ Noch ist es nicht so weit: „Sonst säße ich jetzt nicht hier.“

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