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Kommentar zu FCA und Holger Fach

16.03.2009

Eine Entscheidung mit vielen Fragezeichen

Holger Fach. Bild: Wagner

Holger Fach darf weitermachen - zwei Monate noch. Am Saisonende trennen sich die Wege des FC Augsburg und seines Trainers. Die richtige Maßnahme? Diese Entscheidung wirft Fragen auf. Von Robert Götz

Ein Kommentar von Robert Götz

Holger Fach darf weitermachen - zwei Monate noch. Am Saisonende trennen sich die Wege des FC Augsburg und seines Trainers. So hat es die FCA-Führungsebene nach sieben Spielen in der Rückrunde ohne Sieg am Montag entschieden. Die richtige Maßnahme? Diese Entscheidung wirft Fragen auf.

Hat ein Trainer, der seine Kündigung schon in der Tasche hat, noch die nötige Autorität? Was passiert, wenn der FCA in St. Pauli verliert und nach der Länderspielpause gegen den FC Ingolstadt nicht gewinnt? Kann Fach dann wirklich noch bleiben?

Auf jeden Fall ist es die Lösung - sollte sie funktionieren -, bei der beide Parteien am ehesten ihr Gesicht wahren können. Fakt ist aber auch: Holger Fach ist nach Rainer Hörgl und Ralf Loose bereits der dritte Trainer, der nach dem Zweitliga-Aufstieg seinen Vertrag nicht erfüllen wird. Ein glückliches Händchen in der Besetzung dieser wichtigen Position sieht anders aus.

Eine Entscheidung mit vielen Fragezeichen

Ralf Loose, so ist immer wieder zu hören, war der Favorit von Manager Andreas Rettig. Holger Fach, wird spekuliert, soll im FCA-Vorstandsvorsitzenden Walther Seinsch einen großen Fürsprecher gehabt haben. Manager Rettig, so heißt es, war nicht begeistert. Dies würde auch erklären, warum diese Beziehung seit dem Herbst immer mehr bröckelte. Schon in der Vorrunde rettete Fach wohl nur eine imposante Siegesserie vor dem Rauswurf. Schon damals tauchte der Name Jos Luhukay als möglicher Nachfolger auf. Auch in der Winterpause gab es wieder Hinweise, dass die Zeichen auf Trennung stehen. Jetzt ist die Katze also aus dem Sack.

Doch wer wird Nachfolger von Holger Fach? Hoch gehandelt wird wieder Jos Luhukay (45). Dafür spricht, dass der Holländer von 2002 bis 2005 unter Manager Andreas Rettig beim 1. FC Köln als Co-Trainer arbeitete.

Egal, wer in der kommenden Saison an der Seitenlinie das Sagen hat, die FCA-Führung muss endlich die richtige Wahl treffen, ansonsten wird es in der impuls arena ungemütlich. Viel zu tun gibt es für den Neuen auf jeden Fall. Fast ein Dutzend Spielerverträge laufen am Ende der Saison aus. Möglicherweise steht man vor einem Neuaufbau der Mannschaft.

Ironie des Schicksals

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass gerade jetzt Holger Fach dafür sorgen könnte, dass sein Nachfolger in Ruhe planen kann. Je schneller Fach den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringt, desto einfacher ist es für den neuen Trainer, eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen.

Und die braucht der FCA auch. Denn der Anspruch der Augsburger und ihres Vorstandsvorsitzenden Walther Seinsch ist es sicherlich nicht, im neuen Stadion nur um den Klassenerhalt zu spielen. Bei anderen Vereinen (zuletzt Schalke 04) hat fehlender sportlicher Erfolg auch schon mal dem Manager und nicht dem Trainer den Job gekostet.

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