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FC Augsburg

18.01.2018

Erik Thommy springt beim FC Augsburg ab

Erik Thommy verlässt den FC Augsburg.
Bild: Christian Kolbert (Archiv)

Erik Thommy verlässt den FC Augsburg: Der Mittelfeldspieler wechselt sofort zum VfB Stuttgart. FCA-Manager Stefan Reuter zeigt Bedauern - und Manuel Baum fühlt sich fast einsam.

Als am Mittwoch bei der Pressekonferenz vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) die Rede auf Erik Thommy kam, musste Manuel Baum erst einmal kurz durchatmen. Nur zu gerne hätte der Trainer des FC Augsburg seinen Stürmer behalten. Doch Gespräche über eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus blieben erfolglos.

Deshalb stimmte der FCA nun auch einem sofortigen Wechsel zum VfB Stuttgart zu. Der 23-jährige Stürmer unterschrieb am Mittwoch einen Vertrag bis zum Sommer 2020 und trainierte auch gleich beim Ligakonkurrenten mit. Die Ablösesumme soll sich im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen, im Sommer wäre Thommy ablösefrei gewesen.

„Wir waren ja schon lange mit Erik im Austausch, wir hätten gerne mit ihm weitermachen wollen, deswegen lassen wir ihn schweren Herzens ziehen. Er ist ein Eigengewächs“, erklärte Baum. „Aber wir konnten nichts ändern.“

Erik Thommy springt beim FC Augsburg ab

Baum hatte Thommy nach der Rückkehr von Jahn Regensburg behutsam aufgebaut. Kurz vor der Winterpause stand er sogar zweimal in der Startelf, ehe er sich am Syndesmoseband verletzte. Jetzt sah Thommy anscheinend aber die besseren Perspektiven beim VfB.

Erik Thommy hat beim VfL Stuttgart einen Vertrag bis 2020

Dessen Sportdirektor Michael Reschke sagt: „Ich beobachte Erik schon seit seiner Regensburger Zeit. Er ein interessanter Spieler, der den besonderen Tick hat und den Unterschied ausmachen kann. Erik muss dies natürlich jetzt abrechenbar beweisen. Aber darüber ist er sich im Klaren und wir sind überzeugt, dass ihm dies gelingen wird.“

Der 60-jährige Reschke reagiert mit dem vorgezogenen Transfer auch auf die Verletzung von Stürmer Carlos Mané, der mit einem Sehnenriss bis Saisonende ausfällt.

Am Samstag spielt der FCA auswärts gegen Borussia Mönchengladbach. In der Hinrunde gab es ein 2:2 Unentschieden gegen Gladbach - diesmal wollen die Augsburger drei Punkte mit nach Hause bringen.
Video: rt1.tv

Für den FCA ist es bereits der fünfte Abgang in den letzten zwei Wochen. Denn am Mittwoch wurde auch die (ohne Kaufoption) bestätigt. Er soll in der englischen Premiere League bis zum Sommer Spielpraxis sammeln. Zuvor wurden schon Georg Teigl (Braunschweig), Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Kaiserslautern) und Tim Rieder (Breslau) ausgeliehen. Der FCA verschlankt sich weiter, aber mit Kalkül. „Es ist alles sehr gut zu Ende gedacht“, beteuert Baum: „Unser Kader ist so breit aufgestellt, dass wir die Spieler, die uns verlassen, auch kompensieren können.“ Zu Spitzenzeiten musste Baum mit 36 Profis arbeiten, jetzt sind es noch 28. Als Baum am Mittwoch gefragt wurde, ob er Alarm schlagen müsse, musste er lächeln. „Es ist interessant. Ist der Kader groß, heißt es, er ist zu groß. Jetzt wird er kleiner, dann fragt man, ob ich Alarm schlagen muss.“

Erik Thommy verlässt den FCA: Reuter lobt seine Entwicklung

Muss er nicht. Bisher hat Baum in dieser Saison alles gut hingebracht. Der FCA steht vor dem Spiel in Gladbach mit 27 Punkten auf Platz acht. Die Borussia hat als Sechster nur einen Zähler mehr. Der FCA überrascht in dieser Saison alle seine Kritiker. Dazu gehört Michael Reschke nicht. Er ist ein Augsburg-Fan: „Es ist wirklich außergewöhnlich, was dem FCA mit seinen vorhandenen Möglichkeiten seit Jahren gelingt. Da kann ich nur den Hut ziehen.“ Lobhudelei. Nicht unbedingt. Mit einem Sieg könnte der FCA an Gladbach vorbeiziehen. Unrealistisch? Warum?

Der FCA verlor erst zwei von 13 Bundesligaduellen. Zudem scheint Toptorjäger Alfred Finnbogason rechtzeitig fit zu werden. Baum erklärte nach dem Donnerstag-Training, das aufgrund des Sturms in der Arena stattfand: „Er hat heute voll trainieren können, jetzt müssen wir schauen, wie die Achillessehne reagiert. Aber es schaut gut aus.“

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18.01.2018

Über diesen Wechsel kann man nur noch den Kopf schütteln. Da muß man dem Nachbarn Stuttgart einen Spieler mit super Perspektive fast verschenken. Und warum? Weil stattdessen lieber die Handbremsen spielen, die Geld gekostet haben. Das ist für mich die Witznummer des Tages.

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