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FC Augsburg

28.08.2018

Erinnerungen an 2010: Als eine Stadt im Pokalfieber war

Sonderzug, DFB-Pokalhalbfinale, Der "Lummerland"-Express startet nach Bremen, Hauptbahnhof
Bild: Silvio Wyszengrad

Seit dem Jahr 2010 hat der Bundesligist in diesem Wettbewerb nicht mehr viel gerissen. Jetzt könnte man zumindest wieder das Achtelfinale erreichen.

Die Auslosung im DFB-Pokal war für den FC Augsburg unspektakulär. Allerdings, das Wichtigste ist, dass der Fußball-Bundesligist mit dem FSV Mainz einen Gegner zugelost bekommen hat, der durchaus zu schlagen ist. Mit einem Sieg könnte der Augsburger Bundesligist seine eher schwache Bilanz in diesem Wettbewerb wieder aufhübschen. Die 2. Runde findet am Dienstag, und Mittwoch, 30. und 31. Oktober, statt. „Wir freuen uns, dass wir ein Heimspiel zugelost bekommen haben und wollen gegen den Liga-Konkurrenten eine Runde weiterkommen“, sagt FCA-Manager Stefan Reuter.

2010 machte sich der FC Augsburg mit einer Turboprob-Maschine nach Bremen auf

Der letzte große Achtungserfolg im Pokal gelang dem FC Augsburg noch als Zweitligist in der Saison 2009/10. Die Euphorie war riesengroß. Augsburg schaffte es gegen Werder Bremen bis ins Halbfinale. Für den damaligen FCA-Manager Andreas Rettig war klar: „Wir fahren nach Berlin. Da bin ich total zuversichtlich.“ Die Zeitungen in Deutschland bezeichneten den FCA in Anlehnung an die Augsburger Puppenkiste als den „FC Lummerland.“ Mit einer Turboprop-Maschine startete der „FC Lummerland“ schließlich von Mühlhausen in Richtung Bremen. Über 3000 Fans aus Augsburg machten sich auf den Weg in die Hansestadt, um ihr Team zu unterstützen. Am Ende hat es für das Finale nicht gereicht.

Bremen spielte damals unter anderem noch mit Mesut Özil, Torsten Frings oder Per Mertesacker. Ex-FCA-Coach Jos Luhukay ließ in diesem Halbfinale Spieler wie Ibrahim Traore, Michael Thurk oder Uwe Möhrle auflaufen. Zwei Spieler aus dem Jahr 2010 sind heute noch beim FCA. Kapitän Daniel Baier kam nach 67 Minuten für Daniel Brinkmann ins Spiel und der derzeitige Trainer des FC Augsburg II, Dominik Reinhardt, spielte 90 Minuten durch.

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Der große Wurf gelang dem FC Augsburg seither nicht mehr

Seither wird der Pokal vom FCA etwas stiefmütterlich behandelt. Wenigstens verschaffte sich der Klub in manchen Spielen im DFB-Pokal noch ein bisschen Respekt. Ein Jahr nach Bremen musste der FC Schalke im Achtelfinale gewaltig zittern, ehe dessen 1:0-Sieg in Augsburg perfekt war. Erst sechs Minuten vor dem Abpfiff war Jefferson Farfán für den FC Schalke erfolgreich. In seiner ersten Bundesliga-Saison im Jahr 2011/12 reichte es beim FCA auch noch für das Achtelfinale, ehe gegen die TSG Hoffenheim (1:2) das Aus kam.

Die beiden folgenden Jahre waren die Augsburger jeweils im Achtelfinale zum Scheitern verurteilt. Zweimal hintereinander hieß der Gegner Bayern München und zweimal folgte mit dem gleichen Resultat (beide Spiele endeten 0:2) der K.o.

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Bild: Ulrich Wagner

Anschließend wurde es bitter. Bereits in der 1. Runde flog der FCA durch ein 0:1 beim damaligen Viertligisten 1. FC Magdeburg aus dem Wettbewerb. In den folgenden zwei Jahren waren wieder die Gegner eine Nummer zu groß. 0:2 gegen Dortmund im Achtelfinale, ein Jahr darauf setzte es gegen den FC Bayern ein 1:3. Dann wurde der FCA wieder dem Pokalschreck Magdeburg zugeteilt. Magdeburg war da schon in die 3. Liga aufgestiegen – für den FCA immer noch zu hoch. Erstmals mit Trainer Manuel Baum rutschte Augsburg erneut mit 0:2 in der ersten Runde aus. 2018 gewann der FCA in der ersten Runde vor zwölf Tagen beim Viertligisten TSV Steinbach in Haiger etwas glücklich mit 2:1.

Wo endet das Kapitel DFB-Pokal in dieser Saison? Für Kapitän Daniel Baier am liebsten in Berlin. Der 34-Jährige träumt schon lange von einem Finale mit dem FCA. „Das würde ich gerne einmal erleben“, hat Baier auch in dieser Saison schon einmal gesagt.

Auf diesem Weg muss man die Hürde Mainz überspringen. Kein aussichtsloses Unterfangen. Zum ersten Mal seit dem Bundesligastart gelang dem FCA am Wochenende bei Fortuna Düsseldorf endlich der erste Auftaktsieg. Vielleicht ist das ja auch ein gutes Omen für den DFB-Pokal.

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