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FC Augsburg

14.11.2018

Eskapaden und Ärger mit der Justiz: Jetzt spricht Caiuby

Caiuby spricht bei einer Medienrunde über die vergangenen Wochen und Monate.
Bild: Ulrich Wagner

Nach Wochen des Schweigens nimmt FCA-Spieler Caiuby ausführlich Stellung zu seinen Eskapaden. Er verspricht Besserung.

Wochenlang hat Caiuby, 30, geschwiegen. Der Fußballprofi des FC Augsburg wollte sich nicht dazu äußern, warum er zu spät aus dem Sommer-Urlaub zurückkam und der Verein lange nicht wusste, wo er war. Warum er sich nach Streit mit den Nachbarn eine neue Wohnung suchen musste. Warum er, nachdem er schwarzgefahren war, Mitte Oktober 22.500 Euro Geldstrafe zahlen musste, warum nach einem Vorfall im Augsburger Nachtleben ein Verfahren gegen Körperverletzung gegen ihn läuft. Und warum er zuletzt bei einer Mannschaftssitzung zu spät kam.

Caiuby wollte lieber Taten auf dem Spielfeld sprechen lassen. Dort ist er für den Bundesligisten in seinem vierten Jahr, er kam 2014 vom FC Ingolstadt zum FCA, kaum ersetzbar. Der Brasilianer ist mit seiner körperlichen Präsenz, seinem unbändigen Einsatz und seiner Kopfballstärke für Trainer Manuel Baum ein ganz wichtiger Baustein.

Wie wichtig, zeigte sich zum Beispiel beim 3:2-Pokalsieg nach Verlängerung gegen den FSV Mainz 05. In der 105. Minute erzielte er in der Verlängerung den Siegtreffer. Der FCA steht erstmals seit der Saison 15/16 wieder im Achtelfinale.

Eskapaden und Ärger mit der Justiz: Jetzt spricht Caiuby

Caiuby möchte "einiges richtigstellen"

Nachdem er nach seiner Auswechslung bei der 1:2-Niederlage in Hoffenheim sofort in die Kabine gestapft ist, trat er am Mittwoch die Flucht nach vorne an: „Die Medien wollen immer etwas verkaufen und da wurden Sachen verbreitet, die so nicht gestimmt haben. Das nervt schon. Da wollte ich einiges richtigstellen. Deswegen wollte ich mich auch äußern.“

So habe er Trainer Manuel Baum nicht den Handschlag verweigert. Es habe sich nicht ergeben, „weil ich nicht in der Nähe des Trainers vom Platz gegangen bin“. Die Auswechslung sei ein Missverständnis gewesen, wie auch der FCA-Trainer bestätigte. Er hatte die Infos, Caiuby könne nicht weiter spielen und wechselte ihn aus, während Caiuby wieder zurück aufs Spielfeld wollte. Caiuby: „Deswegen war ich vielleicht etwas emotional.“

Seinen Urlaub im Sommer habe er aus „privaten Gründen“ eigenmächtig verlängert. „Es war sicher ein Fehler, dass ich den Verein nicht kontaktiert habe“, gibt Caiuby zu. Näher wollte er nicht darauf eingehen. Fakt ist aber, sein Sohn lebt mit seiner Mutter in Brasilien.

Caiuby spricht auch über die Geldstrafe wegen Schwarzfahrens

Dass er wegen Schwarzfahrens mit der Bahn nach dem Oktoberfest 2017 verurteilt wurde, akzeptiert er, wenn er auch die Strafe für übertrieben hält. „Ich bin nach einem Besuch auf dem Oktoberfest eingeschlafen und habe den Augsburger Hauptbahnhof verpasst. Deswegen bin ich bis nach Ulm gefahren. Dort wurde ich kontrolliert und ich hatte kein gültiges Ticket.“

Dem Verfahren wegen der Körperverletzung, er soll angeblich im Mai einem penetranten Fan einen Kopfstoß verpasst haben, sieht er gelassen entgegen: „Ich bin ein prominenter Sportler. Jeder kennt mich, wenn ich unterwegs bin. Aber ich bin in dieser Sache sehr beruhigt. Ich weiß, was ich getan habe und es wird geklärt werden. Aber ich darf mich dazu nicht äußern, weil es ein schwebendes Verfahren ist.“

"Das Team steht hinter mir"

Warum war es Caiuby jetzt wichtig, den Vorfall in Hoffenheim klarzustellen? Sein gutes Verhältnis zu Trainer Baum zu betonen? Weil der Trainer trotz aller Eskapaden schützend seine Hand über ihn hält. Für ihn würde Caiuby durchs Feuer gehen. Klar hat der Klub ihn diszipliniert, ihm im Sommer eine Vereins-Rekord-Geldstrafe aufgebrummt, hat ihn Baum gegen Hannover nicht aufgestellt, doch ansonsten geht der Trainer relativ unaufgeregt mit Caiubys Extravaganzen um.

Der Brasilianer ist der Typ Mensch, von dem man das letzte Hemd haben kann, dem man sein Auto leiht, auch wenn es mit der einen oder anderen Delle zurückkommt. Oder den man als Stimmungsmacher zur Party einlädt, auch auf die Gefahr hin, dass später die Nachbarn Sturm laufen. So war es auch bei seiner letzten Wohnung.  „Mit den Nachbarn war es immer etwas kompliziert. Ich höre sehr gerne Musik zu Hause. Für mich war es ok, für die Nachbarn vielleicht zu laut", gibt er zu. Er ist umgezogen.  "Jetzt passt es aber.“ Trotz aller Probleme, sein  südamerikanischer Charme sorgt auch bei der unangenehmen Fragerunde für ein lockeres Klima.

Deswegen und weil er auf dem Platz immer alles gibt, haben auch seine Teamkollegen bisher stillgehalten. „Es ist klar, dass sich der eine oder andere mit der Situation nicht so wohlfühlt. Aber das Team steht hinter mir“, ist sich Caiuby sicher. „Es ist alles mit der Mannschaft und dem Mannschaftsrat geklärt. Ich werde die Mannschaft noch zum Essen einladen“, sagt er und lächelt wie ein sechsjähriger Vorschüler, den man beim Plätzchennaschen erwischt hast.

Er selbst bezeichnet sich als „deutscher Brasilianer“. So spielt er auch. Ohne Schnörkel, immer mit Volldampf. 230 Zweikämpfe hat er bisher geführt, Bestwert unter den FCA-Profis. Aufgrund seiner Art zu spielen, hat er bei den meisten Fans noch Kredit. Caiuby: „Im Café oder beim Einkaufen klopfen mir manche auf die Schulter und sagen: Nächstes Mal stellst du den Wecker aber früher. Andere stehen voll hinter mir und sagen: Mach einfach so weiter.“

Dass dies nicht der richtige Weg ist, hat er eingesehen: „Ich habe mich entschuldigt, trage die Konsequenzen und wir haben alles geklärt. Ich versuche alles, dass so etwas nicht mehr vorkommt, dann haben wir in Zukunft keinen Stress mehr.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

16.11.2018

Bild liegt da schon richtig Herr Z. Und warum wohl? Weil ich Ihnen schon erklärte, dass bei einem erstmaligen Schwarzfahren ein erhöhtes Beförderungsentgelt fällig wird, das Caiuby sicherlich gerne gezahlt hätte, statt des Strafbefehls, den er dann anfocht.

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16.11.2018

"Bild liegt richtig"....und beurteilen kann das @Maja aus Augsburg!
Und so fundiert begründen kann er/sie das auch noch ...coole Sache...

Sie wissen NICHTS, vertrauen der Bild-Zeitung und bashen öffentlich Menschen, die sie einmal im Monat
bei einem Fußballspiel im Stadion sehen.

Jeder weitere Kommentar erübrigt sich!

EoD

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16.11.2018


Manuel Baum selbst war es, der es nicht so gelungen fand, dass Caiuby aus den erwähnten Gründen nicht am ersten Trainingslager teilnahm. Es gab auch einige Neuzugänge (zum Kennenlerne), auf die es nicht den besten Eindruck macht, wenn ein Mitspieler seinen Urlaub eine Woche überzieht und nicht zu kontaktieren ist. In den ersten Spielen stand er nicht zur Verfügung weil seine Kondition noch nicht reichte. Anderen Spielern hielte man so etwas als unkameradschaftlich und Schwächung der Mannschaft vor.

Ich habe nichts gegen Caiuby. Von mir lasen Sie keine Aufforderung, ihn aus der Mannschaft zu werfen. Aber ich sehe es kritisch, wenn manche meinen, sich mehr rausnehmen zu können als andere. Außerdem ist er der technisch schlechteste Brasilianer, den ich kenne. Groß zu sein und gut Kopfball spielen zu können ist nur die halbe Miete beim Fußball. Ich bin auch überzeugt, dass sein Eigensinn, den Ball nicht zum freistehenden Spieler abzugeben darin begründet ist, dass er Sorge hat, ihn gar nicht zu diesem zu bringen, infolge seiner technischen Schwächen.

Zur Beurteilung von Caiubys Verhalten braucht man gar nichts von Fußball zu verstehen. Einen anderen Arbeitsplatz wäre er schon los, bei zweimaligen unentschuldigen Fernbleiben vom Arbeitsplatz.

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16.11.2018

Herr Z. Sie scheinen einfach ein Fan von Caiuby zu sein, der alles gutheißt oder schönredet, was sich dieser so leistet.

Gerade weil man sich am Anfang der Saison kennen lernt und den Grundstein für die Kondition legt, war sein Fehlen (anders als beim ersten Mal als er noch verletzt war) eben sehr wohl gravierend und mannschaftsschädlich.

Beim erstmaligen Schwarzfahren wird ein erhöhtes Beförderungsentgelt von 60 Euro fällig. Dagegen hätte Caiuby mit Sicherheit keinen Widerspruch eingelegt.

So war es aber nicht. Vielmehr ist er eben schon öfter ohne Ticket erwischt worden.

>>Caiuby scheint in Sachen Schwarzfahren nicht besonders lernwillig zu sein. Wie die "Bild" berichtet, fiel der 30-Jährige schon häufiger in dieser Hinsicht auf. Aus diesem Grund fiel die Strafe auch so hoch aus.>> https://www.eurosport.de/fussball/bundesliga/2018-2019/augsburgs-caiuby-zu-30.000-euro-geldstrafe-verurteilt_sto6884455/story.shtml

So war es auch in der AA zu lesen.

Urteilen Sie selbst, wer keine Ahnung hat. ;-)

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16.11.2018

"Wie die Bild berichtet..." - und WOHER weiß "die Bild" das? Hat die einen Spion im Augsburger Amtsgericht?

"...gerade am Anfang kennenlernen"...Cajuby ist seit 4,5 Jahren beim FCA - WAS soll der "kennenlernen"? Lachhaft: das ist kein Schüler mit Schultüte am 1. Schultag!
"...Grundstein f.d. Kondition legt..."?? In der 1. Woche Trainingslager?? Schon selber mal -irgendwelchen- Sport getrieben?
Cajubys Leistungswerte im Spiel sprechen für sich - also NIX "1. Woche"!

PS: wollen Sie sich nicht lieber -weiterhin- Ihrer Lieblingsbeschäftigung widmen: aus dem Fenster schauen und Falschparker aufschreiben...von Fußball haben Sie keine Ahnung und Sie können offensichtlich bestimmte Spieler nicht leiden...

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15.11.2018

>>PS: er ist seit Juli 2014 beim FCA - steht also schätzungsweise eit 1500 Tagen in Diensten des Vereins auf dem Fußballplatz und etwa 30.000 Stunden für den FCA in der Öffentlichkeit: er hat 1x im Zug verschlafen, dem Trainer 1x nach einer Auswechslung den Handschlag nicht gegeben, 1x den Urlaub aus familären grunden verlängert, wurde von betrunkenen "Fans" provoziert/angezeigt...wirklich schlimm, muß Ihnen recht geben...<<

Caiuby ist bereits zum zweiten Mal zu spät und ohne Rücksprache mit dem Verein aus Brasilien zurückgekehrt. Diesmal war es besonders unpassend, weil er ein gemeinsames Trainingslager versäumte. Für eine Schwarzfahrt wird niemand vor Gericht zitiert, wenn es das erste Mal ist, dass er ertappt wurde. Er ist also mit Sicherheit schon das eine oder ander Mal in dieser Hinsicht aufgefallen gewesen. Alles in allem sind es halt ein wenige viele Auffälligkeiten, die sich Kai Uwe leistet.

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16.11.2018

Das Trainingslager war ganz zu Beginn der Saison - es waren also noch 6 Wochen Saisonvorbereitungszeit - seine Fitnesswerte und Leistungen auf dem Trainingsplatz und in den Spielen zeigen, daß er dies ausgleichen konnte!
Disziplnarisch wurde er für seine Fehlzeit mannschafts- und vereinsintern sanktioniert - ähnlich üblich wie in jedem anderen Beschäftigungsverhältnis!

Ihrem Kommentar nach wissen Sie VON NICHTS - und urteilen einen Menschen ab - klingt ein bißchen nach Trump, meinen Sie nicht auch!?

Wenn man einen Bußgeldbescheid (für Verkehrsdelikt, Schwarzfahren, o.ä.) nicht bezahlt, diesem dann WIDERSPRICHT, kommt es zur Gerichtsverhandlung - das weiß doch jedes Kind....! So wurde Cajuby zu 30 Tagessätzen Strafe "verurteilt"!

PS: "wer frei ist von Schuld, werfe den ersten Stein!"

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15.11.2018

Tja, und welches Blatt war immer groß dabei die Gerüchte über ihn zu schüren? AZ, was ihr schreibt ist echt ne Frechheit. Wollt ihr die Leser für Dumm verkaufen oder was soll das?

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14.11.2018

Alles wie in der Schule, wer Leistung zeigt, darf auch mal zu spät zum Unterricht kommen.

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14.11.2018

.. und wer öfters zu spät kommt und laufend aneckt wird entfernt!

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15.11.2018

@Alfred W.: "...wird entfernt"????
Sind wir wieder schon soweit!?

PS: er ist seit Juli 2014 beim FCA - steht also schätzungsweise eit 1500 Tagen in Diensten des Vereins auf dem Fußballplatz und etwa 30.000 Stunden für den FCA in der Öffentlichkeit: er hat 1x im Zug verschlafen, dem Trainer 1x nach einer Auswechslung den Handschlag nicht gegeben, 1x den Urlaub aus familären grunden verlängert, wurde von betrunkenen "Fans" provoziert/angezeigt...wirklich schlimm, muß Ihnen recht geben...

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