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FC Augsburg
10.10.2020

EM: Spielt Alfred Finnbogason gegen Manuel Neuer?

Alfred Finnbogason steht mit Island im EM-Play-off-Finale.
Foto: dpa

Der Stürmer des FC Augsburg steht mit Island im Finale der Play-offs. Gewinnt Island, trifft er auf Deutschland mit dem Torwart des FC Bayern.

"Einen Schritt näher an unserem Ziel", postete Alfred Finnbogason auf seinem Instagramkanal unter seinen Bildern vom 2:1 (2:0)- Sieg mit Island gegen Rumänien in einem von acht Halbfinalspielen der Play-offs zur Europameisterschaft 2020. Ein Sieg in der Liga A trennt also den Stürmer des FC Augsburg und seine Nationalmannschaftskollegen vom nächsten Überraschungscoup der Fußballer aus dem kleinen Inselstaat im äußersten Nordwesten Europas.

Wenn Island am 12. November gegen Ungarn, das 3:1 gegen Bulgarien gewann, die Oberhand behält, dann trifft Island bei der EM im kommenden Jahr in der Gruppe F auf Deutschland, Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal. Alfred Finnbogason im Duell gegen Manuel Neuer – es wäre wieder einmal der Kampf David gegen Goliath. In diese Rolle schlüpfen die Nachfahren der Wikinger gerne, doch längst sind die Nationalspieler keine Fischer oder Bäcker mehr. So stürmt Doppeltorschütze Gyfli Sigurdsson zum Beispiel seit 2017 für den FC Everton in der englischen Premier League, Finnbogason seit Februar 2016 für den FCA.

Gegen Rumänien stellte er seine aufsteigende Form wieder unter Beweis. Sein zwischenzeitliches 2:0 (27.) wurde zwar wegen Abseits zurückgepfiffen, doch das entscheidende 2:0 von Sigurdsson bereitete er mustergültig vor. Und so hat Island das letzte Etappenziel der Play-offs erreicht. Vier Teams können sich über diese Hintertüre qualifizieren. Die öffnete die Uefa für Teams, die zwar in der EM-Qualifikation gescheitert waren, sich über die Nations League 2019 aber qualifiziert hatten. Die drei anderen Finalspiele bestreiten Slowakei gegen Nordirland, Schottland gegen Serbien und Georgien gegen Nordmazedonien.

Erling Haaland scheitert mit Norwegen

Die komplizierteste (durch die Uefa) und längste (durch das Coronavirus) EM-Qualifikation ist endlich in die Zielgerade eingebogen. Nicht mehr dabei sind da die Norweger. Die haben mit dem Dortmunder Senkrechtstarter Erling Haaland, dem Leipziger 20-Millionen-Euro-Einkauf Alexander Sörloth und Martin Ödegaard (Madrid) den Top-Talenteschuppen. Allerdings bleibt dieser Mannschaft ihre erste große Bühne im nächsten Jahr verwehrt, denn Norwegen scheiterte zu Hause in den Play-off-Spielen mit 1:2 n. V. an Serbien. Dementsprechend sauer war Haaland: "Ich will nicht fluchen, aber ich bin ziemlich sauer", sagte der erst 20-Jährige und klagte: "Ich habe mich überhaupt nicht ins Spiel involviert gefühlt." Das wird ihm als Kritik an Trainer Lars Lagerbäck ausgelegt.

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Foto: Ulrich Wagner

Finnbogason wäre der fünfte FCA-Spieler, der aller Voraussicht nach an den kontinentalen Titelkämpfen, die aufgrund der Covid-19-Epidemie auf kommendes Jahr verschoben werden mussten, teilnehmen wird. Österreich (mit Michael Gregortisch), Finnland (mit Fredrik Jensen), Schweiz (mit Ruben Vargas) und Tschechien (eventuell mit Torhüter Tomas Koubek) hatten sich direkt über die Qualifikation die Tickets zur EM gesichert. Alle Augsburger Nationalspieler sind jetzt erst einmal in der Nations League gefordert.

FCA spielt zum Saisonabschluss gegen den FC Bayern

Doch der Blick in die Zukunft ist durchaus interessant: Sollte sich Island qualifizieren, würde das finale Spiel der Gruppe F gegen Deutschland am 24. Juni in der Münchner Allianz-Arena stattfinden. Das erste Duell mit Manuel Neuer liefert sich Finnbogason da schon vier Wochen vorher. Am 22. Mai spielt er mit dem FCA im letzten Punktspiel der Saison beim FC Bayern.

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