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FC Augsburg
27.02.2020

FCA-Trainer Schmidt: "Ziel ist, dem Gegner wehzutun"

Die Rückrundenbilanz des FC Augsburg fällt bislang enttäuschend aus. Trainer Martin Schmidt steht zunehmend unter Druck.
Foto: Ulrich Wagner

Trotz der jüngsten Rückschläge bewahrt sich FCA-Trainer Martin Schmidt seinen Optimismus. Wie sich seine Mannschaft Selbstvertrauen holen soll.

Mit reichlich Zuversicht war der FC Augsburg in die Rückrunde gestartet. Fehler der Vergangenheit wollte die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt nicht wiederholen, sie schien gefestigter, stabiler als noch zu Beginn der Bundesligasaison. In Punkten hat sich dies bislang nicht niedergeschlagen, mit vier Zählern aus sechs Partien ist die Ausbeute sogar geringer als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorrunde.

Nun warten zwei Gegner auf den FCA, die Meister werden wollen, am Samstag empfängt Augsburg Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr/Sky). Trainer Schmidt äußert sich vor der Partie zu...

...der 1:5-Hinspielpleite:

Über das Hinspiel haben wir oft geredet im Nachhinein. In der Winteranalyse war das ein Meilenstein in der Hinrunde. Danach lief es besser. War ein Spiel, das oft angesprochen wurde und das wir in diversen Bereichen brauchen konnten. Vieles hat sich seitdem verändert. Wir Trainer haben solchen Herangehensweisen schon, für die Spieler nehmen wir die jüngsten vier, fünf Spiele. Das zeigen wir dem Team, darauf stellen wir sie ein.

...den Ambitionen des Gegners:

Schwächer wurden sie seitdem nicht, sie waren damals in der Spitze und sind es immer noch. Sie haben noch ein Spiel weniger und gehören ganz klar zur breiten Tabellenspitze. Sie haben nächste Woche das Spitzenspiel gegen Dortmund, für sei ein richtungsweisendes Spiel. Sie sind voll im Rennen um den Meistertitel. Sie sind solider und variabler geworden. Weil die Euro League weggefallen ist, kommt Frische dazu. Sie haben schon eine gehörige Portion Qualität.

...dem Ausfall von Kapitän Baier:

Wir werden gute Lösungen haben, um Daniel zu ersetzen. Carlos Gruzezo ist seit fünf sechs Wochen voll dabei und hat sich an den Kader eines Spiels herangetastet. Er ist eher der Sechser. Eduard Löwen trauen wir das auch zu, er ist aber eher der Achter oder Zehner. Sie sind differenzierte Spieler. Wer spielt, hat damit zu tun, wie wir das Spiel angehen wollen.

...den taktischen Überlegungen:

Wir haben über sehr lange Strecken in Leverkusen sehr gut verteidigt, sehr solide, sehr robust. Wir werden uns jetzt noch nicht dazu äußern, aber wir haben einen klaren Plan, wie wir das Spiel angehen wollen. Wir sind insgesamt variabler geworden. Gegen gute Gegner kann man etwas Bewährtes machen oder aber versuchen, den Gegner zu überraschen.

...mehr Durchschlagskraft im Angriff:

Das zu Ende Spielen der Konter, die Konterschärfe, die Präzision, das letzte Tempo, das sind Ansatzpunkte, um unsere Schärfe wieder reinzubringen. Daran haben wir in dieser Woche gearbeitet. Ob wir im 4-4-2 verteidigen oder im 4-2-3-1 hat wenig damit zu tun, ob wir offensiver oder defensiver spielen. Letztlich geht es da nur um die Raumaufteilung auf dem Platz. Dass wir nun variabler spielen können, ist weniger ein Ausprobieren, sondern eine Weiterentwicklung.

...fehlendem Selbstvertrauen:

Das Selbstbewusstsein ist momentan nicht da. Die Spieler sind junge Menschen, momentan sind womöglich nicht alle in diesem Bereich so gefestigt. Wir wollten in die ersten Spiele der Rückrunde besser reinkommen als in der Hinrunde.  Jetzt haben wir nur einen Sieg in den letzten sieben Spielen. Wir haben nicht das Selbstbewusstsein wie im November, dezember. Da müssen wir wieder hinkommen. Wir haben die Power und den Willen, aber wo ist uns  die Leichtigkeit abhanden gekommen? Sicherlich, wenn man nicht reihenweise gewinnt, geht das abhanden. Auf der anderen Seite braucht man gute Halbzeiten. Wir sind seit sechs Heimspielen ungeschlagen. Ich bin überzeugt, dass das Selbstbewusstsein wieder hinzukommmt.

...seiner Spielidee:

Wir haben gar nichts geändert, wollen in jedem Spiel vorne draufgehen. Aber der Gegner liest uns. Wir kommen momentan aber nicht in die Momente, weil der Gegner auf uns reagiert. Das klappt nicht in jedem Spiel, sonst wären wir nicht Zwölfter, sondern ganz vorne dabei. Ziel ist, dem Gegner im Spielaufbau wehzutun. Wir müssen schauen, wie wir wieder in unser Pressing kommen. Es werden Gegner kommen, wo das klappt. Klar ist, unser Anlaufverhalten passt nicht auf jeden Gegner. Aber das Ziel, Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte zu haben, das haben wir in jedem Spiel. Da müssen wir wieder hinkommen. 

...den personellen Voraussetzungen:

Julian Schieber wird ab Dienstag ins Teamtraining einsteigen. Jan Moravek war wegen Rücken- und Adduktorenproblemen aus dem Training, wird aber in den nächsten Tagen den Umfang steigern. André Hahn hat krankheitshalber gefehlt, wird heute radeln Athletiktraining absolvieren, ab morgen soll er auf den Platz. Es wird aber knapp für ihn. Felix Götze muss kürzertreten und wird ab Dienstag wieder mitmachen, so der Plan. Und Daniel Baier fehlt bekanntlich wegen der fünften Gelben Karte.

Lesen Sie dazu auch: Baier gesperrt - Wer ersetzt den Kapitän beim FC Augsburg?

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.02.2020

Jetzt geht's also gegen die Fohlenelf gegen die wir in der Hinrunde so richtig vermöbelt wurden. Nach den bisherigen Eindrücken der RR, da woll mer auch nichts schön reden, sind wir spielerisch wo angesiedelt.
Wenn man sich das Aufbau und Kombinationsspiel des FCA der letzten Wochen vor Augen führt dann könnte man glauben die Mannschaft spielt erst seit 4 Wochen zusammen.
Die Parameter zuletzt sind bis auf die gelaufenen km wieder " grandios ", da fällt dir echt nix mehr ein. Es ist schon erschreckend, da wir ja nur BL spielen, was wir für ein schwaches Passspiel haben, die Zweikampfschwäche und den wenigsten Ballbesitz runden es ab. Dieser Leistungsabfall ist für mich Hausgemacht.

" Dem Gegner weh tun " reicht nicht, Trainer Schmidt muss sein Spiel umstellen, so kann's nicht weitergehen.
Im zentralen Mittelfeld muss sich was ändern, Baier und Khedira bringen seit Wochen zu wenig Struktur ins Spiel, Kreativität Fehlanzeige.
Für mich stellt sich nicht die Frage, Gruezo oder Löwen, sondern Gruezo + Löwen in einem 4/2/3/1
Der FCA scheint von einer Pandemie befallen, denn ab der 56. Minute gegen den BVB zeigt sich der Leistungsabfall gegen Gegner der Unter- Mittel und der Premiumklasse erst recht, das Team präsentiert sich nicht mehr als Einheit.
Eine Baustelle bleibt unsere rechte Abwehrseite, Lichtsteiner und Framberger müssen hier qualitativ zulegen.
Zeigt die Mannschaft nicht endlich ein anderes Gesicht und das nicht nur gegen sondern auch im Spiel mit dem Ball wird es ein böses Erwachen geben.





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27.02.2020

Ich mach mal auf Optimismus: So Koubek will (vielleicht redet der Trainer vor dem Spiel wieder mit ihm und er bleibt fehlerfrei) und glb schwächelt, gelingt uns eine Überraschung. Im Herbst hat es ja auch plötzlich geklappt... Wichtig ist, dass Koubek wieder aufmunternden ( Originalton R) Beifall bekommt.

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27.02.2020

Lieber Herr Schmidt, Ziel sollte sein, den Gegner z besiegen und endlich mal wieder zu punkten, sonst steht bald das Abstiegsgespenst in der Kabine und ja noch eins.....vielleicht könnten auch wir mal flexibel reagieren, so wie es unsere Gegner jede Woche zeigen, die nach spätestens einer guten Viertelstunde, die wir oft haben, anfangen, uns zu selektieren und zurecht zu legen. Aber Monotonie allerorten bei unserem FCA :-(

Nobby Die Stimme der Rosenau

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27.02.2020

Der Gegner liest uns und stellt sich darauf ein????? Bis jetzt dachte ich immer, dass genau das einen Trainer ausmacht, sich auf die Spielweise des Gegners einzustellen. Genauso bin ich der Überzeugung, dass eben auch eine gute Mannschaft ausmacht, dass sie variabel spielt und nicht immer den gleichen Stiel.
Ich würde der Mannschaft zwar wünschen, dass sie gegen Gladbach etwas holt, aber allein mir fehlt der Glaube. Lassen wir uns überraschen.

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