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FC Augsburg
17.10.2016

Mannschaft gegen Fans: FCA-Spieler stellen sich vor Teigl

<p>Paul Verhaegh hat kein Verständnis für das Verhalten einiger FCA-Fans.</p>
Foto: Witters, Wagner

Die Spieler des FC Augsburg stellen sich vor Georg Teigl, nachdem er von Fans angegangen wird. Manager Stefan Reuter will das Verhalten einiger Ultras nicht akzeptieren.

Die Spruchbänder waren im M-Block, der Heimat der Ultras des FC Augsburg, nicht zu übersehen. Und sie waren in ihrer Nachricht klar. Ein Teil dieser FCA-Anhänger hatte Georg Teigl nicht verziehen, dass sich der 25-jährige Neuzugang nach dem verlorenen Auswärtsspiel bei seinem Ex-Verein RB Leipzig vor den Gastgeber-Fans für deren freundliche Begrüßung bedankt hatte (mehr dazu).

"Nach zwei Jahren schon so viel Verbundenheit mit Stadt und ,Verein‘? Georg, das muss der Taurinschock sein!" stand auf dem einen. "Richtig Georg, im Leben gehts um mehr als nur Fußball" und "Winterpause nutzen, Teigl abschieben" war auf anderen geschrieben. Zudem hatte ein Großteil der Fans bei der Mannschaftsaufstellung nicht den Nachnamen des Spielers gerufen, wie es immer üblich ist.

Baier bietet Teigl Unterstützung an

FCA-Manager Stefan Reuter verurteilte die Aktionen. "Georg ist ein wichtiger Spieler von uns und ich mag es überhaupt nicht, wenn Fans gegenüber dem eigenen Spieler Aktionen starten. Das ist nicht zu akzeptieren." Er bezeichnete es als unglücklich, dass Teigl gerade dann in die Leipziger Fankurve ging, als sich auch deren Mannschaft feiern ließ. Dass sich Teigl bedankte, hat für Reuter aber auch mit "Anstand" zu tun (unser Kommentar zum Fall Teigl).

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Foto: Stefan Puchner (dpa)

FCA-Mittelfeldspieler Daniel Baier hatte kein Verständnis für die Aktionen im M-Block. "Georg ist ein Teil unserer Mannschaft. Es muss nicht jeder seiner Meinung sein, aber wir sind ein Verein, eine Mannschaft. Wir müssen zusammen in eine Richtung gehen. Ich finde es nicht gut, wenn gegen ihn Stimmung gemacht wird." Er stellt sich hinter Teigl: "Er wird jede Unterstützung von mir kriegen. Damit ist das Thema für mich und hoffentlich auch für die Zuschauer beendet."

Auch Kapitän Paul Verhaegh positionierte sich klar: "Eigene Spieler zu attackieren, das geht gar nicht!"

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Das letzte Spruchband verschwand dann nach der Halbzeit. Teigl selbst wollte sich nach dem Spiel nicht äußern.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

18.10.2016

Anstand und guter Charakter muss ein Vorbild bleiben; auch für Chaoten.

Wir sollten uns glücklich schätzen, dass wir solch einen Spieler wie Georg Teigl im FCA-Kader haben und uns lieber auf andere Themen konzentrieren, sonst wird es noch peinlich und abträglich für den FCA und für Augsburg..

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17.10.2016

Stadionverbot für solche Vollpfosten und zwar ohne wenn und aber. Das solche Transparente überhaupt ins Stadion kommen ist sehr bedenklich was die Sicherheit anbetrifft. Blamieren ganz Augsburg mit Ihrem Hirnschiss.

Ragnick und Hasenhüttl machen einen super Job in Leipzig, vor allem in der Nachwuchsarbeit.

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17.10.2016

(edit/beleidigend)

Augsburg ist n i c h t anders als andere Bundesligastädte. Auch wir haben einen harten Kern von (edit) Fans, die (edit) alles nachäffen, was ihnen vorgequatscht wird. Vor ein paar Jahren hieß der Feind Hopp/Hoffenheim heute ist es RB Leipzig. Selbst Spieler des eigenen Teams werden in einer Weise attackiert, die schon erstaunlich ist. Aber momentan ist es modern gegen alles zu sein was RB Leipzig heißt. Liegts am Geld? Warum wird der HSV Kühne nicht bepöbelt? Wo wäre der FCA ohne Sponsor. Ist es Neid oder nur pure Dummheit, das Vereine angefeindet werden, die mittels eines Geldgebers aufsteigen? Und wer glaubt, dass bei Bayern, Dortmund die Spieler umsonst spielen, weil der Verein so toll ist der glaubt auch noch ans Christkind. Wenn wir schon die Winterpause nutzen dann ganz sicher nicht um ein Mannschaftmitglied los zu werden. Ohne Fußballspieler gehts nicht aber sehr wohl ohne diese Spruchband-schwingenden (edit)



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17.10.2016

Dass sich die Mannschaft und der Verein hinter den Spieler Teigl stellt zeigt mir, die Geschlossenheit von Vereinsführung, Mannschaft und Trainer funktioniert. Das bringt auch den weiteren Erfolg. Die Diskusionen und die Ablehnung von RB in der Szene – Thema verfehlt. Hoffenheim, Bayern, Bayer, VW Wolfsburg und Andere pflegen seit Jahren bzw. Jahrzehnten den Mammon-Kult. Umso bewundernswerter, wenn finanziell kleine Vereine die sportliche Fahne hochhalten. Nur mit solchen Ultra-Typen anti Teigl geht das in die Hose. Solche Ultras brauchen wir nicht im Stadion. Deshalb feststellen welche größenwahnsinnigen Chaoten für die Beleidigungen von Spieler Teigl (letztendlich des FCA’s) verantwortlich zeichnen, dann Stadionverbot erteilen, die Dauerkarten zurückkaufen und an wirkliche FCA-Fans weiterveräußern. Nicht die teuerste Mannschaft muss zwingend eine erfolgreiche sein. Den Zusammenhalt und den gemeinsamen Kampfeswillen offenbart das Team, nicht diese Ultras. Auch ohne hunderte von investierten Millionen spielt man erfolgreichen Fußball, und trotz hoher Millionen-Ausgaben spielt man nicht unbedingt besser. Willkommen beim FCA Spieler Teigl. Meine Anerkennung für Ihren Anstand sportlich fair dem RB-Publikum für eine faire Begrüßung zu danken. Leider gibt es für einen solchen Dank an einen Teil der FCA-„Ultra-Fans“ keinen Anlass. Weinzierl begrüßt man freundlich? Warum frage ich, wenn man den Spieler Teigl durch den „Dreck“ zieht?

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17.10.2016

Ich würde mich freuen, wenn sich ein Bellinghausen, Werner oder Hahn bei einem Gastspiel mit ihrer neuen Vereine auch einmal in der FCA Fankurve blicken lassen würden.

Das wäre auch ein Zeichen, dass man eben nicht ein reinrassiger "Söldner" ist.

Wenn man sich heut zu Tage schon Freundlichkeit vorwerfen lassen muss....

....und muss man den wirklich unbedingt "Haß" mit "Haß" beantworten?

Da schmilzt unser evolutionärer Vorsprung, denn wir denPrimaten gegenüber eigentlich haben sollten ganz schön dahin.

Support sollte motivieren und unterstützend sein. Und nicht verunklimpfend.

Auch Gesänge wie " Sch... Blablabla Schweine" könnte man getrost stecken lassen.

Was ist an einem Arbeitgeberwechsel verwerflich. Herr Teigl wurde zudem wegen seiner fufßallerischen Fähigkeiten geholt und nicht wegen seinem diplomatischen Geschick.

Die in so jungen Jahren vom ihm zu erwarten.......

Es werfen derjenige den ersten Stein, der in seinen Jugendjahren nicht schon mal ein unpassendes Statement abgegeben hat.

Bei reichlich nachdenken dürften dass nur ganz wenig Steine werden.

Wobei ich ausdrücklich seine eigentliche Kernbotschaft, nämlich sich bei alten Fans von früher zu bedanken, sehr positiv bewerte.

Und mit unserem Augsbug calling ist das Verhalten dieser Leute auch nicht zu vereinbaren.

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17.10.2016

Hallo Herr G.

ich bin mit Ihren Ausführungen sehr einverstanden.

Nur zur Ergänzung, Bello war beim Saisoneröffnungsspiel, seinem ersten für die Fortuna in der Fankurve und wurde dort begrüsst (gefeiert). Gleiches war bei Hahn!

Bei Teigl werden doch ganz andere Resentiments geschürt. Das Unwohlsein über das Modell RB (wobei da auch immer nur die halbe Wahrheit kommuniziert wird, wie einst bei Hoffenheim) und eine wie auch immer geartete Rechtfertigung des Boykotts.

Der FCA wird sportlich gottseidank eine fixe Grösse in der Bundesliga, das Drumherum auch mit manch dummen, unfairen und z.T. üblen Begleiterscheinungen.

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17.10.2016

Für mich als langjährigen ultra-nahen M-Blocker sind sowohl das Verhalten von Herrn Teigl in Leipzig als auch die hier thematisierten Reaktionen der Ultras jeweils als ordentlicher "Griff ins Klo" einzuordnen. Die kürzlich veröffentlichte Stellungnahme der aktiven Fanszene zu RB teile ich ohne jede Einschränkung, jedoch ist das was mit Georg Teigl derzeit geschieht ein Kanalisieren der gesamten aufgestauten negativen Energie gegenüber RB auf eine Person, er wird damit zur Zielscheibe.

Seinen Ursprung hat das nicht zuletzt aber in dem geradezu dämliches Verhalten in Leipzig: Aus menschlicher Sicht zwar nachvollziehbar und ein Zeichen von Loyalität sich beim ehemaligen Arbeitgeber und den Fans zu bedanken - der Zeitpunkt und die Art und Weise haben jedoch dramatisch Fingerspitzengefühl vermissen lassen. Leider war auch die darauffolgende Aktion, nämlich die Videobotschaft über die sozialen Netzwerke von Georg Teigl an die Fans nicht gerade weise. Mit dieser Heulnummer hat er statt einer gewünschten Aussprache - respektive Entschuldigung - nur deutlich gezeigt wie angreifbar er ist und damit erst recht die Aktionen gegen sich befeuert. Dass Georg Teigl in Augsburg angesichts seines Transfers und der Überschneidung mit dem Trainerwechsel zudem nicht gerade den besten Start hatte und damit auch keine tiefere Verbundenheit zum aktuellen Verein entstanden sein kann kommt noch erschwerend hinzu.

Wie die meisten Fans in meinem Umfeld distanziere ich mich jedenfalls von den Spruchbändern. Zwar dürfte sich kein einziger ernsthafter Fußballfan über einen Transfer von RB zum eigenen Verein wirklich freuen, trotzdem sollte jedem neuen Spieler generell immer eine faire Chance eingeräumt werden. Martin Hinteregger hat das beispielsweise recht geschickt gelöst - mit klaren Aussagen gegen RB und pro Augsburg hat er zumindest aktuell für Ruhe um seine Person gesorgt. Ich selbst ordne das aber sogar negativer ein als die Aktion von Herrn Teigl: Es riecht einfach penetrant nach Schleimspur und Fähnchen im Wind. Hr. Teigl hat dagegen eher Loyalität unter Beweis gestellt, wenn auch gegenüber einem aus gutem Grund unbeliebten Verein. Charakterlich ist damit ein Teigl für mich oberflächlich betrachtet sogar mit mehr Potential für zukünftige Vereinsidentifikation und Treue ausgestattet als ein Hinteregger aber das soll hier nur eine Randnotiz sein.

Der einzige Weg für Georg Teigl zu langfristiger Akzeptanz zu kommen wäre, sich mit mentaler Stärke über den Gegenwind hinwegzusetzen, über starke Trainingsleistungen und gegen den Willen einiger Ultras zu Einsätzen zu kommen und sich dabei für den FCA als wichtiger Spieler zu etablieren. Realistisch ist das wohl aus vielen Gründen kaum - deshalb könnte tatsächlich ein Neuanfang an anderer Stelle die einfachere Variante sein.

Bleibt zu hoffen dass sich die Wogen schnell glätten und die aufgewendete Energie der Ultras sich schnell wieder in die richtige Richtung konzenriert: Gemeinsam für den FCA und gegen RB, nicht gegen zu aktuellem Stand unbedeutende Einzelspieler aus den eigenen Reihen - ich bitte diese klare Aussage hier zu entschuldigen.

Auch hoffe ich sehr, dass damit für Außenstehende an dieser Stelle erkennbar wird: Nicht alle Ultras und treuen Fans sind glücklich über den Umgang mit Georg Teigl - insbesondere aus menschlicher Sicht. Das ist mit den Werten die unsere Augsburger Szene stark gemacht haben so einfach nicht vereinbar.

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17.10.2016

Teigls Aktion in Leipzig war alles andere als "verwerflich". Sie zeigte vielmehr, zweierlei: Erstens, dass er Anstand besitzt und sich bei dem Leipziger Publikum für die Unterstützung der letzten Jahre und den freundlichen Empfang bedankte. Und zweitens zeigt es eine hohe Wertschätzung des dortigen Publikums, die ganz sicher auch auf eine gewisse spielerische Klassse zurückgeht.

Und beides sind klare Zeichen dafür, dass man sich hier einen wirklich tollen Spieler geangelt hat. Das sollten auch diejenigen "Ultras" erkennen können, die ansonsten vielleicht nicht unbedingt mit der größten emotionalen Intelligenz gesegnet sind.

Daher waren die Aktionen am Samstag das allerletzte und sollten vom Verein auch in keinster Weise geduldet, sondern stattdessen eher sanktioniert werden!

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17.10.2016

War das dasselbe Publikum, das vorher 90+15 Minuten lang Martin Hinteregger ausgepfiffen hat? Dafür hat sich Teigl ja eindrucksvoll bedankt, als er danach zum Feiern vorbei kam. Teigl? Nein, danke!

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17.10.2016

Das Argument geht ebenso fehl... Am Samstag hat sich auch unsere Mannschaft bei der Nordkurve bedankt. Aber ihr Dank galt sicher nicht den Idioten, die die Anti-Teigl-Aktion unterstützten... Nicht immer von wenigen auf alle schließen. Teigl und der Rest der Mannschaft beherrschen diese simple Transferleistung. Sie scheinbar nicht.

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17.10.2016

"Idioten". Ich sehe schon: Hier wird mit dem eleganten Florett im feinen Zwirn gefochten.

Wenn man ihren Worten folgt (= die "simple Transferleistung" vollbringt), dann hat sich Teigl in Leipzig also nur bei den rund 50 RB-Anhängern beteiligt, die Hinteregger nicht ausgepfiffen haben?!
Nach einer Niederlage dorthin zu gehen und freudestrahlend zu hüpfen und zu winken, ist falsch. Das nach den Attacken der Stadionbesucher auf Hinteregger zu tun, ist zweimal falsch. Dieses Verhalten danach auch noch damit zu verteidigen, es sei nur falsch rübergekommen, ist unbezahlbar.

Nach der aktuellen Kontroverse spielt es aber gar keine Rolle mehr. Die FCA-Führung muss sich halt jetzt überlegen was letztlich weniger Probleme bereitet: Teigl gegen den Willen der aktiven Fanszene einzusetzen oder Teigl gegen den Willen der hier anwesenden Internetdiskutanten abzuservieren.

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17.10.2016

"Teigl gegen den Willen der aktiven Fanszene einzusetzen oder Teigl gegen den Willen der hier anwesenden Internetdiskutanten abzuservieren."

Ich bin mir sehr sicher, dass diese Anti-Teigl Haltung nicht die Meinung der Mehrzahl der akiven Fans darstellt, sondern einer zu vernachlässigenden Minderheit. Daher wird der FCA auch ganz sicher den Fehler machen, auch nur einen Moment über diese absurden Forderungen zu hören.
Vielmehr wäre gut daran getan, diesem Tun ganz schnell einen Riegel vorzuschieben.

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17.10.2016

Ich fordere gar nichts, ich beobachte nur.

Insbesondere beobachte ich dann, wie sich die Stimmung entwickelt, wenn die "zu vernachlässigende Minderheit" zukünftig der "Mehrzahl der aktiven Fans" das Heft des Handelns überlässt.

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17.10.2016

Welch ein unfehlbarer Kreativling hat sich das eigentlich einfallen lassen?

Kein Verständnis dafür! Ja Teigls Aktion sich zu bedanken war nicht die Beste, aber vermutlich hat er sich einfach nur gefreut so herzlich begrüßt zu werden und hat sich in diesem emotionalen Moment bedankt, nicht mehr und nicht weniger.

Sich zu bedanken war eine Anstandssache, wann und wie unüberlegt!

Aber einen solchen Aufriss deswegen zu machen, ist meiner Meinung nach einfach nur hirnlos und übertrieben.

Wäre es nicht RB, würde bei weitem nicht so ein Wirbel um die Aktion gemacht.

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