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FC Augsburg
06.07.2012

Moravek will durchstarten

Jan Moravek im Trainingslager in Bad Aussee in Österreich.
Foto: Ulrich Wagner

FCA-Spieler Jan Moravek blickt nach seiner langen Verletzungspause nach vorn und will durchstarten.

Es war bisher nicht sein Jahr. Als Jan Moravek im vergangenen Winter vom FC Schalke 04 zum FC Augsburg wechselte, da galt er als ein großer Hoffnungsträger im Kampf gegen den Abstieg. Doch kaum hatte er beim Bundesliga-Neuling unterschrieben, setzte ihn eine hartnäckige Muskelverletzung außer Gefecht. Was blieb, war zwar der Klassenerhalt, doch über drei Kurzeinsätze kam der Tscheche wegen seiner Verletzung in der vergangenen Saison nicht hinaus. Doch in dieser Spielzeit soll alles besser werden.

Zweijahresvertrag

Beim FCA ging das Vertrauen in den dreifachen tschechischen Nationalspieler trotz der langen Zwangspause nicht verloren. In der vergangenen Saison von den Knappen ausgeliehen, stattete der Verein den offensiven Mittelfeldspieler jetzt mit einem Zweijahresvertrag aus. „Er hat sich auch während seiner Verletzungspause im Team eingebracht, zudem sind wir von seinen sportlichen Qualitäten überzeugt“, sagt Manager Manfred Paula.

Erfahrung in der ersten Liga

Dass Moravek in der ersten Bundesliga spielen kann, diesen Beweis hat er vor zwei Jahren schon mal nachhaltig angetreten, als er beim 1. FC Kaiserslautern in Lohn und Brot stand und mit den Pfälzern am Ende den siebten Tabellenplatz belegte. Dazu steuerte der gebürtige Prager in 29 Spielen fünf Treffer bei. Kein Wunder, dass ihm die Fans am Betzenberg manche Träne nachweinten.

Harte, aber abwechslungsreiche Vorbereitung

Die harten Monate im Frühling 2012 hat Moravek, der damals von Dr. Müller-Wohlfahrt, dem Arzt der deutschen Nationalmannschaft, behandelt wurde, aus seinem Gedächtnis gestrichen. Er blickt nach vorne und ist froh, dass er mit dem FC Augsburg jetzt die gesamte Vorbereitung absolvieren kann.

Das vom neuen Trainer Markus Weinzierl und seinen Assistenten vorbereitete Programm sei zwar hart, aber doch abwechslungsreich, erzählt der 22-Jährige. Positiv, dass der Großteil der Übungen mit dem Ball absolviert werde. „Das ist klasse, fünf gegen fünf ist sehr intensiv“, erklärt er in gutem Deutsch und fügt an: „Das war ich aus Tschechien nicht gewöhnt, da wird in der Vorbereitung fast nur gelaufen.“

Ein feiner Fußballer

Wenn man sich mit Jan Moravek unterhält, merkt man fast an jeder Silbe, dass er sich in der Mannschaft und dem Umfeld pudelwohl fühlt und den Punktspielen förmlich entgegenfiebert.

Das haben auch die Verantwortlichen erkannt. „Er ist ein feiner Fußballer“, urteilt etwa Manfred Paula über den Techniker aus Prag. Der am liebsten die Position hinter der Sturmspitze spielen würde, doch gleich einschränkt, „das muss natürlich der Trainer entscheiden“. Die Spiele der Europameisterschaft hat er zu Hause am Bildschirm verfolgt und zeigte sich vom Abschneiden seiner tschechischen Teamkollegen erfreut. „Die Mannschaft hat mich überzeugt, die Leistungen waren trotz der 0:1-Niederlage im Viertelfinale gegen Portugal völlig in Ordnung.“

In der kommenden Woche kann Moravek seinen Landsmann Milan Petrzela beim FCA begrüßen. Der Mittelfeldspieler vom tschechischen Erstligisten Viktoria Pilsen hat sich bei Jan Moravek über den FCA erkundigt. „Ich habe mich nur positiv über den Verein und die Stadt geäußert“, schmunzelt Moravek, der wohl ein kleines bisschen diesen Transfer mit eingefädelt hat.

Der kommenden Spielzeit sieht der dunkelhaarige Moravek durchaus optimistisch entgegen. „Natürlich gilt in erster Linie der Klassenerhalt, aber vielleicht ist auch ein Platz im gesicherten Mittelfeld möglich.“ Worte, die sie beim FCA gerne hören.

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