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FC Augsburg
21.08.2018

Nach dem Pokalauftakt sind beide Trainer unzufrieden

Die beiden Trainer Manuel Baum (links) und Matthias Mink ärgerten sich nach dem Spiel. Jeder auf seine Weise.
Foto: Hasan Bratic, dpa

FCA-Trainer Manuel Baum ärgert sich trotz des Sieges im DFB-Pokal. Sein Kollege von TSV Steinbach ist hingegen traurig.

Der FC Augsburg musste mal wieder zurück an die Basis, oder dorthin, wie Fußball-Romantiker sagen, wo noch ehrlicher Fußball gespielt wird. Das soll dann ein Seitenhieb auf das Profitum im Fußball sein, aber das ist natürlich Quatsch. Die meisten Klubs in der Regionalliga werden professionell geführt. Auch der TSV Steinbach, der zusammen mit dem SSV Ulm punktgleich (zehn Zähler) dem Führungsduo Homburg und Waldhof Mannheim (je zwölf Punkte) in der Regionalliga Südwest auf den Fersen ist, gehört zu diesen Klubs. Manuel Baum, der Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg, kennt diese Basis wie seine Westentasche.

Die vermeintlich "Kleinen" können zähe Brocken sein

Er war nicht nur ein paar Jahre Leiter des Nachwuchsleistungszentrums in Augsburg, er arbeitete oder kickte auch für Klubs wie den FC Dingolfing, den FC Ismaning oder die SpVgg Unterhaching. Er weiß, wie eklig die sein können. Zu spüren hat es der FC Augsburg auch schon bekommen. Vergangene Saison unterlag der FCA beim FC Magdeburg. Dort übrigens schon zweimal im Pokal. Vor einigen Jahren noch unter Trainer Markus Weinzierl musste der FCA beim Viertligisten SV Elversberg in die Verlängerung.

Und natürlich hat Baum seine Truppe während der Woche vor der Partie beim TSV Steinbach erneut mehrfach gewarnt. Dass seine Warnungen irgendwo nicht so richtig in den Gehörgang der Spieler gefunden haben, macht einen wie Baum wütend. Jedenfalls sah man auf der Pressekonferenz deutlich, dass es in ihm trotz des 2:1-Sieges brodelte.

Dass Baum angefressen war, hat Matthias Mink, der Trainer des TSV Steinbach, schon während des Spiels mitbekommen: „So wie der Manuel gecoacht hat, mit dieser Lautstärke und Intensität, da hat man schon gemerkt, dass vieles nicht gepasst hat bei Augsburg.“

In der ersten Halbzeit lief es dabei noch ganz gut für den FCA, zumal Marco Richters Tor nach bereits zehn Minuten für eine Beruhigung sorgen sollte. Doch im Laufe der Partie versäumte es der Bundesligist nachzulegen und Steinbach witterte Morgenluft. Baum: „Der Schlüssel war natürlich das Gegentor. Dann kommen die Zuschauer und die Steinbacher glauben wieder an sich. Dann wird es natürlich schwierig.“

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Seine Mannschaft hat ihm zu wenig reagiert: „Ich könnte jetzt eine ganze Litanei vorbeten, was da alles gefehlt hat.“ Allerdings sorgte André Hahn, der vor einigen Wochen vom Hamburger SV zum FCA zurückkehrte, für ein glückliches Ende. „Deshalb überwiegt jetzt auch leicht die Freude bei mir. Später wird das in die andere Richtung abdriften und man sagt, das war kein gutes Spiel und wir müssen noch nacharbeiten“, sagt Baum.

Zuletzt holte Baum aber noch zu einem Rundumschlag aus: „Wer jetzt den Pokal in den letzten Tagen verfolgt hat, der hat auch gesehen, wie schwer sich die Bundesligisten getan haben. Die unterklassigen Mannschaften können alle auch kicken und haben ein Herz.“ Natürlich zollte Baum auch dem TSV Steinbach seinen Respekt: „Das war ein würdiger Rahmen hier für ein DFB-Pokalspiel und Steinbach hat uns das Leben enorm schwer gemacht. Wir haben gerne hier gespielt.“

Den Steinbacher Trainer Matthias Mink konnten Baums Worte nur schwer trösten: „Wir sind einfach nur traurig und enttäuscht und ich denke, das müssen wir erst einmal ein paar Tage sacken lassen.“

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