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FC Augsburg
10.06.2015

Noch muss Weinzierl das Risiko Schalke 04 nicht eingehen

<p>Der FC Schalke 04 hat Interesse an Augsburgs Coach Markus Weinzierl. Soll sich der Trainer den Ruhrpott-Club wirklich antun?</p>
Foto: Oliver Krato (dpa/AZ-Bearbeitung)

Jeder Sportler strebt nach dem maximalen Erfolg. Insofern wäre ein Wechsel von Markus Weinzierl nach Schalke verständlich. Der Coach kann aber auch noch warten.

Markus Weinzierl ist ein hervorragender Trainer. Nicht nur, dass er den FC Augsburg auf Platz fünf führte, bei seiner vorherigen Station in Regensburg gelang ihm sensationeller Weise der Aufstieg in die Zweite Liga. Der 40-Jährige holt aus Mannschaften das Optimum heraus.

Das gelang den Trainern auf Schalke in den vergangenen Jahren nicht. Weder Jens Keller noch Roberto di Matteo fanden wirklich Zugang zu der Ansammlung hoch talentierter Spieler. Es ist also kein Wunder, dass Weinzierl auf der Liste der Schalker steht. Heißester Kandidat für die Besetzung des Trainerstuhls bleibt aber Marc Wilmots. Der 46-Jährige hat eine Schalker Vergangenheit, ist einer der legendären Eurofighter, die 1997 den Uefa-Cup gewonnen haben.

Doch Wilmots ist derzeit Trainer der belgischen Nationalmannschaft. Die gilt als einer der Geheimfavoriten auf den EM-Titel im kommenden Jahr. Zudem soll der Trainer rund vier Millionen Euro im Jahr verlangen und sein belgisches Trainerteam mitnehmen wollen. Mit dem nun publik gewordenen Interesse an Weinzierl erhöhen die Schalker den Druck auf Wilmots. Nach dem Motto: Okay, wenn du nicht willst, dann nehmen wir eben einen anderen. Fan-Stimmen: "Augsburg wird ohne Weinzierl abschmieren"

Für Weinzierl selbst wäre ein Wechsel zum FC Schalke Chance und Risiko zugleich. Mit dem FC Augsburg hat er wohl das Maximum erreicht. Mehr als Platz fünf ist mit dieser Mannschaft nicht drin - und wird auch in Zukunft kaum möglich sein. Da jeder Sportler nach dem größtmöglichen Erfolg strebt, ist ein Wechsel die logische Konsequenz.

Allerdings ist Weinzierl noch nicht in Zugzwang. Er hat sich einen Namen gemacht. Selbst wenn er in der kommenden Saison mit dem FCA im Abstiegskampf steckt, werden andere Clubs an ihm interessiert sein. Die Frage ist die nach den möglichen Optionen.

Denn zu welchem ambitionierten Club passt Weinzierl? Der FC Bayern würde sich im Fall des Falles für eine prominentere Lösung entscheiden. Dortmund möglicherweise auch. Bleiben mit Schalke, Wolfsburg, Gladbach und Leverkusen vier weitere Teams. Bei drei davon sitzen die Trainer fest im Sattel. Muss er aber deswegen jetzt schon wechseln?

Weinzierl kann es sich erlauben, zu warten

Nein. Es ist unwahrscheinlich, dass es überall sportlich so läuft, wie erwünscht. Irgendwo gibt es immer Überraschungen und ein Trainer muss gehen, beziehungsweise geht freiwillig. Dann dürfte Weinzierl ganz oben auf der Liste stehen.

Schalke ist von diesen vier Clubs mit Sicherheit die risikoreichste Variante. Das Umfeld ist extrem unruhig. Die Spieler zwar äußerst talentiert, aber keine Mannschaft. Hier kann man viel gewinnen - aber auch schnell vor die Tür gesetzt werden.

Es ist ein Risiko zum FC Schalke zu wechseln. Irgendwann wird Weinzierl das Risiko eingehen wollen, einen namhafteren Club als den FCA zu übernehmen. Aber jetzt ist noch nicht der richtige Zeitpunkt.

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