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FC Augsburg
23.05.2017

Saisonnoten der FCA-Spieler: Die Torhüter stechen heraus

Haben die besten Noten: Andreas Luthe und Marwin Hitz.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Andreas Luthe absolvierte zwei Punktspiele für den FCA. Da vertrat er seinen verletzten Kollegen Marwin Hitz so überzeugend, dass er in der Notentabelle den Schweizer überholte.

Es war eine nervenaufreibende Saison mit einem glücklichen Ausgang für den FC Augsburg. Dass beide Torhüter die Klassenbesten waren, verwundert nicht. Sie hatten auch Schwerstarbeit zu leisten.

Andreas Luthe: 32 Bundesligaspiele musste Luthe warten. Als es so weit war, zeigte der 30-Jährige mit seiner ganzen Routine zwei Spitzenleistungen. Natürlich ist eine Durchschnittsbenotung mit zwei Spielen wenig aussagekräftig, doch wie ruhig, selbstsicher und konzentriert Luthe die beiden Spiele gegen die mit offensivstärksten Teams der Liga, Dortmund und Hoffenheim, absolvierte, spricht für ihn. AZ-Note 1,5 (Kicker: 2,0 – Bild: 2,0)

Marwin Hitz: 32 Bundesligaspiele war der Schweizer fast immer ein sicherer Rückhalt. Gerade beim 0:0 in Leverkusen in der Vorrunde hielt er überragend und brachte die Bayer-Spieler reihenweise zur Verzweiflung. Sein Vertrag läuft bis 2018, doch kurz vor Saisonende kamen die ersten Wechselspekulationen auf. Hitz will bei der WM 2018 nicht nur als Nummer drei der Schweiz nach Russland fahren, darum wäre ein Wechsel zu einem renommierten Klub nicht das Schlechteste. AZ-Note 2,92 (2,98 – 3,25)

Jeffrey Gouweleeuw: Notenbester Feldspieler. Der Niederländer war aber auch der Pechvogel der Saison. Lungenkollaps, Rückenprobleme, Kapselriss. Er verpasste 16 Spiele. Auch ein Grund, warum die Abwehr zeitweise so löchrig war. Als der Innenverteidiger wieder fit war, stabilisierte sich die Defensive. AZ-Note 3,03 (3,21 – 3,12)

Jeffrey Gouweleeuw war häufig verletzt. Wenn er spielte, überzeugte er.
Foto: Stefan Puchner, dpa

Konstantinos Stafylidis: War eine Zeit lang bei Manuel Baum nicht mehr erste Wahl, kämpfte sich aber wieder in die Startelf zurück. Und das mit gebrochener Hand, die er sich beim 1:1 gegen Freiburg verletzt hatte. Soll sich mit Wechselgedanken tragen. AZ-Note 3,10 (3,67 – 3,22)

Daniel Baier: Der Motor des Augsburger Mittelfeldes stotterte in dieser Saison ein paar Mal. Eine hartnäckige Entzündung im Bereich der Achillessehne machte ihn öfters zu schaffen und zwang ihn auch zu unfreiwilligen Pausen. Doch es wurde auch immer wieder deutlich, dass ein fitter Baier nicht ersetzbar ist. AZ-Note 3,28 (3,26 – 3,17)

Martin Hinteregger: Es war der einzige Neuzugang der Saison, der überzeugte. Als Gouweleeuw aber lange fehlte, war er mit der Leaderrolle in der Abwehrkette manchmal überfordert. Als Gouweleeuw zurückkehrte und Hinteregger wieder Verantwortung abgeben konnte, zog auch seine Form wieder an. AZ-Note 3,29 (3,5 – 3,48)

Paul Verhaegh: Lange funktionierte der Kapitän wie ein präzises Uhrwerk. 2014 wurde er mit den Niederlanden sogar WM-Dritter. Doch zuletzt wurden seine Leistungen immer schwankender, das fußballerische Alter zollt seinen Tribut. AZ-Note 3,32 (3,81 – 3,52)

Halil Altintop: Beim ihm verhält es sich wie mit einem guten Wein. Je älter, desto besser. 34 Bundesligaspiele am Stück wird der 34-Jährige nicht mehr durchhalten, doch gerade in den wichtigen Spielen am Saisonende, war er da. Altintop zeigte Führungsqualitäten, auf und neben dem Platz. AZ–Note 3,45 (3,66 – 3,3)

Ein wichtiger Mann für den Klassenerhalt: Halil Altintop.
Foto: Deniz Calagan, dpa

Raúl Bobadilla: Wenn der Stürmer aus Paraguay, der in Argentinien geboren ist, will und er auch fit ist, ist er einer der besten Stürmer der Liga. Doch in dieser Saison kam er zuerst durch eine Schulterverletzung und dann durch eine Wadenblessur nie richtig in seinen Rhythmus. Am Ende schien er nicht mehr durchtrainiert und musste auf die Bank. Man kann gespannt sein, ob er mit dieser Rolle länger umgehen kann. AZ-Note 3,46 (3,14 – 3,54)

Alfred Finnbogason: Wie wäre die Saison verlaufen, wenn der Isländer nicht monatelang mit einer Schambeinentzündung ausgefallen wäre? Finnbogason ist vielleicht nicht der spektakuläre Sturmtank wie Bobadilla, aber er arbeitet unheimlich viel für die Mannschaft und traf dann, wenn es nötig war. Und, wenn es wichtig war. Seine drei Tore waren jeweils Führungstreffer. AZ-Note 3,36 (3,54 – 3,69)

Raphael Framberger: Das Augsburger Eigengewächs deutete an, dass er auf der rechten Abwehrseite durchaus die Verhaegh-Nachfolge antreten kann. Wurde dann durch eine Knieverletzung gestoppt und kam nur auf drei Bundesliga-Spiele. AZ-Note 3,5 (3,5 – 2,5)

Caiuby: Der Brasilianer machte Schlagzeilen durch seinen nicht abgesprochenen verlängerten Reha-Aufenthalt in Brasilien. Doch beim FCA war man nicht nachtragend. Kam am Ende der Saison wieder auf den Platz zurück. AZ-Note 3,5 (3,67 – 3,5)

Kam erst zum Saisonende zum Einsatz: Caiuby.
Foto: Deniz Calagan, dpa

Georg Teigl: Beim Neuzugang aus Leipzig muss man abwarten, ob er sich in der Bundesliga durchsetzen kann. Er ist schnell wie kaum ein anderer FCA-Spieler, aber auch kein anderer ist so ungelenk am Ball. AZ-Note 3,56 (4 – 3,67)

Christoph Janker: Der Routinier lieferte meistens (Ausnahme: das Spiel gegen Bayern) solide Arbeit ab. Dies ist aber für den FCA in der Bundesliga eigentlich zu wenig. AZ-Note 3,63 (4 – 4,1)

Kevin Danso: Der Shooting-Star aus der eigenen Jugend begeisterte bei seinen ersten Einsätzen. Kam im Abstiegskampf allerdings an seine Grenzen. Dem jungen Defensivspieler gehört aber die Zukunft. AZ-Note 3,64 (4,14 – 3, 71)

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Foto: Ulrich Wagner (Archivfoto)

Ja-Cheol Koo: Der Südkoreaner ist eine feste Größe im Offensivspiel. Er arbeitet und ackert immer für zwei, hat sein Potenzial in dieser Saison zu selten abgerufen. AZ-Note 3,73 (4,05 – 3,79)

Dominik Kohr: Er spielte den Wellenbrecher im FCA-Mittelfeld. Mit zwölf Gelben Karten in 23 Spielen war er der böse Bube der Liga in dieser Kategorie. Dazu kam noch eine Gelb-Rote Karte. Mit Zweikampfstärke überzeugte er Bayer Leverkusen davon, ihn per Rückkaufoption nach Hause zu holen. Man kann gespannt sein, ob sich Kohr in Leverkusen durchsetzen wird. AZ-Note 3,77 (3,63 – 3,38)

Philipp Max: Nach seiner Silbermedaille in Rio brauchte Max ein wenig, um in der Bundesliga Fuß zu fassen. Danach war er die Allzweckwaffe auf der linken Seite. AZ-Note 3,82 (4 – 3,86)

Jan Moravek: Wenn der defensive Mittelfeldspieler fit ist, hat er überdurchschnittliches Bundesliga-Niveau. Doch der Tscheche ist im Muskelbereich sehr verletzungsanfällig. Vielleicht ist sein Körper mit dieser Belastung auch einfach überfordert. AZ-Note 3,89 (4,05 – 4,11)

Jonathan Schmid: Lange Zeit konnte der Außenbahnspieler nicht zeigen, warum der FCA fünf Millionen Euro Ablöse an Hoffenheim überwiesen hat. Im Saisonfinale wurde Schmid aber immer besser. Doch er hat noch viel Luft nach oben. AZ-Note 3,91 (4,07 – 3,58)

Kam zum Saisonende in Fahrt: Jonathan Schmid.
Foto: Daniel Roland, AFP

Moritz Leitner: Noch hat er nicht gezeigt, warum ihn der FCA in der Winterpause von Lazio Rom für 1,5 Millionen Euro verpflichtet hat. Spielte zuletzt überhaupt keine Rolle mehr. AZ-Note 4 (3,83 – 4,25)

Dong-Won Ji: Er war der einzige FCA-Spieler, der in allen 34 Bundesliga-Spielen eingewechselt wurde. Der Südkoreaner erlebte eine Saison mit Höhen und Tiefen. Allerdings hatte er in der Offensive auch keinen festen Platz, sondern musste immer wieder seinen Arbeitsplatz wechseln - je nach Verletzten-Lage.  AZ-Note 3,93 (3,98 - 3,88)

Gojko Kacar: Der Routinier spielte – routiniert. Nicht mehr, nicht weniger. AZ-Note 4,19 (4,23 – 4,07)

Tim Rieder: Der junge Innenverteidiger kam zu fünf Bundesliga-Einsätzen. Spielte zwei Mal (Mainz und Bayern) über die volle Distanz, wobei er in München gegen die Top-Stürmer vollkommen überfordert war. Da war er aber nicht der Einzige. AZ-Note 4,25 (4,5 – 4,5)

Takashi Usami: Der Japaner scheint auch im zweiten Anlauf in der Bundesliga zu scheitern. Bisher stellt sich die Frage, warum ihm der FCA einen Vier-Jahres-Vertrag gegeben hat. AZ-Note 4,3 (4,3 – 4)

Julian Günther-Schmidt: Angesichts der Stürmernot kam er in dieser Saison zu vier Bundesliga-Einsätzen mit 42 Spielminuten. Ob es noch mehr werden, ist fraglich. Eine Benotung ist kaum repräsentativ. AZ-Note 4,5 (4,5 – 4,5)

Nicht benotet (zu kurz oder gar nicht eingesetzt): Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Markus Feulner, Marvin Friedrich, Ioannis Gelios, Daniel Opare, Marco Schuster

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