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FC Augsburg
24.10.2019

Schmidt über Wolfsburg-Leihgabe: "Felix hat seine Chance gepackt"

Felix Uduokhai wechselte vor der Saison von Wolfsburg nach Augsburg- und wurde dort zum Stabilisator.
Foto: Timgroothuis, Witters

FCA-Trainer Martin Schmidt spricht über den nächsten Gegner Wolfsburg, die Hoffnung auf den ersten Auswärtssieg und einen Stabilisator in der Defensive.

Die Spieler laufen schon zum Mittagessen, Martin Schmidt muss noch seine letzten Medientermine des Tages absolvieren. Es fällt dem Trainer des FC Augsburg mit dem 2:2 gegen Bayern München im Rücken natürlich leichter. Der Fokus liegt nun in der Trainingswoche auf dem Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg.

Martin Schmidt über...

  • ...die Personalsituation:

"Reece Oxford ist der Einzige, der im Moment muskulär angeschlagen ist. Es scheint aber nicht so schlimm zu sein. Er wird sich von Tag zu Tag steigern. Ich hoffe, dass wir ihn fürs Wochenende hinkriegen."

  • ...das Gefühl nach dem 2:2 und das Abrutschen auf den Relegationsplatz:

"Das Gefühl nach dem Spiel war größer als die Realität. Obwohl wir Plätze verloren haben, ist es ein Punkt, den andere nicht zwingend holen. Der Punkt kann wichtig werden. Jeder spielt irgendwann mal gegen die Bayern und deshalb ist ein solcher Punkt ein Zusatzpunkt, wenn es um den Klassenerhalt geht. Das Lob gibt natürlich Rückenwind und den Glauben ins Team zurück, der nach dem Gladbach-Spiel abhandengekommen war."

  • ...die Tabelle:

"Wir in Augsburg gucken vom ersten Tag an auf die Tabelle, weil wir von Anfang an wissen, dass es um den Klassenerhalt geht. Man braucht aber nicht zu viel draufschauen, um sich nicht nervös zu machen. Wir wissen, dass es knallhart um den Ligaverbleib geht."

  • ...die Bundesliga:

"Da vorne neun Teams innerhalb von zwei Punkten liegen, merkt man, wie instabil es ist. Jetzt gehen wir nach Wolfsburg, die Woche drauf haben wir Schalke – dann haben wir von den ersten neun bis auf Leipzig gegen alle gespielt. Daran merkt man, dass wir ein unglaubliches Programm zu bewältigen haben. Jeder Punkt ist wichtig, den wir in dieser Phase holen."

  • ...die Qualität der Bundesliga:

"Der hintere Teil ist von der Punktezahl normal. Was vorne fehlt, sind zwei, drei Teams, die weggehen. Deshalb bleiben viele Punkte im Mittelfeld liegen. Normal hast du nach acht Spielen ein, zwei Vereine, die die 20 Punkte geknackt haben. Wenn du vorne Bayern oder Dortmund hättest mit 20 oder 22 Punkten, wären im Mittelfeld einige mit acht oder neun Punkten. Da es keinen klaren Spitzenreiter gibt, werden die Punkte anders verteilt."

  • ...den nächsten Gegner Wolfsburg:

"Die Teams, die mit viel Kontinuität in die neue Saison gehen, haben oft einen guten Start. Dort ist zwar ein neuer Trainer, aber die Spielweise ist gleich und die Positionen sind identisch besetzt. Der Ansatz ist einen Tick aggressiver gegen den Ball. Die Rolle, die sie jetzt spielen, habe ich ihnen zugetraut."

  • ...Torwart Tomas Koubek:

"Er war beim ersten Training sehr aufgeräumt und lustig. Das Spiel gegen Bayern hat ihm sehr gutgetan. Der beste Beweis war das Bild beim Tor zum 2:2. Er hatte die Hände schon oben, bevor das Tor gefallen ist. Was da aus ihm rausgebrochen ist, hat ihn am besten beschrieben. Er wusste, wir haben hier ein bisschen was geholt und er hat dazu beigetragen. Daraus muss er jetzt Kraft und Energie ziehen. Der Fokus auf ihm wird bleiben, aber auch auf uns als Team, ob die Leidenschaft und Mentalität bleiben.

Gedämpfter Jubel: Während FCA-Trainer Martin Schmidt nach Schlusspfiff strahlte, gab sich Finnbogason zurückhaltend.
Foto: Ulrich Wagner
  • ...Felix Uduokhai, der von Wolfsburg ausgeliehen ist:

"Seine Entwicklung ist sehr gut. In Wolfsburg war er zunächst fit, dann hatte er ein halbes Jahr Probleme mit dem Knie und seinen Stammplatz verloren. Vergangenes Jahr musste er geduldig sein. Solche Phasen gehören zur Entwicklung eines Bundesliga-Spielers. Irgendwann kommt die Chance. Die hat er bei uns gekriegt und hat sie gepackt. Er kämpft sich rein und hat eine Top-Zweikampfquote. Auch spielerisch hilft er uns. Felix ist sehr lernbereit, sein Potenzial ist sehr groß."

  • ...Jeff Gouweleeuw, der zurück ins Team drängt:

"Wenn ein Stürmer fit wird, kann man ihm hintenraus Spielzeit geben oder mal eine Halbzeit. Oder er gibt eine Stunde Gas, dann wechselt man ihn aus. Bei einem Innenverteidiger dagegen will man, dass er durchspielt. Jeff ist noch nicht so lange im Teamtraining. Er hat sich durch gute Leistungen im Training und im Testspiel in Lustenau zurück in den Kader gearbeitet. Die Freude, dass er nach viereinhalb Monaten im Kader stand, überwiegt. Auf der anderen Seite hat er den Anspruch, dass er spielen will.

  • ...den Konkurrenzkampf:

Wir haben mittlerweile auf vielen Positionen einen Konkurrenzkampf. Auch vorne mit Gregoritsch oder Finnbogason, der zuletzt nicht so viel zum Zug kam. Auch Sergio Cordova positioniert sich. Da braucht es von den Spielern auch Professionalität und Geduld. Ich mache nie ein Buch zu und sage, das ist meine Elf. Ich will Konkurrenzkampf, aber auch die Spieler bei Laune halten und eine gute Kaderhygiene haben. Das wird keine einfachen Entscheidungen für mich geben. Jeff und Alfred wissen, dass sie länger draußen waren. Sie müssen wieder stabil werden. Alfred hat am Samstag die richtige Antwort gegeben. Er war da, als er gebraucht wurde."

  • ...die Aussicht, als erstes Team Wolfsburg in der Liga zu besiegen:

"Das spielt immer eine Rolle. Jede Serie kann reißen. Wichtig ist aber, dass unsere Auswärtsserie reißt, wir haben in dieser Saison auswärts noch nicht gewonnen und uns auch nicht mit Ruhm bekleckert."

  • ...die besondere Art der Vorbereitung gegen Bayern, als die Spieler entscheiden durften, ob sie vor dem Spiel im Hotel oder daheim übernachten wollen:

"Das wird bei mir bei Abendspielen immer so sein. Solche Tage ziehen sich wie Kaugummi, da ist es besser, sich erst am Tag direkt zu treffen. Und bei Gegnern wie Bayern ist es eine Möglichkeit, die Spieler noch mal aufzuwecken, wenn man mal was Besonderes macht. Wenn wir es noch mal machen, sind die Spieler überzeugt, das kann wieder klappen. Es ist ein Modell, das ich gerne habe und auch den Spielern gefällt. Es war ja jetzt nicht so, dass die Hälfte trotzdem ins Hotel ging."

  • ...die Planungen für Wolfsburg:

"Wenn man mit einem Charterflugzeug eine knappe Stunde fliegt, könnte man erst am Spieltag anreisen. Aber das Fliegen macht auch träge. Wir trainieren am Samstagnachmittag noch mal, dann geht es nach Wolfsburg. Alles normal also."

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