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FC Augsburg
14.07.2021

Schonung bei Testspiel: FCA-Trainer Weinzierl will Spieler "in Watte packen"

FCA-Trainer Markus Weinzierl will seine fitten Spieler schonen - Ausfälle gibt es schon genug zu beklagen.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Gegen Qarabag steht eine Reihe an Profis nicht zur Verfügung. Weinzierl wird abwägen zwischen Belastung und Schonung, hat aber auch Erwartungen.

Wenn die Fußballprofis des FC Augsburg auf dem Trainingsplatz nahe des Hotels trainieren, befinden sie sich im steten Wettbewerb. Egal ob Flanken, Torschüsse oder Spielformen - Trainer Markus Weinzierl hält die Motivation seiner Mannschaft hoch.

Während der ersten Minuten lässt er seine Athletiktrainer walten, danach leiten die Co-Trainer mit ihren Übungen über, die finalen Trainingsformen sind dann Chefsache. "Weiter, weiter, weiter", hört man ihn über den Platz rufen. Oder "schneller, schneller, schneller". Weinzierl will Action sehen - und das nicht nur in eigenem Ballbesitz.

Der FCA-Taktikwechsel soll in Tirol perfekt vertieft werden

Was sich in den ersten drei Partien nach Weinzierls Rückkehr angedeutet hat, wird in Tirol vertieft: die Abkehr vom abwartenden Defensivfußball, hin zu einer aktiven Spielart. Gegner werden mit Ball gejagt und gepresst, nach der Eroberung kommt das schnelle Umschalten in den Angriffsmodus.

In den Gesprächen mit Spielern wird deutlich, dass ihnen die destruktive Herangehensweise in der vergangenen Saison nur mäßig gefiel. An der Mittellinie auf Fehler des Gegners warten, kann erfolgreich sein. Die FCA-Spieler bevorzugen indes andere Wege, um Ziele zu erreichen. Oft fallen die Wort "aktiv" und "attraktiv", hinter denen sich selbstbestimmtes Handeln auf dem Rasen verbirgt.

FCA-Jugendspieler Tim Civeja absolvierte ein Sondertraining nach seiner Verletzung.
Foto: Klaus Rainer Krieger

Acht FCA-Spieler haben mitunter individuell trainiert

Im Testspiel gegen Qarabag wird Weinzierl diese Spielweise einfordern - auch wenn ihm wichtige Bestandteile des Kaders fehlen. Nationalspieler weilen im Urlaub, Olympioniken sind in Tokio, Reece Oxford und Mads Pedersen werden große Teile der Vorbereitung verpassen. Und Jan Moravek, Noah Sarenren Bazee, Iago, Tim Civeja, Niklas Dorsch, André Hahn, Lasse Günther oder Alfred Finnbogason haben in den vergangenen Tagen mitunter individuell trainiert.

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Teils, weil sie nach Verletzungen zurückgekommen sind, teils weil Weinzierl verstärkt auf die körperliche Konstellation jedes Einzelnen eingehen will. "Man darf zum Beispiel im Krafttraining nicht immer alle über einen Kamm scheren", sagt der 46-Jährige.

Weitere Ausfälle sollen beim FCA tunlichst vermieden werden

Entsprechend ausgebaut hat der FCA den Athletikbereich, vier Trainer sind dafür jetzt zuständig. Aus weniger Spieler mehr machen können die Fitnesscoaches aber auch nicht. Weinzierl hat im Testspiel gegen den aserbaidschanischen Erstligisten Qarabag FK (Donnerstag, 18 Uhr) lediglich einen reduzierten Kader zur Verfügung. Die zweite geplante Partie gegen den FC Ingolstadt am Freitag fällt aus, stattdessen wird der FCA auf dem Platz am Walchsee trainieren. Ingolstadt hat etliche verletzte Spieler und soll bereits in einer Woche in der 2. Bundesliga gegen Dresden spielen. Der FCA stimmte einer Absage zu. Weinzierl dürfte das sogar gelegen kommen. Er achtet sehr akribisch auf die Belastungssteuerung.

Unterschrieben: Rafal Gikiewicz setzte sein Servus unter den neuen FCA-Vertrag und auf Autogrammkarten.
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FCA-Trainingslager: Gikiewicz bleibt und schreibt Autogramme
Foto: Klaus Rainer Krieger

Weitere Ausfälle würden schwer wiegen. Hundert Prozent ideal sei das nicht, merkt Weinzierl an. "Wir haben nicht so viele Spieler, deshalb müssen wir sie in Watte packen." Einen Lerneffekt wünscht er sich dennoch, im Testspiel erwarte er, "dass wir das umsetzen, was wir trainiert haben". Also Ballführende jagen und zielstrebig angreifen.

Qarabag FK bereitet sich derzeit im Trainingslager in Stans, unweit von Innsbruck gelegen, auf die Qualifikation in der Europa Conference League vor. In der Kufstein-Arena sind Zuschauer zugelassen.

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