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FC Augsburg
28.05.2016

Weinzierl: Meine Familie steht hinter meinem Wechsel zu Schalke

Schalke will Markus Weinzierl als neuen Cheftrainer verpflichten.
Foto: Guido Kirchner (dpa)

Der scheidende FCA-Trainer Markus Weinzierl über seinen Wechsel zu Schalke, warum er Augsburg dankbar ist - und sich wohl trotzdem nicht mehr von seinen Fans verabschieden wird.

Markus Weinzierl war vier Jahre lang Trainer  des FC Augsburg. Nun geht er zu Schalke. Wolfgang Langner und Franz Neuhäuser  aus unserer Sportredaktion sprachen mit Weinzierl über seine Gründe, die letzten Monate in Augsburg - und seine Pläne.

Am Ende der vier Jahre in Augsburg: Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Weinzierl: Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem, was wir in diesen vier Jahren erreicht haben. Ich glaube, dass wir alle Erwartungen und Ziele weit übertroffen haben. Dass wir im ersten Jahr mit neun Punkten zur Winterpause noch die Klasse gehalten haben, das war schon sensationell. Was wir danach entwickelt und geschafft haben, macht mich glücklich und auch stolz. Meine Bilanz über die Zeit in Augsburg ist entsprechend sehr positiv.

Warum hat es dann aber nicht ausgereicht, die Zusammenarbeit mit dem FCA bis 2019 fortzusetzen? So, wie es in Ihrem Vertrag vorgesehen war.

Weinzierl: Als ich im vergangenen Jahr die Vertragsverlängerung unterschrieben habe, war ich tausendprozentig überzeugt, dass meine Aufgabe noch nicht erfüllt ist, und ich bin sehr froh, diese Saison mit Augsburg durchlaufen zu haben. Es hat sich aber in diesem Jahr auch gezeigt, dass es immer sehr viel schwieriger ist, Erfolge zu bestätigen als erstmals einzufahren. Nach dem fünften Platz in der Vorsaison war es eine unheimlich schwere Spielzeit. Im Laufe des Jahres ist deshalb mein Entschluss gereift, dass ein Wechsel für mich und den Verein das Beste ist.

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Was ist da passiert? Wie hat sich das Verhältnis zwischen Ihnen und dem FCA verändert in diesem Jahr?

Weinzierl: Mein Verhältnis zu den Verantwortlichen beim FCA ist nach wie vor ein sehr gutes. Ich weiß, die Chance Bundesliga zu trainieren, die ich dort vor vier Jahren bekommen habe, sehr zu schätzen und bin allen für die Zusammenarbeit und das Vertrauen vor allem in schwierigen Phasen sehr, sehr dankbar. Gott sei Dank haben wir auch dieses Jahr am Ende die Sache noch gedreht und unser Ziel erreicht.

Im Mai 2012 feiert Markus Weinzierl seinen bis dato größten Erfolg als Trainer: Er steigt mit dem SSV Jahn Regensburg in die zweite Liga auf.
25 Bilder
Vom Abstiegskampf in die Euro-League: Markus Weinzierl beim FCA
Foto: dpa

Wie waren die letzten Monate für Sie beim FCA, nachdem ja der Abschied schon sicher war? Sie sollten immer Fragen dauernd beantworten und mussten immer ausweichen.

Weinzierl: Ich habe im Laufe des Jahres den Verantwortlichen beim FCA meine Gedanken immer ehrlich mitgeteilt. Das war ein Prozess, an dessen Ende für mich die Entscheidung stand zu gehen. Worüber ich natürlich nicht glücklich bin ist, wie der letzte Spieltag abgelaufen ist. Ich hätte mich sehr gerne positiv mit einem Sieg gegen den HSV und persönlich bei den Fans im Stadion verabschiedet. Das war zu dem Zeitpunkt leider noch nicht möglich, weil ich die Position des FC Augsburg in den Verhandlungen mit Schalke nicht schwächen wollte. Ich habe mich entschieden, nichts zu sagen, auch wenn das nicht angenehm war. Deswegen möchte ich es zumindest auf diesem Weg noch nachholen und mich einmal in aller Form für die Unterstützung in den letzten vier Jahren bei allen FCA-Fans bedanken. Die FCA-Fans sind einmalig.

Sind Sie darin eingebunden, dass eventuell Spieler des FC Schalke 04 zum FC Augsburg wechseln?

Weinzierl: Nein, ich war in den letzten Wochen nicht in die Planungen des FCA involviert gewesen.

Wie sind Ihre Gefühle nach dem Abgang in Augsburg?

Weinzierl: Da ist erst einmal Stolz über die Erfolge in den letzten vier Jahren, Dankbarkeit gegenüber den Verantwortlichen und den Fans, Freude darüber, dass ich mit der Mannschaft vier tolle Jahre erleben durfte und auch hier Dankbarkeit für den Einsatz aller Spieler. Ich kann mit einem sehr guten Gefühl aus Augsburg weggehen.

Sie konnten sich von der Mannschaft gar nicht richtig verabschieden. Oder war der Kurz-Ausflug nach Mallorca vor dem letzten Spiel gegen den HSV schon eine Art Abschiedsfeier?

Weinzierl: Nein, das mit Mallorca war eine spontane Belohnung des Vereins. Ich bin da gerne mitgefahren, aber es war auch so, dass nicht alle Spieler mit dabei waren. Es war leider so, dass auch die Mannschaft und ich, weil noch keine finale Entscheidung gefallen war, nach dem letzten Spieltag ohne offizielle Verabschiedung auseinandergegangen sind. Das finde ich natürlich sehr schade und es tut mir nach diesen vier Jahren auch sehr leid.

Gibt es auch keine Chance, eine Verabschiedung nachzuholen?

Weinzierl: Das wird schwierig.

Sie arbeiten jetzt in Gelsenkirchen, Ihre Familie, die Ihnen sehr wichtig ist, lebt bisher noch in Straubing. Wie organisieren Sie das Familienleben künftig?

Weinzierl: Das weiß ich noch nicht. Klar ist: Als Trainer ist nicht alles langfristig planbar. Wichtig ist, dass die Familie hinter meinem Wechsel steht. Wir haben das sehr intensiv besprochen. Und das ist so.

Sie waren bisher sehr heimatverbunden und sind fast immer im bayerischen Raum als Spieler und Trainer tätig gewesen. Ist das jetzt ein Kultursprung, wenn sie nach Gelsenkirchen wechseln?

Weinzierl (lacht): Das werde ich erst im Nachgang beurteilen können. Erstmals bin ich froh, dass ich so lange Zeit in Bayern leben und arbeiten konnte, weil es meine Heimat ist. Auch in Augsburg hat es mir sehr gut gefallen, es ist eine wunderschöne Stadt.

Mit dem FCA waren Sie im vergangenen Sommer im Trainingslager in Österreich am Walchsee. Mit Schalke geht es jetzt nach China. Freuen Sie sich darauf?

Weinzierl: Ja. Eine Reise nach China ist für einen Klub, der sich wie Schalke 04 international behaupten möchte, ein wichtiger Schritt und für mich eine spannende Erfahrung. Aber Schalke fährt zur Vorbereitung auch nach Mittersill und das ist nicht weit vom Walchsee entfernt.

Was wünschen Sie sich: Was soll in Augsburg von Ihnen bleiben?

Weinzierl: Ich habe immer alles für den Verein gegeben und hoffe, dass die Erinnerung an die großartige Entwicklung mit dem Höhepunkt, dass wir Euro League gespielt haben, bleibt. Für mich war es eine wunderschöne Zeit. Ich wünsche dem Verein, den Fans und den Verantwortlichen, dass es so weitergeht, und alles Gute.

Die Fragen stellten Wolfgang Langner und Franz Neuhäuser

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.05.2016

FRAGE AN ALLE FCA-FANS: Hat irgend jemand, irgend etwas über unseren Super-Manager gehört ? Wird der im Urwald vermisst ? Warum sagt der nichts zur Trainer und Spieler-Situation ?

Unerträglich- die "Öffentlichkeits-Arbeit" des FCA ! Im Stile eines Bezirksliga-Vereins.

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29.05.2016

k. brenner

Was soll das??? Wenn es dem Verein dient, hält man einfach den Mund.

Gerade die Tatsache, dass sich die Führung des FCA noch nie als Posaune von Jericho gesehen hat, zeugt von absoluter Professionalität. Herr Reuter ist sich vermutlich ganz sicher, dass nicht alle wissen müssen, wen er verpflichten will oder verkaufen muss, da u. U. zusätzliche Interessenten die Preise versauen könnten.

Ich habe immer besonders geschätzt, dass Entscheidungen erst dann bekannt gegeben werden, wenn sie dies auch verdienen. Dies wird seit Jahren beim FCA so gehandhabt. Auch nach Punktspielen, soweit ich mich erinnern kann, wurde Kritik an Spielern oder wem auch immer durchweg hinter verschlossenen Türen geübt. So etwas nennt man Diskretion. Und so ist das beim FCA auch bei enorm wichtigen finanziellen und vertraglichen Entscheidungen.

Weiter so, Herr Reuter! Es macht nichts aus, wenn Herr Günter Z. immer alles gleich weiß!

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29.05.2016

Perfekt - Brenner - setzen 1 ! Fans-Spieler-die ganze Öffentlichkeit weiß bis heute nicht wer Trainer ist wird oder kann. Weiter so Brenner - perfekt !

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29.05.2016

k. brenner

oh mei, oh mei, I hab mi sogar no verschrieba. I wollt eigentlich saga, "Es macht nichts aus, wenn Herr Günter Z. nicht (!) immer alles glei woiß!" I hab halt wia dr Roitr o bloß bezirksliganiveau.

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