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FC Augsburg
24.12.2016

Zwischenzeugnis: So gut oder schlecht waren die FCA-Profis diese Saison

Mal gab es mehr Grund zur Freude, mal weniger.
Foto: Peter Fastl

Der FC Augsburg blickt auf eine durchwachsene Hinrunde. Das Zwischenfazit in der Weihnachtspause der Bundesliga fällt entsprechend aus. Die Durchschnittsnoten der FCA-Profis.

Noch ist die Vorrunde des FC Augsburg nicht beendet, das 17. Spiel bestreitet der FC Augsburg erst am 21. Januar zu Hause gegen die TSG Hoffenheim. Daher das Zwischenfazit diesmal in der Weihnachtspause. Klassenbester in der Benotung der Augsburger Allgemeinen ist Torhüter Marwin Hitz, Schlusslicht ist Raúl Bobadilla, der vor seiner Verletzung nicht in Form kam. Die Noten im Überblick:

Marwin Hitz: Der Torhüter war der Erfolgsgarant in der bisherigen Hinrunde. In sechs von 16 Spielen kassierte Hitz kein Gegentor. Er spielte konstant gut und legte damit die Messlatte für seine Benotung hoch. Überragend auf der Linie, hat Hitz wohl nur eine kleine Schwäche: sein Abspiel nach Rückpässen.

Note: 2,63 (Kicker: 2,69 – Bild: 2,93)

Augsburgs Fels in der Brandung: Marwin Hitz.
Foto: Ulrich Wagner

Paul Verhaegh: Der Kapitän leistet als rechter Verteidiger solide Arbeit. Wenn er auf schnelle Stürmer trifft – da gibt es in der Bundesliga etliche –, tut sich der Niederländer schwer, seine fehlende Schnelligkeit mit Stellungsspiel, Auge und Routine zu kompensieren.

Note: 3,07 (3,75 – 3,43)

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Der Kapitän: Paul Verhaegh.
Foto: Ulrich Wagner

Christoph Janker: Profitierte von der Verletzung Jeffrey Gouweleeuws. Der Innenverteidiger strafte seine Kritiker Lügen, die ihm Bundesliga nicht mehr zugetraut hatten. Janker ist routiniert in den Zweikämpfen und macht kaum Fehler. Er ist allerdings nicht der begnadete Spieleröffner und ihm fehlt Tempo. Sind alle fit, sitzt er auf der Bank.

Note: 3,17 (3,56 – 3,57)

Christoph Janker.
Foto: Ulrich Wagner

Jeffrey Gouweleeuw: Der Niederländer begann stark und zeigte, dass er Ragnar Klavan ersetzen kann – ehe ihn ein Lungenkollaps wochenlang außer Gefecht setzte. Gegen Gladbach und Dortmund stand er wieder zur Verfügung und ließ sich seine lange Abwesenheit nicht anmerken.

Note: 3,19 (3,19 – 3,5)

Jeffrey Gouweleeuw.
Foto: Peter Fastl

Martin Hinteregger: Die Formkurve des Österreichers zeigt seit Wochen nach oben. Ob er die geschätzten sieben, acht, neun oder zehn Millionen Euro Ablöse wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Fakt ist: Nach dem Ausfall von Gouweleeuw trug Hinteregger die Hauptverantwortung in der Innenverteidigung und tat sich damit lange Zeit schwer.

Note: 3,34 (3,43 – 3,54)

Martin Hinteregger.
Foto: Ulrich Wagner

Konstantinos Stafylidis: Der Grieche war unter Trainer Schuster Stammspieler und erledigte seine Arbeit in der Vorrunde ohne gravierende Fehler. Allerdings ging er oftmals ungestüm zu Werke, wie etwa beim groben Foul an dem Schalker Embolo. Stafylidis gilt gegenüber Linksverteidigerkonkurrent Philipp Max als defensiv stärker.

Note: 3,07 (3,63 – 3,43)

Konstantinos Stafylidis (vorne rechts).
Foto: Peter Fastl

Philipp Max: Unter Schuster zum Außenbahnspieler umfunktioniert, merkte man dem Sohn von Ex-Torjäger Martin Max an, dass er nicht alle Offensiv-Gene seines Vaters geerbt hat.

Note: 3,78 (4,11 – 4,0)

Philipp Max.
Foto: Ulrich Wagner

Dominik Kohr: Unbändiger Kampfgeist, Aggressivität und körperliche Robustheit sind seine Stärken, zugleich aber auch seine Schwächen. Trotz über 80 Bundesligaspielen überdreht Kohr in manchen Situationen, geht im Mann-gegen-Mann-Duell zu hohes Risiko ein. Bestes Beispiel: seine Gelb-Rote Karte in Hamburg.

Note: 3,89 (3,78 – 4,0)

Dominik Kohr (links).
Foto: Axel Heimken, dpa

Gojko Kacar: Der Serbe, der ablösefrei vom Hamburger SV kam, spielte im Mittelfeld einen routinierten Part, wenn er benötigt wurde. Allerdings ist er keiner, der das Spiel an sich reißt oder lenkt.

Note: 4,0 (3,92 – 3,75)

Gojko Kacar (Mitte).
Foto: Ulrich Wagner

Daniel Baier: Der Mittelfeldmotor hatte wohl am meisten unter der Defensivtaktik Schusters zu leiden. Seine Stärke, Bälle in der eigenen Defensive abzuholen und das Spiel zu eröffnen, konnte er kaum einbringen. Baier ordnete sich klaglos unter und versuchte trotzdem, das Spiel des FCA zu ordnen. Allerdings tat er sich damit im dicht besetzten Mittelfeld deutlich schwerer. Während der Spiele unter Baum wirkte Baier wieder befreiter.

Note: 3,22 (3,22 – 3,21)

Daniel Baier.
Foto: Ulrich Wagner

Jan Moravek: Die FCA-Zeit des Mittelfeldspielers ist von Verletzungen geprägt. In der Vorrunde konnten nur drei Spiele benotet werden – das verzerrt. Zu Beginn der Saison fehlte er, danach war im Schuster-System kaum Platz für den Tschechen. Zuletzt stand er zweimal hintereinander in der Startelf. Dass ihm Spielpraxis fehlte, war ersichtlich.

Note: 3,0 (3,33 – 3,67)

Jan Moravek.
Foto: Ulrich Wagner

Raúl Bobadilla: Zu Beginn der Saison kam er nicht in Form, dann schlug das Verletzungspech zu. Zuerst fiel er mit einer Schulterverletzung aus, seit Mitte November zwang ihn eine Wadenblessur zur Pause.

Note: 4,13 (3,2 – 3,75)

Raúl Bobadilla.
Foto: Ulrich Wagner

Jonathan Schmid: Für über fünf Millionen Euro von Hoffenheim geholt, weckte der Flügelspieler hohe Erwartungen. Vielen war der kraftvolle Schmid aus seiner Freiburger Zeit in Erinnerung. Bisher gelang dem ruhigen Familienvater nicht, an diese Leistungen anzuknüpfen. Erst seit kurzem zeigt seine Leistungskurve leicht nach oben.

Note: 3,96 (4,14 – 3,73)

Jonathan Schmid (links).
Foto: Ulrich Wagner

Ja-Cheol Koo: Die Vorrunde verlief für den Südkoreaner durchwachsen. Koo versuchte viel, gab nie auf, war in einigen Spielen aber zu eigensinnig und verspielt. Zudem warf ihn im November eine Wadenverletzung zurück, in Dortmund musste er wegen einer Blessur passen.

Note: 3,5 (4,09 – 3,7)

Ja-Cheol Koo.
Foto: Ulrich Wagner

Halil Altintop: An dem 34-Jährigen scheiden sich die Geister. Kritiker werfen ihm vor, dass er für das schnelle Umschaltspiel nicht mehr geeignet ist, seine Befürworter verweisen auf seine Ruhe am Ball, sein strategisches Denken und seine große Erfahrung. In Hamburg und Dortmund hätte er zum Matchwinner werden können, vergab aber große Chancen.

Note: 3,64 (3,86 – 3,57)

Halil Altintop.
Foto: Ulrich Wagner

Georg Teigl: Der Österreicher hatte nur einen benotbaren Einsatz in der Vorrunde, darum ist die Note kaum repräsentativ. Sein Auftritt in Dortmund war ordentlich.

Note: 3,0 (3 – 4)

Georg Teigl.
Foto: Ulrich Wagner

Takashi Usami: Spielte kaum eine Rolle. Wie Teigl absolvierte der Japaner nur eine Partie, die benotet werden konnte.

Note: 4,0 (4,5 – 3,5)

Takashi Usami.
Foto: Bernhard Weizenegger

Caiuby: Der Außenbahnspieler war fester Bestandteil in den Offensiv-Planungen. Doch nach nur zwei Spielen (Wolfsburg und Bremen) zwangen ihn anhaltende Knieschmerzen zur Operation.

Note: 3,25 (3,5 – 3,5)

Caiuby.
Foto: Ulrich Wagner

Dong-Won Ji: Nach den Ausfällen von Bobadilla und Finnbogason rückte der Südkoreaner in die Sturmmitte. Eine undankbare Aufgabe im Schuster-Defensiv-System. Darin war Ji oft Einzelkämpfer. Doch der ruhige Südkoreaner biss sich in seiner neuen Aufgabe fest, zuletzt blitzte seine Klasse in der Partie bei seinem früheren Arbeitgeber Dortmund auf.

Note: 3,5 (2,73 – 3,5)

Dong-Won Ji (Mitte).
Foto: Ina Fassbender, dpa

Alfred Finnbogason: Nur sechs Bundesligaspiele (ein Tor) absolvierte der Isländer für den FCA. Seit Mitte Oktober muss er wegen einer langwierigen Schambeinentzündung pausieren. Zuvor merkte man Finnbogason die kurze Sommerpause (EM-Teilnahme) und die englischen Wochen durch die Nationalmannschaft an. Er wirkte nicht so spritzig und litt ebenso unter der defensiven Ausrichtung.

Note: 3,59 (3,92 – 4,0)

Alfred Finnbogason.
Foto: Ulrich Wagner

Nicht benotet (zu kurz oder gar nicht eingesetzt): Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Markus Feulner, Raphael Framberger, Julian-Günther Schmidt, Marvin Friedrich, Ioannis Gelios, Andreas Luthe, Daniel Opare, Tim Rieder und Marco Schuster.

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