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FC Augsburg

15.04.2017

FC Augsburg zittert sich zum 2:1 gegen 1. FC Köln

FC Augsburg - 1. FC Köln
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Ein hitzige Spiel: Augsburgs Kevin Danso (l) wird von Kölns Frederik Sörensen im Strafraum gefoult.
Bild: Stefan Puchner/dpa

Der FC Augsburg hat den 1. FC Köln mit 2:1 besiegt. Die Augsburger trafen in der ersten Halbzeit zweimal und retteten den Vorsprung über die restliche Spielzeit.

Im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga schöpft der FC Augsburg Hoffnung. Nach sechs sieglosen Begegnungen in Serie bezwang die Mannschaft von Trainer Manuel Baum vor 30.600 Zuschauern den 1. FC Köln mit 2:1 (2:0). Bitter für den FCA: Im nächsten Spiel in Frankfurt werden mit Koo, Kohr und Finnbogason drei Spieler wegen Sperren fehlen.

Durch diesen Erfolg verbesserte der FCA seine Aussichten auf den Ligaverbleib. Der Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz ist auf vier Punkte angewachsen, weil der FC Ingolstadt verloren hat. Allerdings siegten wie Augsburg ebenso der VfL Wolfsburg und Mainz 05, die unmittelbar vor dem FCA in der Tabelle auf den ersten Nichtabstiegsplätzen stehen.

Hinteregger bringt FCA früh in Führung

Wie unruhig die Zeiten beim FC Augsburg sind, zeigte sich im Vorfeld des Heimspiels gegen den 1. FC Köln. Die Mannschaft bezog von Mittwoch bis Freitag ein Kurztrainingslager in Grassau am Chiemsee. Und die aktive Fanszene, die sogenannten Ultras, stellten die Spieler am Freitag vor der Abfahrt ins Hotel zur Rede und verteilte vor dem Spiel Handzettel, in denen sie die Stadionbesucher aufforderten, den FCA lautstark zu unterstützen. Letztlich erhofften sich Augsburger Fans und Verantwortliche durch ihre Impulse ein anderes Auftreten, als dies zuletzt bei den blutleeren Vorführungen in München, gegen Ingolstadt und in Berlin der Fall war.

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Trainer Manuel Baum hatte einmal mehr seine Anfangsformation umgebaut. Während Kohr, Janker, Teigl und Ji auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten, rückten Usami, Schmid, Altintop und Hinteregger in die Startelf. Offensiv ausgerichtet zeigten die Augsburger vom Anpfiff weg den Willen, die zuletzt schwachen Auftritte vergessen zu machen. Keine fünf Minuten waren absolviert, als Finnbogason sich im Strafraum am Ball behauptete, seinen Schlenzer lenkte Kölns Torwart Horn um den linken Pfosten. Aus dieser Situation heraus entstand die Führung für den FCA. Schmid schlug den Eckball in den Strafraum, Hinteregger nutzte seine Freiheit zu einem platzierten Kopfstoß ins linke, untere Eck (5.). Ein Treffer mit befreiender Wirkung, die sich im explosionsartigen Jubel zeigte.

FCA
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Zittern bis zum Schluss: FC Augsburg besiegt 1. FC Köln
Bild: Ulrich Wagner

Kapitän Verhaegh verwandelt Foulelfmeter

Im Gegenzug hatte der FCA jedoch gehöriges Glück, als Kölns Osako beinahe den Ball nach einer Hereingabe ins Netz bugsierte. Ungeachtet dessen traten die Augsburger weiterhin entschlossen auf, Rechtsverteidiger Verhaegh flankte scharf vors Kölner Tor, Usami verpasste knapp mit dem Kopf (19.). Die Überlegenheit sollte sich ein paar Minuten später im zweiten FCA-Treffer im Ergebnis widerspiegeln. Abwehrspieler Danso nutzte eine ungenügende Abwehr der Gäste und legte den Ball an Sörensen vorbei. Der Kölner ließ das Bein stehen, brachte Danso zu Fall - Elfmeter. Kapitän Verhaegh verwandelte nervenstark zum 2:0 (23.).

Dem FCA gab der zweite Treffer weitere Sicherheit, nachdem sich zuvor wochenlang Negativerlebnisse aneinanderreihten. Schmid fasste technisch anspruchsvoll einen Ball aus der Luft ab, Horn verhinderte spektakulär den dritten Kölner Gegentreffer (36.). Die Gäste vom Rhein waren derart verunsichert, dass Sörensen kurz vor der Pause beinahe noch ins eigene Tor geköpft hätte.

Anschlusstreffer für die Kölner in der 64. Minute

Die Kölner kehrten nicht nur frühzeitig auf den Rasen zurück, sie hatten sich einen schnellen Anschlusstreffer vorgenommen und erhöhten spürbar den Druck auf die Augsburger Hintermannschaft. Zunächst blieb dies ohne Folgen, allerdings fehlten zusehends Angriffe des FCA, die für Entlastung in der Defensive sorgten. Der Anschlusstreffer entsprang jedoch einem ruhenden Ball. Nach einem Eckball schoss Sörensen Richtung Tor, FCA-Linksverteidiger Max wollte retten, von seinem Schienbein prallte der Ball an die Unterkante der Latte ins FCA-Tor (64.).

Koo verletzt sich und sieht Gelb-Rot

Von diesem Treffer angestachelt investierten die Kölner weiterhin in Angriffe, während die Augsburger sich mühten, die Defensive zu organisieren. Die Augsburger nahmen den Kampf an, der eingewechselte Kohr übertrieb es damit und sah die zehnte Gelbe Karte. In Frankfurt wird er daher fehlen. Bange Minuten hatten der FCA und sein Anhang zu überstehen. Koo musste verletzt vom Platz getragen werden, zudem sah er die gelb-rote Karte und fehlt ebenso in Frankfurt. Wie schwer Wie wohl auch Finnbogason, der nach einer Rudelbildung die Rote Karte sah.

Den Kölnern fehlte in der Schlussphase und der sechsminütigen Nachspielzeit die nötige Wucht, um noch einmal entscheidend vors Augsburger Tor zu gelangen. Der FCA hat den negativen Trend der vergangenen Wochen vorübergehend gestoppt.

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16.04.2017

Endlich, es geht doch wenn man nur will! Super 1ste Halbzeit, aber was hat Baum den Spielern gesagt in der Pause, bitte hört auf zu spielen es reicht uns? Geht es nicht über 90 Minuten eine kämpferische Leistung zu bringen? Endlich dürfte mal Usami ran, das es noch nicht perfekt war ist normal bei keiner Spielpraxis, aber warum wieder dieser Schmid und Altintop, zwei die es leider nicht bringen zu überzeugen ( zu alt und dercandere zu überheblich). Dazu noch eine katastrophale Schiedsrichterleistung, hoffe der FCA legt sofort Einspruch gegen das Rot an Finnbogason ein. auf alle Fälle war dies ein Anfang,jetzt weiter so und in Frankfurt Punkten dann wird es noch mit dem direkten Klassenerhalt!

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16.04.2017

Ich habe das Spiel bei SKY gesehen und bin fast wahnsinnig geworden. Bei einem Spiel gegen Köln (NRW) mit einem Schiedsrichter aus NRW und einem Fernsehreporter aus NRW fällt einem nichts mehr ein.

Was dieser Schiri gepiffen hat war eine reine Katastrophe (skandalöse Schiri-Ansetzung) und dieser Mann bei SKY löste mit seiner parteiischen pro Köln Einstellung Wutanfälle bei mir aus. Wenn es eine vernünftige Alternative zu diesem Sender gäbe, wäre ich schnell wegmit meinem Abbo.

Zum Spiel gibts leider nichts neues - wenig Spielfluss - spärliche Torchancen - totaler Einbruch in zweiter Halbzeit. Wenigstens stimmte der Kampfgeist.

Die Ausfälle von Koo und Finbogason wiegen nicht schwer, beide sind von ihrer Bestform sehr weit weg. Seit gestern braucht auch niemand mehr traurig sein, dass dieser Grobmotoriker Kohr weg geht. Was der an wirklich dummen Fouls begeht, passt nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Rudi Völler wird viele Wutanfälle bekommen mit diesem Axt-Fußballer.

Die Hoffnung auf die Relegation lebt, mehr nicht. Und dann muss man hoffen, dass man Braunschweig erwischt. Stuttgart und Hannover wären mit den "spielerischen Möglichkeiten" des FCA leider nicht zu bezwingen.

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16.04.2017

Ich war heute mit der ganzen Familie im Stadion. Wir haben ein Spiel erlebt, daß man(n) so schnell nicht vergessen wird - auch weil sich die Mannschaft, am Schluß nur noch zu neunt, mit jeder Haarspitze gegen den Ausgleich bzw. die Niederlage gewehrt hat. So geht Abstiegskampf! Die Stimmung im Stadion war absolute Superklasse! Dennoch kann nicht übersehen werden, daß das sicher noch nicht der große Wurf war - zumal Kung Fu-Kämpfer Koo nun für den Rest der Saison ausfällt und "Rempler" Finnbogason dank der "starken" Leistung von Schiedsrichter Winkmann mindestens zwei Spiele Sperre erhalten wird. Im zweiten Abschnitt gab es keinen einzigen FCA-Torschuß! Besonders stark war aber auch - erneut - der Auftritt des FCA-Spielers Kohr. In der 61. Minute eingewechselt, sieht dieser Anti-Techniker in der 80. Minute seine 10. (!) gelbe Karte in dieser Saison und fällt damit wiederum für eine Partie aus. Unverständlich war für mich aber auch das Wechsel-Verhalten von Trainer Baum. Verteidiger Danso wurde um die 50. Minute herum gefoult (bis dahin gab es FCA-seitig noch keinen Wechsel), humpelte von dort an nur noch über den Platz und hatte danach in Zweikämpfen mehrfach große Mühe, sich gerade noch so zu behaupten. Stafylidis durfte aber trotzdem nicht ran. Stattdessen kam dann im ersten Wechsel Kohr für Baier.

Jetzt gehts aber noch gegen Frankfurt (A), Hamburg (H), Gladbach (A), Dortmund (H) und Hoffenheim (A). Das wird leider schwer genug!

Das Mainzsche Restprogramm mit Bayern (A), Gladbach (H), HSV (A), Frankfurt (H) und Köln (A) ist auch nicht von schlechten Eltern, vielleicht hilft es dem FCA.

Und das Ingolstädter Restprogramm, Bremen (H), Leipzig (A), Leverkusen (H), Freiburg (A) und Schalke (H) bietet hoffentlich ähnlich wenig Chancen zum Punkten, damit uns am Schluß wenigstens noch der Relegationsplatz als letzte Erstliga-Hoffnung bleibt.

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15.04.2017

Auch wenn nicht alles geklappt hat, gerade in der 2. Halbzeit.

Die Einstellung hat gestimmt. Weiter so!

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